GrĂŒnderbranche, Trump-Chaos

GrĂŒnderbranche will Trump-Chaos als Chance nutzen

14.05.2025 - 04:00:42 | dpa.de

AuslĂ€ndische FachkrĂ€fte sind unverzichtbar fĂŒr deutsche Start-ups. Doch bei Visa-Vergabe und Sprache hapert es. Nun will die GrĂŒnderbranche von den Turbulenzen in den USA unter Trump profitieren.

  • Die deutsche Startup-Branche sieht auslĂ€ndische GrĂŒnder fĂŒr unverzichtbar an (Archivbild) - Foto: Jens BĂŒttner/dpa
    Die deutsche Startup-Branche sieht auslĂ€ndische GrĂŒnder fĂŒr unverzichtbar an (Archivbild) - Foto: Jens BĂŒttner/dpa
  • Die GrĂŒnderbranche kommt ohne auslĂ€ndische FachkrĂ€fte nicht aus (Archivbild) - Foto: Jens BĂŒttner/dpa-Zentralbild/dpa
    Die GrĂŒnderbranche kommt ohne auslĂ€ndische FachkrĂ€fte nicht aus (Archivbild) - Foto: Jens BĂŒttner/dpa-Zentralbild/dpa
  • Die deutsche GrĂŒnderbranche setzt auf auslĂ€ndische Talente - und die USA, wo Donald Trump fĂŒr Turbulenzen sorgt (Archivbild). - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    Die deutsche GrĂŒnderbranche setzt auf auslĂ€ndische Talente - und die USA, wo Donald Trump fĂŒr Turbulenzen sorgt (Archivbild). - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
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Die deutsche Start-up-Branche will mehr auslĂ€ndische Talente anlocken - und von den Turbulenzen in den USA unter Donald Trump profitieren. GrĂŒnder aus dem Ausland spielten eine zentrale Rolle fĂŒr die Branche, heißt es in einer Studie des Startup-Verbands und der Friedrich-Naumann-Stiftung, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Sie treiben Innovation voran, grĂŒnden international ausgerichtete Unternehmen und legen die Grundlage fĂŒr wirtschaftlichen Erfolg.»

Trump-Chaos als Chance fĂŒr deutschen Standort

14 Prozent der Start-up-GrĂŒnderinnen und -GrĂŒnder in Deutschland seien im Ausland geboren, so die Analyse. Unter GrĂŒndern von Unternehmen mit Milliardenbewertung («Unicorns») seien es sogar 23 Prozent. Zu den wichtigsten HerkunftslĂ€ndern zĂ€hlen demnach die Ukraine, Polen und Russland, aber auch Westeuropa und Indien. 

In den USA hingegen liege der Anteil auslĂ€ndischer GrĂŒnder unter Unicorns noch höher bei 44 Prozent. Die Verwerfungen unter Trump sieht der Startup-Verband als Gelegenheit: «Aktuelle geopolitische Verschiebungen können eine Chance sein, sich im globalen Wettbewerb als attraktiver Standort zu positionieren», schreibt er. Das «aktuelle politische Umfeld in den USA» könne einen Wandel bedeuten, «den Deutschland und die EU nutzen sollten». 

GrĂŒnder mit Einwanderungsgeschichte seien oft hoch qualifiziert, so die Studie. Gut 90 Prozent haben demnach einen Hochschulabschluss, gut die HĂ€lfte davon (56 Prozent) in den gefragten FĂ€chern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Kritik an Steuerlast und fehlender Offenheit 

Der Standort Deutschland wird von GrĂŒndern allgemein skeptisch betrachtet, wie die Analyse zeigt. Sie basiert auf dem Deutschen Startup Monitor 2024 mit 1.828 Teilnehmern, darunter waren 255 GrĂŒnder mit Einwanderungsgeschichte. 

Zwar bewerten 80 Prozent aller Befragten die LebensqualitĂ€t, Sicherheit und StabilitĂ€t hierzulande positiv. Nur 17 Prozent der GrĂŒnder mit Einwanderungsgeschichte aber finden die Bedingungen fĂŒr Zuwanderung gut und 34 Prozent die Sprach-Anforderungen. Lediglich 55 Prozent bewerten zudem die gesellschaftliche Offenheit positiv.

Die Bedingungen in den USA hingegen werden von zwei Dritteln aller Befragten (67 Prozent) als attraktiver eingestuft, nicht zuletzt wegen der hohen Steuerlast in Deutschland und der Sprache.

Mit englischsprachigen Events wie Networking-, Beratungs- und Finanzierungsangeboten könne der GrĂŒnderstandort international attraktiver werden, so der Startup-Verband. «Wir brauchen dringend bessere Rahmenbedingungen – schnellere Visa-Prozesse, mehrsprachige Angebote und ein internationales Mindset», sagt die stellvertretende Vorstandschefin Magdalena Oehl.

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