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Asahi Linux: Offizielle M3-Unterstützung ab sofort verfügbar

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 06:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Asahi Linux läuft nun auf M3, M3 Pro und M3 Max, doch 3D-Grafik, Ruhemodus und HDMI bleiben zunächst eingeschränkt verfügbar.

Asahi Linux unterstützt jetzt Apple-M3-Chips – mit Einschränkungen
Nahaufnahme einer komplexen Leiterplatte mit feinen Kupferbahnen und Mikrochips auf einem dunklen Mainboard. Illustration mit AI erstellt.

Das Open-Source-Projekt Asahi Linux hat am 6. September 2026 die offizielle Unterstützung für die Apple-Silicon-M3-Familie angekündigt. Damit ist das Betriebssystem nun mit den Chipsätzen M3, M3 Pro und M3 Max kompatibel. Ausgenommen von dieser Erweiterung bleibt vorerst der M3 Ultra, der unter anderem im Mac Studio zum Einsatz kommt.

Die Ankündigung markiert einen weiteren Fortschritt bei der Portierung von Linux auf die proprietäre Hardware-Architektur von Apple. Die nun unterstützten Prozessoren der M3-Reihe waren ursprünglich im Jahr 2023 erschienen.

Hardware-Kompatibilität und bestehende Einschränkungen

Laut Berichten vom 8. September 2026 bietet die aktuelle Version von Asahi Linux bereits eine breite Palette an funktionierenden Komponenten auf M3-basierten Macs. Dazu gehören die integrierte Webcam, die Mikrofone sowie die Funkstandards Wi-Fi und Bluetooth. Auch die USB-Schnittstellen werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Gb/s unterstützt. Zudem sei das Hardware-Decoding für den AV1-Codec bereits einsatzbereit.

Dennoch weist das Projekt auf signifikante funktionale Lücken hin. Eine vollständige GPU-3D-Beschleunigung steht derzeit noch nicht zur Verfügung; die grafische Ausgabe beschränkt sich auf den 2D-Desktop-Betrieb. Zudem fehlen Funktionen im Bereich der Display-Controller-Plattform (DCP). Dies führt dazu, dass der Ruhemodus (Sleep-Modus) nicht verfügbar ist und die HDMI-Ausgabe deaktiviert bleibt.

Installation und künftige Integration in Fedora Linux

Die Installation der neuen Unterstützung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch an technische Hürden geknüpft. Nutzer müssen den sogenannten Expert-Mode verwenden, der über den Befehl „EXPERT=1“ aktiviert wird. Ziel der Entwickler ist es jedoch, diese Beschränkung zeitnah aufzuheben. Eine breitere Verfügbarkeit und eine vereinfachte Installation werden im Rahmen der kommenden Fedora Linux 45 Beta angestrebt.

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Technischer Kontext und Herausforderungen der Hardware-Architektur

Während das Projekt die Unterstützung für die M3-Generation ausbaut, verdeutlichen technische Analysen die zunehmende Komplexität der Apple-Hardware-Entwicklung. In aktuellen Tests, über die am 9. September 2026 berichtet wurde, zeigt sich beispielsweise die Leistungsfähigkeit und zugleich die Limitierung neuerer Generationen wie des Apple M5 Pro.

Bei Versuchen, DLSS 5 auf einem M5 Pro mit einer 16-Core-GPU via Metal und dem Game Porting Toolkit 4.0b2 zu betreiben, wurden bei einer Auflösung von 1440p lediglich 2,32 FPS und eine Eingabelatenz von 240 ms erreicht. Trotz einer deutlich verbesserten Bildqualität in Bereichen wie Lighting, Ambient Occlusion und Neural Rendering bleibt die Gesamtperformance hinter dedizierten Grafiklösungen zurück.

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Branchenberichten zufolge liegt die Ursache für diese Performance-Werte in der Hardware-Architektur begründet. Dem Apple M5 Pro fehle eine dedizierte FP8-Hardware, weshalb das System auf den langsameren FP16-Pfad ausweichen müsse.

In Zahlen ausgedrückt erreicht der M5 Pro demnach 26 TOPS (Tera Operations per Second) bei FP8-Berechnungen, während eine vergleichbare RTX 5050 rund 105 TOPS FP8 erzielt. Eine Integration von nativer FP8-Hardware wird innerhalb der Branche erst für die kommende M6-Generation erwartet, wobei eine entsprechende Unterstützung noch als unklar gilt.

Diese architektonischen Unterschiede verdeutlichen den Aufwand, den Projekte wie Asahi Linux leisten müssen, um eine effiziente Nutzung der Hardware unter freien Betriebssystemen zu ermöglichen, während sich die zugrunde liegende Halbleitertechnik stetig weiterentwickelt.

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