Bad Tölz: Asklepios eröffnet Therapiezentrum mit rund einer Million Euro
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen erfordert spezialisierte, multiprofessionelle Konzepte und den kontinuierlichen Ausbau ambulanter Angebote. Wie solche Versorgungsmodelle in der Praxis strukturiert werden, zeigt die Aufnahme einer neuen Patientengruppe am Ambulatório da Dor Crônica im brasilianischen Vitória.
Die Einrichtung begann mit der Betreuung von 100 Patientinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen, aufgeteilt auf zwei Schichten zu je 50 Personen am Vormittag und Nachmittag.
Zyklusbasierte und interdisziplinäre Betreuung in Vitória
Die Begleitung einer Gruppe am Ambulatório da Dor Crônica ist auf eine Dauer von drei bis vier Monaten ausgelegt. Alle 12 bis 16 Wochen startet in der Einrichtung ein neuer Zyklus. Am 3. November 2026 steht dort der Abschluss eines anderen Durchgangs an, der jeweils 30 Personen morgens und 30 nachmittags umfasst.
Das therapeutische Angebot kombiniert medizinische und begleitende Maßnahmen: Vorgesehen sind rheumatologische Konsultationen und Psychotherapie im 14-täglichen Rhythmus sowie Physiotherapie zwei- bis dreimal pro Woche. Ergänzt wird das Programm durch monatliche Vorträge und Gesprächsrunden.
Je nach individuellem Bedarf kommen Gelenkinfiltrationen, Trockennadeln und eine Anpassung der Medikation an Optionen mit geringeren Nebenwirkungen zum Einsatz. Zudem erhalten die Betroffenen prioritäre Überweisungen zur Ernährungsberatung und Akupunktur.
Kommunale und klinische Erweiterungen in Brasilien
Der Ausbau physiotherapeutischer und rehabilitativer Infrastruktur zeigt sich auch an weiteren Standorten. Am 26. Oktober 2026 eröffnete die Prefeitura de Brusque den neuen Standort der Clínica Municipal de Fisioterapia in der Rua do Centenário 126 im Stadtzentrum. Für die bauliche Anpassung des Gebäudes wurden 146.021,74 R$ investiert; zuvor befand sich die Einrichtung unter den Tribünen der Arena Brusque.
Das Team der städtischen Klinik in Brusque besteht aus 14 Physiotherapeuten und vier weiteren Fachkräften. Im Jahr 2025 wurden dort 15.195 Behandlungen verzeichnet. Bis zum 26. Oktober 2026 stieg diese Zahl auf 16.490 Behandlungen, was einem Plus von 8,5 Prozent gegenüber dem gesamten Vorjahr entspricht. Der Zugang erfolgt weiterhin über die zuständige UBS.
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Ebenfalls am 26. Oktober 2026 eröffnete das Núcleo Avançado de Reabilitação (NAR) des Hospital Adventista de Belém einen neuen Behandlungsstandort. Das dortige Spektrum umfasst Physiotherapie in den Bereichen Orthopädie, Neurologie, Pädiatrie und Sportphysiotherapie sowie Ergotherapie, Logopädie, Osteopathie, Chiropraktik, RPG, Pilates und Massotherapie. Ein Schwerpunkt liegt zudem auf der Betreuung der kindlichen Entwicklung und neuroatypischer Kinder.
Investitionen und Versorgungsmodelle im europäischen Raum
Auch im deutschsprachigen und europäischen Raum wachsen die ambulanten Kapazitäten. In Bad Tölz eröffnete Asklepios in der Schützenstraße 17 neben der Klinik ein ambulantes Zentrum für Physio- und Ergotherapie. Die Investitionen in den Umbau und moderne Hightech-Ausstattung beliefen sich auf rund eine Million Euro. Das Team, das vor wenigen Tagen den ersten Patienten empfing, soll schrittweise auf sechs bis acht Vollzeitstellen wachsen.
Das Angebot in Bad Tölz deckt Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Manuelle Lymphdrainage, Krankengymnastik am Gerät sowie das Bobath-Konzept bei neurologischen Erkrankungen ab. Im Bereich der Ergotherapie stehen motorisch-funktionelle sowie sensomotorisch-perzeptive Behandlungen und Hirnleistungstraining bereit; zudem ist ein kleines Ganglabor mit Endeffektor-Gangtrainer vorgesehen.
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In Wien zog das Therapiezentrum chronischer Schmerz (TCS) im Rabenhof, eine Versorgungseinheit des Herz-Jesu Krankenhauses Wien, Zwischenbilanz: Bis Ende September 2026 wurden rund 760 Patientinnen und Patienten neu versorgt und knapp 7.300 Patientenkontakte verzeichnet.
Die Anmeldung erfolgt über die telefonische Gesundheitsberatung 1450, abgerechnet wird über die e-Card bei gemeinsamer Finanzierung durch die Stadt Wien, die ÖGK und weitere Sozialversicherungsträger. Ein Bilanz-Pressegespräch zum einjährigen Bestehen des TCS im Rabenhof wurde von der Stadt Wien, der ÖGK und der Vinzenz Gruppe für den 2. November 2026 angekündigt.
In Madrid versorgte die Unidad del Dolor, Terapias Regenerativas y Medicina Deportiva am Hospital Universitario Fundación Jiménez Díaz in ihrem ersten Jahr rund 5.000 Patientinnen und Patienten mit chronischen und subakuten Schmerzen, muskuloskelettalen Leiden wie Lenden- und Nackenschmerzen sowie Sportverletzungen.
Das Spektrum reicht von Gelenk- und Nervenblockaden über interventionelle Wirbelsäulentechniken und Radiofrequenz bis hin zur Stoßwellentherapie und regenerativen Infiltrationen mit orthobiologischen Produkten, ergänzt um Angebote für paralympische Athleten und den Behindertensport.
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