Bauchfett, Leber-Fehler

Bauchfett: Leber-Fehler führt zu 75% höheren Glukagonspiegel

06.06.2026 - 00:12:07 | boerse-global.de

Viszerales Fett begünstigt Diabetes und Herzleiden. Neue Studien zeigen die Rolle von Hormonen, Leberfett und Absetzphänomenen bei Abnehmspritzen.

Bauchfett-Risiko: Hormone, Leber und Jojo-Effekt im Fokus
Bauchfett - Ein fitter Mann über 60 in einem modernen Fitnessstudio, der Gesundheit und Vitalität ausstrahlt, mit Fokus auf innere Gesundheit. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Es lagert sich um die inneren Organe ab und erhöht das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aktuelle Studien zeigen: Hormone, Lebergesundheit und der Jojo-Effekt spielen eine entscheidende Rolle.

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Hormone als Treiber der Fettzunahme

Bei Männern setzt die sogenannte Andropause oft schon ab 35 ein. Der Testosteronspiegel sinkt – mit Folgen: Müdigkeit, Reizbarkeit und vor allem die Zunahme von viszeralem Fett.

Experten empfehlen eine Kombination aus sieben bis acht Stunden Schlaf, Krafttraining und eiweißreicher Ernährung. Das soll die körpereigene Hormonproduktion ankurbeln. Halten Symptome länger als drei Monate an, raten Mediziner zu einem Blutcheck – inklusive Testosteron, Blutzucker und Cholesterin. Von Hormonpräparaten ohne ärztliche Aufsicht wird ausdrücklich abgeraten.

Die Leber als Schlüsselorgan

Das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf hat einen direkten Zusammenhang zwischen Leberfett und erhöhten Glukagonwerten nachgewiesen. Die Forscher sprechen von einer „hepatischen Glukagonresistenz“.

Menschen mit Typ-2-Diabetes haben nach Mahlzeiten rund 75 Prozent höhere Glukagonspiegel als Gesunde. Die Ursache: Fett in der Leber. Eine frühzeitige Behandlung der Fettleber durch Gewichtsreduktion gilt daher als zentrale Strategie zur Diabetes-Prävention – unabhängig von einer bestehenden Insulinresistenz.

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Medikamente und der Jojo-Effekt

Präparate wie Ozempic oder Mounjaro boomen. Doch eine Untersuchung an rund 9.000 Patienten zeigt die Kehrseite: Nach dem Absetzen nehmen viele bis zu 60 Prozent der verlorenen Masse wieder zu.

Der Jojo-Effekt tritt bis zu viermal schneller ein als nach herkömmlichen Diäten. Der Grund: Die Medikamente unterdrücken nur das Hungergefühl. Nach Ende der Therapie kehrt der Appetit oft ungebremst zurück. Eine dauerhafte Lebensstiländerung oder eine langfristige Erhaltungsdosis sind nötig, um den Effekt zu verhindern.

Was wirklich hilft – und was nicht

Die Texas A&M University hat Hinweise gefunden, dass bestimmte Kaffee-Inhaltsstoffe die Autophagie – das zelluläre Recycling – anregen. Das könnte den Stoffwechsel aktivieren. Die Effekte wurden auch bei entkoffeiniertem Kaffee beobachtet, sind aber noch nicht klinisch bestätigt.

Elektrische Muskelstimulation (EMS) hingegen taugt nicht zur Fettverbrennung. Fachleute betonen: EMS erhöht den Energieverbrauch nur kurzfristig. Lokale Wärme oder Wasserschwankungen im Gewebe sind kein echter Fettverlust.

Eine zuckerarme Ernährung bleibt das wirksamste Mittel. Ein erhöhter Nüchternblutzucker ist ein frühes Warnsignal für beginnende Insulinresistenz. Bewegung und Ernährungsumstellung sind die besten Präventionsmaßnahmen.

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