ASUS, ROG

ASUS ROG bringt zwei neue OLED-Monitore – Preise fĂŒr Ultra-Wide-Modelle purzeln

11.05.2026 - 11:33:38 | boerse-global.de

ASUS und Alienware prÀsentieren neue OLED-Monitore, wÀhrend Mini-LED-Modelle aufholen. Trotz aktueller PreisnachlÀsse drohen steigende Speicherkosten.

ASUS ROG bringt zwei neue OLED-Monitore – Preise fĂŒr Ultra-Wide-Modelle purzeln - Foto: ĂŒber boerse-global.de
ASUS ROG bringt zwei neue OLED-Monitore – Preise fĂŒr Ultra-Wide-Modelle purzeln - Foto: ĂŒber boerse-global.de

WĂ€hrend ASUS ROG am Montag zwei neue Displays vorstellte, senken Hersteller die Preise fĂŒr etablierte Ultra-Wide-Modelle drastisch. Die Konkurrenz zwischen OLED- und Mini-LED-Technologie verschĂ€rft sich – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die gesamte PC-Branche unter steigenden Komponentenkosten Ă€chzt.

Neue Flaggschiffe von ASUS ROG

Mit dem ROG Strix OLED XG34WCDMS bringt ASUS ein 34 Zoll großes QD-OLED-Display auf den Markt. Das gebogene Panel löst mit 3440 x 1440 Pixeln auf und erreicht eine Bildwiederholrate von 280 Hz bei einer Reaktionszeit von nur 0,03 Millisekunden. Die Spitzenhelligkeit gibt der Hersteller mit 1.300 Nits an, die Farbraumabdeckung des DCI-P3-Standards liegt bei 99 Prozent. Besonders interessant: Integrierte NĂ€herungssensoren und eine spezielle Software sollen dem typischen OLED-Problem des Einbrennens entgegenwirken.

Anzeige

Moderne Display-Technologien und KI-Anwendungen verĂ€ndern die IT-Landschaft rasant, bringen aber auch neue Sicherheitsrisiken fĂŒr Unternehmen mit sich. Dieses kostenlose E-Book zeigt Ihnen, wie Sie Ihre IT-Infrastruktur proaktiv schĂŒtzen und neue gesetzliche Anforderungen ohne hohe Investitionen erfĂŒllen. IT-Sicherheits-Ratgeber fĂŒr Unternehmen jetzt kostenlos herunterladen

Parallel dazu prĂ€sentierte ASUS den ROG Strix XG129C – ein 12,3 Zoll großer IPS-Touchscreen als Zweitmonitor. Mit einer Auflösung von 1920 x 720 Pixeln und 75 Hz ist das GerĂ€t vor allem fĂŒr SystemĂŒberwachung und Touch-Steuerung gedacht. Ein Abonnement der Diagnose-Software AIDA64 Extreme liegt bei.

Alienware und der Kampf um die SpitzenplÀtze

Bereits am Wochenende hatte Alienware mit dem AW2726DM nachgelegt. Der 27-Zoll-QD-OLED-Monitor kostet umgerechnet rund 320 Euro und bietet 1440p-Auflösung bei 240 Hz. Die Farbgenauigkeit ist beeindruckend: Fast 99 Prozent Abdeckung sowohl des DCI-P3- als auch des Adobe-RGB-Farbraums. Allerdings fehlen dem GerĂ€t interne Lautsprecher und USB-C-Anschluss – ein klares Zeichen, dass hier die reine Display-Leistung im Vordergrund steht.

Laut Bestseller-Listen von Newegg fĂŒhrt weiterhin der ASUS ROG Swift PG32UCDM3 die Spitze an – ein 32-Zoll-4K-OLED-Monitor fĂŒr rund 1.190 Euro. Dass sich ein so teures GerĂ€t an der Spitze hĂ€lt, zeigt: Die Nachfrage nach Premium-Displays ist ungebrochen.

Mini-LED drÀngt in den Markt

WĂ€hrend OLED bei Reaktionsgeschwindigkeit und Farbtreue die Nase vorn hat, punktet Mini-LED mit höherer Helligkeit und fehlendem Einbrennrisiko. Der Hersteller KTC betont in einem aktuellen Leitfaden die Vorteile fĂŒr hellere Umgebungen. Sein Modell M27P6 mit 1.152 Local-Dimming-Zonen, 4K-Auflösung und 160 Hz ist fĂŒr rund 390 Euro ein ernstzunehmender Kandidat im mittleren Preissegment.

Noch einen Schritt weiter geht Hisense mit dem GX Ultra. Der 27-Zoll-Monitor bietet wahlweise 5K-Auflösung (5120 x 2880) bei 180 Hz oder 1440p bei satten 330 Hz. Mit 2.304 Local-Dimming-Zonen und einer Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits erfĂŒllt das GerĂ€t höchste XDR-Standards. Derzeit kommt es in China fĂŒr umgerechnet rund 950 Euro auf den Markt.

KTC hat zudem den 27M1 Pro vorgestellt – ein 27-Zoll-Fast-IPS-Monitor mit WQHD-Auflösung und 240 Hz (ĂŒbertaktbar auf 275 Hz). Der Preis von umgerechnet rund 160 Euro in einigen Regionen zeigt: Hochfrequente IPS-Panels werden zum neuen Einsteigerstandard fĂŒr kompetitives Gaming.

Preise im freien Fall – vorerst

Besonders spektakulĂ€r: Der 49-Zoll-Samsung Odyssey G9, ein gebogenes Ultra-Wide-Monster mit Dual-QHD-Auflösung und 240 Hz, fiel im Preis von umgerechnet rund 915 auf 640 Euro – ein RĂŒckgang um 30 Prozent. Das deutet darauf hin, dass Hersteller LagerbestĂ€nde rĂ€umen, wĂ€hrend neuere OLED- und Mini-LED-Modelle nachrĂŒcken.

Auch im Budget-Segment tut sich einiges: Der GIGABYTE GS27QA (27 Zoll, IPS, 180 Hz) ist fĂŒr rund 145 Euro zu haben, wĂ€hrend ASUS‘ TUF VG249QM5A (24 Zoll, 1080p, 240 Hz) fĂŒr unter 100 Euro gehandelt wird. Hochfrequente Displays werden fĂŒr die breite Masse erschwinglich.

Die Kehrseite: „RAMageddon“ bedroht die Preise

Doch der Schein trĂŒgt. Die Hardware-Branche kĂ€mpft mit massiv steigenden Kosten fĂŒr Speicherchips. Im zweiten Quartal 2026 sind die Preise fĂŒr DRAM und NAND-Flash um 40 bis 50 Prozent gestiegen. Diese Komponenten machen inzwischen ĂŒber 30 Prozent der gesamten Materialkosten elektronischer GerĂ€te aus – historisch waren es rund 15 Prozent.

Anzeige

WĂ€hrend Hardware-Kosten steigen, rĂŒcken fĂŒr Unternehmen auch neue regulatorische Anforderungen wie die EU-KI-Verordnung in den Fokus. Erfahren Sie in diesem kompakten Leitfaden, welche Fristen und Pflichten beim Einsatz von KI-Systemen bereits jetzt fĂŒr Sie gelten. Kostenloses E-Book zur EU-KI-Verordnung sichern

Diese „RAMageddon“-Krise hat bereits den Markt fĂŒr Einsteiger-Laptops erfasst. Sollten auch integrierte Controller und spezialisierte Display-Speicher teurer werden, könnten die aktuellen PreisrĂŒckgĂ€nge bei Monitoren schnell ein Ende finden.

Der breitere Kontext: PC-Markt unter Druck

Die FLut an neuen Displays kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt. Das Marktforschungsinstitut IDC prognostiziert fĂŒr 2026 einen RĂŒckgang des gesamten PC-Marktes um 11,3 Prozent. GrĂŒnde sind MarktsĂ€ttigung nach Jahren hoher Nachfrage und die anhaltende Inflation.

Selbst Apple spĂŒrt den Druck. CEO Tim Cook bestĂ€tigte kĂŒrzlich LieferengpĂ€sse, die vor allem Mac mini und Mac Studio betreffen. Grund ist unter anderem die hohe Nachfrage von KI-Enthusiasten nach großen Arbeitsspeicher-KapazitĂ€ten. GerĂŒchten zufolge erwĂ€gt Apple sogar, das Einstiegsmodell des MacBook Neo einzustellen, um die hohen Kosten fĂŒr gĂŒnstige Chips und Speicher zu umgehen.

Ausblick: OLED gegen Mini-LED – und die Frage der Kosten

FĂŒr den Rest des Jahres 2026 wird der Gaming-Monitor-Markt vom Duell zwischen OLED und Mini-LED geprĂ€gt sein. Hersteller setzen auf sekundĂ€re Display-Features und höhere HDR-Zertifikate, um Premium-Preise zu rechtfertigen. VESA DisplayHDR 1400 zeichnet sich als neues Ziel fĂŒr High-End-Mini-LED-Displays ab, wĂ€hrend OLED-Produzenten auf höhere Bildwiederholraten und verbesserte Langlebigkeit durch Software-Lösungen setzen.

Die entscheidende Frage bleibt jedoch: Können die Speicherpreise bis Ende des zweiten Quartals stabilisiert werden? Falls nicht, könnten die aktuellen PreisrĂŒckgĂ€nge bei Enthusiasten-Monitoren abrupt enden. Der Traum vom sub-400-Euro-QD-OLED wĂ€re dann vorerst ausgetrĂ€umt. Langfristig könnte die Verlagerung der Chip-Produktion in die USA ab 2027 fĂŒr mehr StabilitĂ€t sorgen – bis dahin bleibt der Markt ein Spagat zwischen Innovation und den harten RealitĂ€ten einer angespannten globalen Lieferkette.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69303768 |