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Autonome Schiffe: Saronic und Samsung starten Millionen-Allianz

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 03:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Saronic und Samsung kooperieren bei unbemannten Kriegsschiffen. Kraken Technology erreicht Bewertung von über 900 Millionen Euro.

Autonome Schiffe: Milliarden-Investitionen treiben maritime KI-Revolution voran
Autonomes unbemanntes Wasserfahrzeug nahe einer modernen Werft mit Portalkränen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die maritime Industrie erlebt einen beispiellosen Technologie-Schub. Große Werften und Rüstungskonzerne treiben die Entwicklung autonomer Schiffe mit Hochdruck voran – von schwimmenden Robotern bis zu Lieferbooten für die letzte Meile.

Deutsch-amerikanische Allianz für unbemannte Kriegsschiffe

Am 27. Juli 2026 besiegelten Saronic und Samsung Heavy Industries eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung autonom operierender Schiffe. Die Vereinbarung fiel mit der Eröffnung des Korea-US Shipbuilding Partnership Center in Washington, D.C. zusammen. Im Fokus steht die Integration von Künstlicher Intelligenz und robotergestützter Automatisierung in Saronics US-Produktionsstätten.

Der texanische Schiffbauer investiert derzeit rund 2,7 Milliarden Euro in den Bau seiner Port Alpha-Werft in Brownsville, Texas. Weitere 270 Millionen Euro fließen in den Ausbau einer bestehenden Werft in Franklin, Louisiana. Das Ziel: hochmoderne Fertigungsstraßen für unbemannte Überwasserschiffe.

Parallel dazu wurde Hyundai Movex mit einem 42-monatigen Forschungsprojekt im Wert von 13 Millionen Euro beauftragt. Das Konsortium aus acht Institutionen – darunter HD Hyundai Heavy Industries, Hanwha Ocean und Samsung Heavy Industries – entwickelt autonome Transportsysteme für überdimensionierte Schiffsblöcke. Die geplante Erprobung soll in einer US-Werft stattfinden. Bereits am 23. Juli unterzeichnete Hyundai Movex zudem einen Technologie-Kooperationsvertrag mit dem Southwest Research Institute.

Kraken Technology: Vom A400M-Fallschirmabwurf zur Milliarden-Bewertung

Die Branche lockt gewaltige Kapitalströme an. Kraken Technology Group sicherte sich im Juli 2026 eine Series-B-Finanzierung von 150 Millionen Euro unter Führung von DTCP. Die Bewertung des Unternehmens kletterte damit auf über 900 Millionen Euro.

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Kraken, das mit Rheinmetall und Anduril in der Fertigung kooperiert, produziert mehrere autonome Plattformen – darunter das K3 Scout USV. Dieses 8,4 Meter lange Boot erreicht 55 Knoten und bleibt bis zu 30 Tage auf See. Seit April 2026 läuft die Serienproduktion in Hamburg. Im Juli gelang ein spektakulärer Coup: Die erste extrahierte Last aus einem A400M-Transportflugzeug – ein K3 Scout, per Fallschirm abgeworfen.

Drohnen-Mutterschiff für die britische Marine

Am 28. Juli 2026 demonstrierten ACUA Ocean und Teledyne FLIR Defense vor dem britischen Verteidigungsministerium ein integriertes „Drohnen-Mutterschiff"-System. Der Pioneer-USV startete und barg eigenständig eine angebundene SkyRanger R70-Drohne zur maritimen Aufklärung. Das System arbeitete stabil bei Wellenhöhen von 4,25 Metern.

Einen Tag zuvor gab LIG Defense & Aerospace bekannt, ein Projekt zur Entwicklung eines autonomen Wasserrettungs-USV zu leiten. Das Boot nutzt militärische Hindernisvermeidungs- und Navigationstechnologien für gefährliche Rettungseinsätze.

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Berliner Lieferboote und Ostsee-Roboter

Auch die Forschung an kleineren, urbanen Logistiksystemen schreitet voran. Die Technische Universität Berlin testet im Westhafen autonome, elektrische Paketboote namens A-Swarm II. Die modularen Schiffe transportieren Container per Magnetkopplung. Ziel: Entlastung des Straßenverkehrs durch Nutzung der Wasserwege für die letzte Meile.

Ergänzend dazu wurden Anfang Juli in der Ostsee automatisierte Bergungssysteme erprobt. Bei den SeaSEC 2026-Tests demonstrierte das CiS ORKA Dock auf einem FLANQ Q-RECON 24-Boot seine Fähigkeiten. Ein LiDAR-System mit 5-Millimeter-Genauigkeit ermöglicht unbemannten Booten, Drohnen bei 15 Knoten Fahrt zu bergen. Die Technologie eignet sich für Hafenüberwachung und den Schutz von Unterwasserkabeln.

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