Azure-Ausfall: Microsoft meldet Störungen in 18 Regionen weltweit
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 05:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Cloud-Anbieter Microsoft verzeichnete am 30. September 2026 erhebliche BeeintrĂ€chtigungen seiner globalen Netzwerkinfrastruktur. Betroffen sind zentrale KonnektivitĂ€tsdienste, die fĂŒr die Anbindung von Unternehmensstandorten an die Azure-Cloud entscheidend sind.
Laut Unternehmensangaben begann der Vorfall gegen 20:30 UTC und fĂŒhrte zu Unterbrechungen oder massiven LeistungseinbuĂen bei ExpressRoute-Gateways, VPN-Gateways sowie dem Azure VMware Service.
Umfang der Störungen in der globalen Infrastruktur
Die technischen Probleme erstrecken sich ĂŒber insgesamt 18 Azure-Regionen weltweit. Damit ist ein signifikanter Teil der globalen Cloud-KapazitĂ€ten von Microsoft von der mangelnden Erreichbarkeit oder InstabilitĂ€t betroffen. Zu den betroffenen Standorten in Europa gehören North Europe, West Europe, France Central, UK West, UK South, Switzerland North sowie Germany North.
In Amerika sind die Regionen West US, West US 3 und Mexico Central betroffen. Auch im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Afrika und dem Nahen Osten wurden Störungen gemeldet, darunter Southeast Asia, East Asia, Japan West, Korea Central, South Africa North, UAE North sowie die indischen Regionen South India und Jio India Central.
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Beim Azure VMware Service zeigt sich ein differenziertes Bild: WÀhrend der Dienst in den meisten der genannten Regionen beeintrÀchtigt ist, blieb er in den Regionen Mexico Central, Germany North, South India und Jio India Central von den spezifischen AusfÀllen verschont.
Ursachenforschung und SofortmaĂnahmen
Erste Analysen von Microsoft deuten darauf hin, dass die Störungen im Zusammenhang mit Wartungsarbeiten am Betriebssystem der Infrastruktur stehen. Eine Untersuchung ergab eine Korrelation zwischen dem sogenannten Infrastructure-OS-Servicing und dem Beginn der KonnektivitÀtsprobleme. Die genaue technische Ursache ist laut Microsoft zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht vollstÀndig geklÀrt.
Als unmittelbare Reaktion auf die InstabilitÀten hat das Unternehmen sÀmtliche laufenden Wartungsarbeiten an der betroffenen Infrastruktur pausiert. Durch diesen Stopp der Servicing-AktivitÀten soll eine weitere Ausbreitung der Fehler verhindert und die StabilitÀt des Netzwerks gesichert werden.
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Neben den direkten Nutzerverbindungen waren laut Berichten vom 30. September 2026 auch interne Netzwerkmanagement-Operationen von den Komplikationen betroffen, was die Administrierbarkeit der betroffenen Umgebungen erschwerte.
Status der Wiederherstellung und aktuelle EinschrÀnkungen
Gegen 23:13 UTC am Abend des 30. September 2026 meldete Microsoft eine beginnende Erholung der ExpressRoute-Gateways. Obwohl sich die KonnektivitÀt in vielen Bereichen stabilisiere, ist der Normalzustand noch nicht vollstÀndig wiederhergestellt.
Bei den VPN-Gateways wurde berichtet, dass einige Systeme zwar wieder einsatzfĂ€hig seien, jedoch vorerst mit einer reduzierten Redundanz arbeiten. Dies bedeutet, dass die Ausfallsicherheit fĂŒr diese Verbindungen aktuell niedriger eingestuft wird als im regulĂ€ren Betrieb.
Ein weiteres Hindernis bei der vollstÀndigen Bereinigung des Vorfalls stellen Komponenten des Netzwerkmanagements dar. Teile dieser Infrastruktur konnten nicht automatisch wiederhergestellt werden, was zusÀtzliche manuelle Eingriffe durch die Technikteams erforderlich macht.
Microsoft setzt die Untersuchung fort, um die vollstĂ€ndige FunktionalitĂ€t und Redundanz in allen 18 betroffenen Regionen wiederherzustellen. Unternehmen, die auf die betroffenen Azure-Dienste angewiesen sind, mĂŒssen bis zum Abschluss der Arbeiten weiterhin mit UnregelmĂ€Ăigkeiten bei der Netzwerkperformance rechnen.
