Asus, BIOS-Update

Asus zieht BIOS-Update zurück: Kritische TPM-Lücken in Ryzen-CPUs

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 01:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Asus zieht BIOS-Update für AM4-Boards zurück. Kritische TPM-Schwachstellen in Ryzen-CPUs sind Auslöser. Überarbeitete Versionen werden erwartet.

Asus stoppt AM4-BIOS-Update wegen kritischer TPM-Sicherheitslücken in Ryzen-CPUs
Detailaufnahme eines modernen Computer-Mainboards mit Fokus auf den CPU-Sockel und die elektronischen Komponenten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Asus hat ein spezifisches AGESA-BIOS-Update für seine AM4-Mainboards zurückgezogen, nachdem Sicherheitslücken im Zusammenhang mit der TPM-Implementierung von AMD-Ryzen-Prozessoren bekannt wurden. Die betroffene Aktualisierung war für Nutzer von AM4-Plattformen vorgesehen und sollte eigentlich Verbesserungen im Zusammenspiel von Prozessor und Mainboard-Firmware bringen.

Zwei kritische Schwachstellen im TPM 2.0

Hintergrund der Rücknahme sind zwei kritische Fehler in der TPM-2.0-Implementierung, die AMD selbst identifiziert hat. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-6726 erhält einen CVSS-Wert von 8,5, die zweite, CVE-2026-6727, wird mit einem CVSS-Wert von 8,3 bewertet. Beide gelten damit als kritisch einzustufen.

Betroffen sind laut AMD zahlreiche Prozessorgenerationen: die Ryzen-3000- bis Ryzen-9000-Serien, Threadripper-CPUs sowie die Ryzen-AI-Modelle. Damit reicht der Kreis der potenziell betroffenen Systeme weit über die klassische AM4-Plattform hinaus, auch wenn die aktuelle Rücknahme bei Asus konkret ein AM4-BIOS-Update betrifft.

AGESA-Updates seit Mai an Hersteller verteilt

AMD verteilt die entsprechenden AGESA-Aktualisierungen bereits seit Mai 2026 an seine Mainboard-Partner. So erhielt etwa Asus die Version ComboAM5PI 1.3.0.1b am 21. Mai.

Auch andere große Hersteller wie MSI, ASRock und Gigabyte bekamen im selben Zeitraum entsprechende AGESA-Pakete, um sie in eigene BIOS-Versionen für ihre Mainboards einzuarbeiten. Diese Updates sollen die im TPM-Bereich entdeckten Schwachstellen schließen, bevor sie in größerem Umfang ausgenutzt werden können.

Rücknahme statt Rollout

Trotz dieser Vorarbeit hat Asus nun ein konkretes BIOS-Update für seine AM4-Mainboards wieder zurückgezogen. Die Rücknahme steht laut den vorliegenden Informationen in direktem Zusammenhang mit den identifizierten Sicherheitslücken in der Ryzen-TPM-Implementierung.

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Details dazu, ob das zurückgezogene Update selbst fehlerhaft war oder ob Asus zunächst weitere interne Prüfungen vornehmen möchte, bevor eine überarbeitete Version veröffentlicht wird, liegen bislang nicht vor.

Bedeutung für Nutzer

Für Besitzer von AM4-Systemen bedeutet die Rücknahme zunächst, dass die betroffene BIOS-Version nicht mehr zum Download bereitsteht beziehungsweise nicht installiert werden sollte, sofern sie bereits heruntergeladen wurde.

Angesichts der als kritisch eingestuften TPM-Schwachstellen dürfte davon auszugehen sein, dass Asus sowie weitere Mainboard-Hersteller in den kommenden Wochen überarbeitete BIOS-Versionen nachreichen, die die von AMD bereitgestellten AGESA-Fixes korrekt umsetzen.

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Nutzer von Ryzen-Systemen der Serien 3000 bis 9000, von Threadripper-Plattformen sowie von Ryzen-AI-Geräten sollten die Update-Hinweise ihrer jeweiligen Mainboard-Hersteller in dieser Zeit im Blick behalten, um sicherzustellen, dass fehlerhafte oder unvollständige BIOS-Versionen nicht auf ihren Systemen installiert bleiben.

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