Betrug, Telefon

Betrug am Telefon: Falscher Polizist kostet 49,5 Millionen Euro

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 21:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Betrugsmaschen wie Spiegeltrick und falsche Polizisten verursachen 2025 RekordschÀden. Die Polizei warnt vor neuen digitalen Fallen.

Betrugswellen: Polizei warnt vor neuen Maschen und RekordschÀden
Dunkle Autobahn bei Nacht mit verschwommenen Scheinwerfern, die eine bedrohliche AtmosphÀre im Kontext von KriminalitÀt vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Die Polizei warnt vor zunehmenden Betrugsmaschen wie dem Spiegeltrick und Autobahn-Gold-Betrug. Reisende werden durch vorgetĂ€uschte Notlagen in Hinterhalte gelockt. Besonders ein Fall in Baden-WĂŒrttemberg zeigt die neue Gefahr.

SchĂŒsse nach vorgetĂ€uschter Panne

In Eningen unter Achalm im Kreis Reutlingen eskalierte eine solche Masche. Ein Unbekannter tĂ€uschte im Straßenverkehr ein Problem vor, um einen Autofahrer zum Stoppen zu bewegen. Als der 37-JĂ€hrige anhielt, feuerte ein Komplize gezielt auf das Fahrzeug.

Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen. Die Fahndung mit Hubschraubern und SpĂŒrhunden blieb erfolglos. Die Ermittler suchen nun Zeugen. Der Fall zeigt: Kriminelle nutzen gezielt die Hilfsbereitschaft von Verkehrsteilnehmern aus.

RekordschÀden durch falsche Polizisten

Auch am Telefon schlagen BetrĂŒger immer hĂ€ufiger zu. Laut Bundeskriminalamt stieg der Schaden durch die Masche „Falscher Polizist“ 2025 auf 49,5 Millionen Euro – im Vorjahr waren es noch 30,1 Millionen. Die Fallzahl kletterte von 3.946 auf 4.646.

Anzeige

Wer sich vor den zunehmenden Maschen der Internet-KriminalitĂ€t schĂŒtzen möchte, findet in diesem kostenlosen Ratgeber die wichtigsten Grundlagen fĂŒr die mobile Sicherheit. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Beim Enkeltrick und bei Schockanrufen bleibt das Niveau hoch: 49,0 Millionen Euro Schaden in 2025, nach 46,4 Millionen im Vorjahr. Die Fallzahlen sanken zwar auf 4.798, doch Experten vermuten ein Dunkelfeld von ĂŒber 50 Prozent. Viele Betroffene schweigen aus Scham.

Betrugswellen in Westsachsen und digitale Fallen

Die TĂ€ter sind deutschlandweit aktiv. In Zwickau verlor eine Frau 20.000 Euro an einen falschen Arzt. In Ehrenfriedersdorf stoppte eine Bank eine Überweisung ĂŒber 60.000 Euro in letzter Sekunde. Die Polizei Halle warnt zudem vor Anrufern, die Wertsachen fordern.

Kriminelle setzen zunehmend auch auf digitale KanÀle. Aktuell kursieren zwei besonders perfide Methoden:

  • Smishing: SMS fordern vorgebliche ParkgebĂŒhren und locken auf gefĂ€lschte Zahlungsseiten.
  • Fake-Bußgelder: E-Mails mit dem Betreff „Wichtige Verwaltungsmitteilung Deutschland“ verlangen Zahlung binnen 24 Stunden – auf einem tĂ€uschend echten Bundesportal.
Anzeige

Online-Banking und persönliche Nachrichten auf dem Smartphone sind oft ein Ziel fĂŒr Hacker, die SicherheitslĂŒcken in veralteten Systemen ausnutzen. Dieser Gratis-Report zeigt, wie Sie Ihr GerĂ€t durch einfache Updates und Einstellungen wirksam absichern. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Die Polizei rĂ€t: Bei unangekĂŒndigten Forderungen sofort auflegen. Offizielle Stellen fordern niemals Bargeld am Telefon oder drĂ€ngen zu Zahlungen per Link. Bei verdĂ€chtigen Situationen im Straßenverkehr gilt: Im Fahrzeug bleiben und den Notruf wĂ€hlen.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69923891 |