Demokratische Republik Kongo, Uganda

Ebola im Kongo: 13 FÀlle seltener Variante bestÀtigt

16.05.2026 - 11:09:09 | dpa.de

Bei einem Ebola-Ausbruch in Zentralafrika weisen Labortests eine seltene Variante der tödlichen Fieberkrankheit auf. FĂŒr diese gibt es laut WHO keinen zugelassenen Impfstoff.

Beim aktuellen Ausbruch steht eine seltene Variante im Fokus. - Foto: Jerome Delay/AP/dpa
Beim aktuellen Ausbruch steht eine seltene Variante im Fokus. - Foto: Jerome Delay/AP/dpa

   Bei einem neuen Ausbruch des gefĂ€hrlichen Ebola-Fiebers in der Demokratischen Republik Kongo sind 13 bestĂ€tigte FĂ€lle der seltenen Bundibugyo-Variante nachgewiesen worden. FĂŒr den Bundibugyo-Stamm gibt es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aktuell keinen zugelassenen Impfstoff. Bei frĂŒheren AusbrĂŒchen der lebensbedrohlichen Krankheit habe es sich hauptsĂ€chlich um den am hĂ€ufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus gehandelt, teilte die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC mit. 

Allerdings habe die Bundibugyo-Variante nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent. Beim Zaire-Stamm liege diese bei bis zu 90 Prozent. 

Laut Africa CDC wurden bislang vier Tote in der Provinz Ituri bestĂ€tigt, die im Nordosten des Kongo an Uganda und den SĂŒdsudan grenzt. Im Nachbarland Uganda wurde ein Todesfall bestĂ€tigt, bei dem ebenfalls die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde. 

17. Ebola-Ausbruch im Kongo

Insgesamt gibt es aktuell 246 VerdachtsfÀlle sowie 65 gemeldete TodesfÀlle in der Demokratischen Republik Kongo, wie Africa CDC mitteilte. Lokale Infektionen in Uganda wurden bislang nicht bestÀtigt. Es handelt sich um den insgesamt 17. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo seit 1976.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits Anfang Mai erste Hinweise auf mögliche FĂ€lle erhalten und Experten in das betroffene Gebiet geschickt. FĂŒr Sofortmaßnahmen stellt die WHO 500.000 US-Dollar (431.000 Euro) zur VerfĂŒgung.

Da sich der aktuelle Ausbruch in einer stĂ€dtischen Grenzregion mit intensiven Bevölkerungsbewegungen befinde, Ă€ußerte sich die Africa CDC besorgt ĂŒber das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. Die Behörden verstĂ€rkten nach eigenen Angaben Grenzkontrollen, isolierten Kontaktpersonen und aktivierten Notfallteams in gefĂ€hrdeten Regionen.

Lebensbedrohliche Infektionskrankheit

Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit KörperflĂŒssigkeiten ĂŒbertragen. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch der Zaire-Variante in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. 

In der Demokratischen Republik Kongo starben beim letzten Ebola-Ausbruch in der sĂŒdwestlichen Provinz Kasaï 45 Menschen zwischen September und Dezember 2025.

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