Beats 360: Neuer Flagship mit austauschbaren Polstern ab 24. September
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 19:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Beats hat den Beats 360 vorgestellt, ein neues Flaggschiff-Modell unter den Over-Ear-Kopfhörern mit austauschbaren Ohr- und Kopfbügelpolstern, IPX4-Zertifizierung gegen Spritzwasser und Schweiß sowie einem überarbeiteten Chassis.
Wie businesswire.com berichtete, kostet der Kopfhörer 349,99 US-Dollar, 300 britische Pfund beziehungsweise 499,95 australische Dollar. Bestellbar ist er auf apple.com in den USA sowie in über 100 weiteren Ländern, im Laden ist der Beats 360 ab dem 24.09.2026 erhältlich.
Farben und austauschbare Polster als zentrales Merkmal
Der Beats 360 ist in vier Basisfarben verfügbar: Black, Cloud, Pink und Sky. Ergänzend bietet Beats sogenannte Cushion Kits an – Performance-Knit-Polster in sechs Farben (Black, Cloud, Pink, Sky, Navy, Volt) sowie UltraPlush-Varianten in Black und Cloud.
Für einen begrenzten Zeitraum bis zum 31.10.2026 verkauft Beats diese Kits in ausgewählten Märkten – darunter USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Australien, Südkorea und China – zum Einführungspreis von 9,99 US-Dollar, danach gilt ein Standardpreis von 49,99 US-Dollar.
In Summe ergeben sich laut Angaben aus dem Umfeld des Produkts über 250 mögliche Farbkonfigurationen, je nach Kombination aus Basisfarbe, Ohrpolstern und Kopfbügel. Sensoren im Gehäuse erkennen dabei automatisch, welcher Polstertyp verbaut ist, und passen das Klangtuning entsprechend an.
Technik: ANC, Akku und Chip
Laut macrumors.com liefert das aktive Noise Cancelling des Beats 360 bis zu 1,75-fach stärkere Unterdrückung als beim Beats Studio Pro, bei einer um 12 dB höheren Ausgabeleistung.
Für die Geräuschunterdrückung kommen acht Mikrofone zum Einsatz, insgesamt verbaut Beats neun MEMS-Mikrofone – acht für ANC, drei für Sprachaufnahme, zwei davon geteilt genutzt. Die Bluetooth-Verbindung läuft über Version 5.3, das Gehäuse besteht laut Hersteller zu 80 Prozent aus recyceltem Kunststoff.
Bei der Akkulaufzeit nennt stereonet.com bis zu 32 Stunden mit Adaptive EQ bei ausgeschaltetem ANC und Transparency-Modus, ebenfalls bis zu 32 Stunden mit aktiviertem ANC und personalisiertem Spatial Audio sowie 24 Stunden im Transparency-Modus. Eine fünfminütige Ladung über USB-C soll für eine Stunde Wiedergabe reichen.
Bemerkenswert ist der Aufbau: Jede Seite des Kopfhörers verfügt über einen eigenen Treiber, Akku, Chipsatz, eine eigene Antenne und eigene Mikrofone, verbunden nur durch ein einzelnes Stromkabel im Kopfbügel. Einen kabelgebundenen Audioeingang gibt es nicht.
Der Beats 360 bringt austauschbare Polster, IPX4 und bis zu 32 Stunden Akku — aber Tests nennen auch schwächeres ANC als bei Wettbewerbern der 350-Dollar-Klasse und eine enge Passform bei größeren Köpfen. Wer vor der Kaufentscheidung steht, findet hier die wichtigsten Vergleichspunkte und Konfigurations-Optionen auf einen Blick. Kostenlosen Kauf-Check jetzt anfordern
Herzstück ist laut engadget.com ein Beats-Chip der vierten Generation – kein Apple-eigener Audiochip. Er unterstützt sowohl Apple-Funktionen wie Find My und automatisches Geräte-Umschalten als auch Android-Features wie Fast Pair, Audio Switch und Find Hub, wie soundguys.com ergänzt. Auf Apple-Seite kommen zusätzlich One-Touch-Pairing, Hey Siri, Audio Sharing und automatisches Umschalten hinzu.
Gewicht, Verarbeitung und Kritikpunkte
Mit 295,4 Gramm bleibt der Beats 360 laut techradar.com knapp unter der 300-Gramm-Marke, verzichtet allerdings auf einen Faltmechanismus – die Ohrpolster lassen sich lediglich flach drehen. Whathifi.com beschreibt eine sogenannte Bespoke-Akustikplattform mit Drei-Schicht-Membranen und dualen Neodym-Magneten, ergänzt um Adaptive EQ und Dolby-Atmos-Spatial-Audio mit Head Tracking.
Theverge.com bewertete den Kopfhörer mit 8,2 von 10 Punkten, merkte aber mehrere Schwächen an: Das ANC falle schwächer aus als bei anderen Kopfhörern in der 350-US-Dollar-Preisklasse, die Mitten klängen klanglich unsauber, und bei intensiven Workouts könne der Kopfhörer verrutschen.
Zudem falle die Passform bei größeren Köpfen eng aus, bei ausgeschaltetem ANC sei ein leichtes Hintergrundrauschen wahrnehmbar, und es fehle eine Trageerkennung mit automatischer Wiedergabepause.
Positiv hervorgehoben wird, dass es sich um die erste IP-zertifizierte Kopfhörer-Generation von Beats handelt. Der Akku ist zudem austauschbar, wobei laut theverge.com bislang keine Dokumentation zu Prozess und Preis eines Akkuwechsels vorliegt.
Sortiment und Wettbewerb
Der bisherige Beats Studio Pro bleibt im Programm, sein Preis wurde dauerhaft von 349,99 US-Dollar auf 299,99 US-Dollar (249,95 GBP / 479,95 AUD) gesenkt.
Beworben wird der Beats 360 mit einer Kampagne mit Kendall Jenner. Oliver Schusser, bei Apple verantwortlich für Music, Sports und Beats, beschrieb laut engadget.com eine breite Zielgruppe und verwies auf den Mix-and-Match-Trend, der junge Käufer anspreche.
Sie tragen den Kopfhörer stundenlang — im Büro, im Gym, auf Reisen. Genau dort entscheidet sich, ob sich 350 Dollar lohnen: Polstertausch, IPX4 gegen Schweiß, 295 Gramm ohne Faltmechanismus. Der kostenlose Praxis-Leitfaden zeigt, worauf Sie vor dem Kauf achten sollten. Praxis-Leitfaden jetzt sichern
Die beiden Polstervarianten – Stoff für Workouts, Eco-Leder für den Alltag – sollen unterschiedliche Nutzungsszenarien abdecken. Schusser betonte zudem, Beats-Produkte stünden nicht in Konkurrenz zu Apple-Angeboten, und kündigte weitere Beats-Accessoires sowie zusätzliche Farb-Drops und Teamfarben an.
Im Wettbewerbsumfeld positioniert sich der Beats 360 laut whathifi.com neben Modellen wie dem Sony WH-1000XM6 (359 GBP / 400 USD), dem Sennheiser Momentum 5 Wireless (330 GBP / 400 USD) und dem Bowers & Wilkins Px7 S3 (319 GBP / 429 USD). Auch Apples eigener AirPods Max 2 für 550 US-Dollar bleibt Teil des Vergleichsfelds.
