Berufstätige, Frauen

Berufstätige Frauen: Nur jede Zehnte erlebt Offenheit für Wechseljahre im Job

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 15:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Befragung von 2.375 Frauen zeigt Stress am Karriereanfang, den Nutzen flexibler Arbeit und geringe Offenheit für Wechseljahresthemen.

Umfrage zeigt Belastungen berufstätiger Frauen in verschiedenen Lebensphasen
Ein minimalistischer, sonnendurchfluteter Arbeitsplatz mit einem leeren Schreibtisch und einer Pflanze in einem ruhigen Büro. Illustration mit AI erstellt.

Berufstätige Frauen sehen sich im Verlauf ihrer Erwerbsbiografie mit grundlegend wandelnden Herausforderungen konfrontiert. Eine gemeinsame Online-Umfrage des PAP Women’s Wing und von NTUC Women and Family verdeutlicht die Bandbreite dieser Belastungen.

Die Erhebung, die im August 2026 unter 2.375 berufstätigen Frauen ab 18 Jahren durchgeführt wurde, belegt lebensphasenabhängige Probleme von Burnout am Berufsanfang bis hin zu mangelnder Unterstützung beim Umgang mit Wechseljahresbeschwerden.

Hoher Leistungsdruck und Hemmschwellen am Karriereanfang

Besonders für jüngere Beschäftigte erweist sich der Berufseinstieg als belastend. Von 224 befragten Frauen am Karriereanfang berichtete jede Vierte über erhebliche Auswirkungen von Stress, Angst, Burnout oder emotionaler Belastung auf ihre tägliche Arbeit.

Als Hauptursachen für diesen Zustand machten 47 % der Berufsanfängerinnen einen hohen Leistungsdruck verantwortlich. Zudem führten 41 % zu viel Arbeit beziehungsweise lange Arbeitszeiten als wesentlichen Auslöser an.

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Gleichzeitig besteht in dieser Gruppe eine deutliche Hürde, Hilfe im Betrieb einzufordern. Nur 21 % der Frauen am Karriereanfang gaben an, dass sie sich wohl dabei fühlten, Vorgesetzte oder die Personalabteilung auf ihre Situation anzusprechen.

Flexible Arbeitsmodelle entlasten Mütter und Pflegende

In späteren Lebens- und Familienphasen verschieben sich die Schwerpunkte hin zur Vereinbarkeit von Beruf und Betreuungsaufgaben. Für Mütter sowie pflegende Angehörige stellt zeitliche und räumliche Flexibilität eine entscheidende Stütze dar. In der Befragung bezeichneten 61 % von 912 teilnehmenden Müttern flexible Arbeitsbedingungen als hilfreich, um ihren Alltag zu bewältigen.

Noch ausgeprägter zeigte sich dieser Bedarf bei Arbeitnehmerinnen, die neben dem Beruf familiäre Pflegeaufgaben übernehmen: Unter 819 befragten pflegenden Angehörigen gaben 68 % an, dass flexible Arbeitsmodelle für sie eine wirksame Unterstützung darstellen.

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Tabuthema Wechseljahre im beruflichen Umfeld

Einen weiteren Schwerpunkt der Untersuchung bildet die Situation älterer Arbeitnehmerinnen. Unter 288 befragten Frauen mit Wechseljahresbeschwerden nannten 61 % anhaltende Müdigkeit als größte Belastung im Berufsalltag. Ein schlechter Schlaf beeinträchtigt zudem die Leistungsfähigkeit von 50 % der Betroffenen in dieser Phase.

Trotz der deutlichen körperlichen und mentalen Auswirkungen bleibt das Thema im Arbeitsumfeld weitgehend isoliert. Lediglich jede zehnte Frau mit Wechseljahresbeschwerden empfand ihren Arbeitsplatz als offen für Gespräche über entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse unterstreichen damit die Notwendigkeit für Arbeitgeber, Unterstützungsangebote gezielt an den jeweiligen Lebensabschnitten der Beschäftigten auszurichten.

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