Autoimmun-Gastritis: Bryan Johnson nach elf Jahren rätselhaft diagnostiziert
04.07.2026 - 01:09:26 | boerse-global.de
Der US-Biohacker und Anti-Aging-Ikone Bryan Johnson hat eine Autoimmun-Gastritis. Die Diagnose kam nach elf Jahren rätselhafter Blutwerte – und das, obwohl er als einer der am intensivsten überwachten Menschen der Welt gilt.
Johnson machte die Erkrankung Anfang Juli 2026 öffentlich. Die Autoimmun-Gastritis (AIG) ist eine chronische Erkrankung, bei der das Immunsystem die Magenschleimhaut angreift. Die Folge: Der Körper kann wichtige Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen.
Betroffen sind etwa 2 bis 5 Prozent der Bevölkerung. Besonders tückisch: Die Krankheit bleibt oft lange unentdeckt, weil sie anfangs kaum Beschwerden verursacht.
Wenn der Magen sich selbst verdaut
Die Schäden an der Magenschleimhaut führen vor allem zu einem gravierenden Mangel an Vitamin B12 und Eisen. Die geschädigten Zellen produzieren nicht mehr die Proteine, die für die Aufnahme dieser Nährstoffe nötig sind.
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Die Symptome reichen von Erschöpfung über Anämie bis zu neurologischen Schäden. Johnson selbst spürte zum Zeitpunkt der Diagnose keine akuten Beschwerden – ein Punkt, den er betont: Die Abwesenheit von Symptomen sei kein verlässlicher Indikator für Gesundheit.
Die finale Diagnose kam im Mai 2026. Vorausgegangen war eine elf Jahre lange Phase mit chronisch niedrigen Ferritinwerten. Weder eine kontrollierte Ernährung noch orale Eisenpräparate halfen.
Die Diagnose: Endoskopie und Biopsie
Gesichert wurde die Erkrankung durch eine Kombination aus Blutuntersuchungen und einer Magenspiegelung mit Gewebeproben. Johnson beschrieb den Zustand drastisch: Sein Magen habe begonnen, sich selbst zu verdauen.
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Bereits mit 21 Jahren wurde bei ihm eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) diagnostiziert. Das deutet auf eine generelle Veranlagung für Autoimmunprozesse hin.
Heilbar ist die Krankheit nicht
Nach aktuellem medizinischen Stand gilt AIG als unheilbar. Die Standardtherapie konzentriert sich auf das Management der Mangelerscheinungen – etwa durch regelmäßige Vitamin-B12-Injektionen oder spezielle Eisentherapien, die den Verdauungstrakt umgehen.
Doch Johnson wäre nicht Johnson, wenn er sich damit zufriedengeben würde. Sein Team von Experten prüft derzeit experimentelle Immuntherapien. Der Ansatz: Die fehlerhafte Reaktion des Immunsystems direkt adressieren, statt nur die Symptome zu bekämpfen.
Der Fall zeigt: Selbst wer sich einer extremen medizinischen Überwachung unterzieht, ist vor komplexen Autoimmunerkrankungen nicht gefeit.
