Arthrose-Durchbruch: Cannabis-Extrakt schlägt Opioide in FDA-Studie
01.06.2026 - 23:30:40 | boerse-global.deGleich mehrere wissenschaftliche Durchbrüche und klinische Neuerungen aus dem ersten Halbjahr 2026 versprechen wirksamere und schonendere Therapien.
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Protein SHP: Schlüssel zur Knorpelregeneration?
Forscher des Korea Research Institute of Bioscience and Biotechnology (KRIBB) haben ein Protein identifiziert, das die Gelenke schützt. Bei Arthrose-Patienten ist der SHP-Spiegel in geschädigten Gelenken deutlich reduziert. In Mausversuchen gelang es den Wissenschaftlern, das Protein mittels Gentherapie wiederherzustellen – mit Erfolg: Die Knorpelschäden gingen zurück, die Schmerzen ließen nach. Ob sich diese Methode auf den Menschen übertragen lässt, wird derzeit geprüft.
Ein zweiter Ansatz kommt aus Stanford. Dort blockierten Forscher das Protein 15-PGDH, um den Knorpelabbau umzukehren. Auch hier zeigten Tierversuche positive Ergebnisse – sogar an menschlichem Gewebe ließ sich der Effekt nachweisen. Eine orale Version des Wirkstoffs befindet sich bereits in klinischen Studien.
Cannabis-Wirkstoff übertrifft Opioide
Ein Meilenstein in der Schmerztherapie: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Wirkstoff VER-01 den Status einer bahnbrechenden Therapie (Breakthrough Therapy) verliehen. In einer Phase-3-Studie schnitt das standardisierte Cannabis-Extrakt besser ab als klassische Opioide. Die Schmerzreduktion lag bei 2,50 Punkten auf der Schmerzskala, verglichen mit 2,16 Punkten unter Opioid-Therapie.
Besonders bemerkenswert: Die Nebenwirkungen fielen deutlich geringer aus. Verstopfung trat viermal seltener auf als bei herkömmlichen Schmerzmitteln. In Europa soll das Präparat unter dem Namen Exilby auf den Markt kommen.
Minimalinvasive Verfahren gewinnen an Bedeutung
Immer mehr Kliniken setzen auf die transarterielle Mikroembolisation (TAME/TAPE). Bei diesem Verfahren werden krankhafte Mikrogefäße verschlossen, die chronische Gelenkschmerzen verursachen. Die vom japanischen Arzt Yuji Okuno 2015 entwickelte Methode zeigt in Studien wie GENESIS und GAUCHO hohe Erfolgsraten – die Schmerzlinderung hält bis zu zwei Jahre an.
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Auch personell rüsten sich Kliniken für die Zukunft. Am Rhein-Maas Klinikum in Würselen übernimmt Dr. med. Herbert Röhrig ab heute die Leitung der Sektion für Endoprothetik und arthroskopische Gelenkchirurgie. Der Spezialist soll den Schwerpunkt auf Hüftbehandlungen und minimalinvasive Techniken ausbauen – ein Trend, der sich bereits im August 2025 am St. Elisabeth Krankenhaus in Halle abzeichnete.
Arthrose bei Katzen: Bewegung als Therapie
Auch in der Tiermedizin bleibt Arthrose eine Herausforderung. Da die Erkrankung bei Katzen als unheilbar gilt, konzentrieren sich Tierärzte auf Schmerzlinderung und Mobilitätserhalt. Physiotherapie und Injektionen kosten pro Sitzung zwischen 70 und 140 Euro. Experten raten zudem zu einfachen Hilfsmitteln: Rampen und niedrigere Kletterstrukturen erleichtern den Tieren den Alltag erheblich.
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