Augengesundheit, UV-Strahlung

Augengesundheit im Alter: UV-Strahlung verursacht ein FĂŒnftel aller Grauer-Star-Erkrankungen

27.06.2026 - 22:24:06 | boerse-global.de

Digitalisierung und Klimawandel belasten die Augen zunehmend. Experten raten zu Blaulichtfiltern, UV-Schutz und regelmĂ€ĂŸigen Pausen.

Augengesundheit: Tipps gegen trockene Augen und UV-SchÀden
Augengesundheit - Nahaufnahme eines Ă€lteren Auges mit angedeuteter UV-Strahlung, die Alter und Augengesundheit symbolisiert. 27.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Schuld sind zunehmende Digitalisierung und klimatische VerĂ€nderungen. Besonders trockene Augen, oft verknĂŒpft mit digitalem Sehstress oder Umweltfaktoren, betreffen immer mehr Ă€ltere Menschen.

Blaulicht: Der unsichtbare Stressfaktor

Intensive Bildschirmnutzung gilt als Hauptauslöser fĂŒr trockene Augen. Das emittierte blaue Licht steht im Verdacht, nicht nur Kopfschmerzen zu verursachen, sondern langfristig NetzhautverĂ€nderungen oder Makuladegeneration zu begĂŒnstigen. Die Symptome beginnen schleichend: verschwommenes Sehen oder erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Die 20-20-20-Regel hilft: Alle 20 Minuten den Blick fĂŒr 20 Sekunden auf ein Objekt in mindestens sechs Metern Entfernung richten. Blaulichtfilter an GerĂ€ten oder spezielle Brillen reduzieren die Belastung zusĂ€tzlich. Experten raten zudem, die tĂ€gliche Bildschirmzeit konsequent zu begrenzen.

UV-Schutz: Nicht nur im Sommer wichtig

Ultraviolette Strahlung stellt ein erhebliches Risiko dar. Laut WHO ist etwa ein FĂŒnftel aller Grauen-Star-Erkrankungen auf UV-Strahlung zurĂŒckzufĂŒhren. Mediziner warnen: Ab dem 40. Lebensjahr steigt das Risiko fĂŒr einen Katarakt um rund 30 Prozent – wenn kein ausreichender Schutz erfolgt.

Brillen mit UV400-Standard bieten wirksamen Schutz. Polarisierte GlĂ€ser minimieren zudem Reflexionen. Wichtig: Minderwertige oder gefĂ€lschte Sonnenbrillen können das Risiko sogar vergrĂ¶ĂŸern. Hinter dunklen GlĂ€sern weiten sich die Pupillen, sodass ungefilterte Strahlung tiefer ins Auge eindringt. Auch bei Bewölkung ist Schutz nötig – UV-Strahlen durchdringen die Wolkendecke.

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Laut WHO geht jedes fĂŒnfte Graue-Star-Leiden auf UV-Strahlung zurĂŒck – und ab 40 steigt Ihr Risiko um 30 Prozent. Mit der richtigen Brille und einfachen Übungen können Sie gegensteuern. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern

Die Arbeitsumgebung macht den Unterschied

Die unmittelbare Umgebung beeinflusst den Feuchtigkeitshaushalt der Augen. Die IG Metall warnt vor Ventilatoren bei hohen Temperaturen: Sie erzeugen Zugluft und wirbeln Staub sowie Pollen auf – das reizt die Augen zusĂ€tzlich. Besser: nachts lĂŒften, Jalousien nutzen und nicht benötigte GerĂ€te ausschalten.

In Regionen mit hoher Grasmilbenbelastung, wie aktuell in Teilen Bayerns, kommen allergische Reaktionen hinzu. Apotheker beobachten eine verstÀrkte Nachfrage nach Antiallergika. Betroffene sollten Reizungen durch konsequente Hygiene und Schutzmittel minimieren.

Beratung und Information fĂŒrs Alter

Der HausÀrztinnen- und HausÀrzteverband kritisiert die schleppende Umsetzung staatlicher Hitzeschutzkonzepte. Besonders Àltere und chronisch kranke Menschen brauchen gezielte Beratung in Praxen und Heimen, um gesundheitliche FolgeschÀden zu vermeiden.

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Trockene Augen durch Bildschirmarbeit? Die 20-20-20-Regel hilft – aber auch minderwertige Sonnenbrillen können SchĂ€den verstĂ€rken. Erfahren Sie, worauf es beim UV-Schutz wirklich ankommt. Schutz-Guide fĂŒr Ihre Augen sichern

Anfang Juli 2026 findet in Stuttgart die Fachmesse „besser sehen“ statt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Sehen im Alter. VortrĂ€ge und Workshops behandeln altersbedingte Augenerkrankungen, Resilienz und MobilitĂ€t.

Auch StressbewĂ€ltigung hilft den Augen. Psychologin Anke Precht und Ärztin Dr. Dorothee Siemon betonen: Ausgewogene ErnĂ€hrung und gezielte Entspannungsmomente stĂ€rken das vegetative Nervensystem – und fördern indirekt die Belastbarkeit der Augen.

de | wissenschaft | 69642309 |