ASUS XA NB3I-E12: Neuer KI-Server dominiert MLPerf-Benchmarks
23.06.2026 - 17:32:19 | boerse-global.de
Der XA NB3I-E12 von ASUS erobert Spitzenplätze in KI-Trainings-Benchmarks und zeigt die Leistungsfähigkeit der neuen Blackwell-Generation.
ASUS hat am heutigen Dienstag beeindruckende Ergebnisse im MLPerf Training v6.0 Benchmark bekannt gegeben. Der Server XA NB3I-E12, der auf der NVIDIA HGX B300-Plattform basiert, sicherte sich mehrere Spitzenpositionen – insbesondere bei großen Sprachmodellen (LLMs) und Empfehlungssystemen. Die Resultate markieren einen deutlichen Leistungssprung in der KI-Infrastruktur.
Rekordwerte bei generativer KI
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Der ASUS-Server erzielte den ersten Platz in den Kategorien Llama 3.1-8B Server und Offline sowie im GPT-OSS-120B Interactive Benchmark. Die Konfiguration setzt auf acht NVIDIA Blackwell Ultra GPUs und zwei Intel Xeon 6 Prozessoren.
Die konkreten Messwerte sprechen für sich: 6.584 Punkte beim Llama 2 7B, 84.85 beim DeepSeek 671B und 74.75 beim Llama 3.1 8B. Beim DLRM-DCN-Empfehlungsmodell erreichte das System 2.342 Punkte. ASUS betont, dass die Optimierungen speziell auf maximale Durchsatzraten bei komplexen KI-Workloads ausgelegt sind.
Blackwell-Plattform im Höhenflug
Die am 22. und 23. Juni 2026 veröffentlichten MLPerf-Ergebnisse zeigen einen deutlichen Leistungssprung der NVIDIA Blackwell-Architektur. Die GB300 NVL72-Plattform trainiert bis zu 1,6-mal schneller als ihr Vorgänger GB200 NVL72.
Auch Cloud-Anbieter meldeten Rekordzeiten: Microsoft Azure trainierte das Llama 3.1 405B-Modell mit 8.192 GPUs in nur 7,07 Minuten. CoreWeave setzte ebenfalls 8.192 GB300 GPUs ein und absolvierte das Training für DeepSeek-V3 671B in 2,02 Minuten.
Oracle Cloud Infrastructure erreichte am heutigen Dienstag die NVIDIA Exemplar Cloud-Auszeichnung für die GB200 NVL72. Die Validierung zeigte, dass OCI-Hardware mit 72 Blackwell GPUs und 3,2 Tbps RDMA-Netzwerk innerhalb von fünf Prozent der NVIDIA-internen Zielwerte liegt.
Agentic AI und der Blick auf Vera Rubin
Parallel zu den Benchmark-Ergebnissen stellte NVIDIA AgentPerf vor – eine neue Testsuite für agentische KI-Workloads. Branchenbeobachter berichten von bis zu 20-mal höherer Energieeffizienz pro Megawatt bei diesen spezifischen Aufgaben.
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Die Zukunft gehört der Vera Rubin-Plattform. Sie soll den zehnfachen Agentendurchsatz der Grace-Blackwell-Generation bieten. Kernstück ist Spectrum-X Ethernet Photonics mit co-packaged Optics (CPO) – versprochen werden fünffach bessere Energieeffizienz und deutlich schnellere Bereitstellungszeiten.
Hersteller wie Dell, GIGABYTE und Supermicro bestätigen: Vera Rubin NVL4-Systeme kommen im vierten Quartal 2026. Supermicro präsentierte kürzlich einen Bauplan für HPC-Cluster mit bis zu 1.152 Rubin GPUs und 576 Vera CPUs.
Im öffentlichen Sektor rüstet das Los Alamos National Laboratory auf: Die Supercomputer „Mission", „Vision" und „Veritas" mit Vera-CPU sollen 2027 in Betrieb gehen. Erste Tests zeigen bis zu siebenfach höhere Leistung bei agentischen Workloads im Vergleich zu bestehenden x86-Systemen.
