Betrug, Instagram

Betrug auf Instagram: Bank Leumi fordert 26,6 Millionen von Meta

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 16:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Behörden melden Erfolge gegen Betrugsnetzwerke, während Bank Leumi Meta wegen irreführender Anzeigen verklagt.

Social-Media-Betrug nimmt zu: Ermittlungserfolge und Klagen gegen Meta
Ein Smartphone auf einem Schreibtisch, das im Kontext von Online-Betrug und Social-Media-Sicherheit dargestellt wird. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Nutzung von Social-Media-Plattformen zur Verbreitung betrügerischer Inhalte nimmt zu. Kriminelle Akteure nutzen gezielt gefälschte Prüfungsmaterialien und Phishing-E-Mails, um sensible Informationen von Nutzern zu erlangen oder betrügerische Zahlungen zu erpressen.

Aktuelle Ermittlungserfolge und Schadensmeldungen verdeutlichen das Ausmaß dieser koordinierten Aktivitäten, die von manipulierten Werbeanzeigen bis hin zu komplexen Netzwerken reichen.

Schlag gegen organisiertes Betrugsnetzwerk in Pune

Die Powai Police meldete in diesem Zusammenhang die Verhaftung von zehn ehemaligen Ingenieurstudenten in Pune. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in einen großangelegten Betrugsfall rund um IIT-Zulassungen verwickelt zu sein. Nach Angaben der Behörden beläuft sich das identifizierte Betrugsvolumen in diesem spezifischen Fall auf ?16,50 Lakh.

Im Zuge von Durchsuchungen in den Gebieten Viman Nagar–Lohegaon und Kharadi konnten die Beamten 22 Mobiltelefone sowie 23 SIM-Karten sicherstellen. Die Ermittlungen ergaben, dass das Netzwerk bereits seit 2019 operierte und für seine Aktivitäten unter anderem Instagram-Anzeigen sowie gefälschte Callcenter in Pune nutzte. Bisher wurden ?24 Lakh auf verschiedenen Bankkonten aufgespürt. Der Gesamtwert des beschlagnahmten Eigentums wird auf ?1,35 Crore beziffert.

Hohe finanzielle Verluste für Privatpersonen

Die Methoden der Täter sind vielfältig und zielen oft auf die Manipulation technischer Endgeräte ab. Eine Familie aus Gwalior verlor Mitte August insgesamt ?98.000 über drei UPI-Transaktionen, nachdem ein Familienmitglied auf eine Werbeanzeige bei Instagram geklickt hatte.

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Berichten zufolge fror das Mobiltelefon während des Vorfalls ein, woraufhin das Konto einen Negativstand von -?2.970 aufwies. Die zuständige Cyber-Zelle hat die Ermittlungen aufgenommen, nachdem am 16. August offiziell Beschwerde eingereicht wurde.

Ein weiterer Fall betrifft den 64-jährigen Partha Ganguly, der im Juli durch eine Facebook-Anzeige für Bankdienstleistungen geschädigt wurde. Nachdem die Betrüger über WhatsApp Kontakt zu ihm aufgenommen und sensible Bankdaten erlangt hatten, entstand ein finanzieller Verlust in Höhe von ?10,9 Lakh. Festnahmen wurden in diesem Fall bislang nicht gemeldet.

Bank Leumi verklagt Meta wegen betrügerischer Anzeigen

Die zunehmende Kriminalität auf sozialen Netzwerken führt nun auch zu juristischen Auseinandersetzungen auf institutioneller Ebene. Bank Leumi hat eine Klage gegen den US-Konzern Meta eingereicht und fordert eine Entschädigung in Höhe von NIS 26,6 Millionen. Die Bank macht geltend, dass betrügerische Anzeigen auf Facebook und Instagram massiven Schaden verursacht haben.

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Die Forderung setzt sich aus NIS 3,9 Millionen für Kundenerstattungen, NIS 17,7 Millionen für entstandene Kosten sowie NIS 5 Millionen für erlittene Reputationsschäden zusammen. Allein im Juli seien 243 betrügerische Anzeigen identifiziert worden. Für den Monat August wurden die bisherigen Verluste auf NIS 590.000 beziffert.

Behörden warnen vor Phishing und Schadsoftware

Neben dem Missbrauch von Anzeigen warnen Sicherheitsbehörden vor der Verbreitung von Schadsoftware. Die Rajasthan Cyber Crime Police gab eine Warnung heraus, wonach Betrüger verstärkt gefälschte APK-Dateien und Phishing-Links versenden. Experten der Polizei raten dazu, die automatische Download-Funktion in Messengerdiensten wie WhatsApp zu deaktivieren und grundsätzlich die Zwei-Schritt-Verifizierung zu aktivieren.

Parallel dazu meldete die APCID die Festnahme von Saladi Ram Gopal. Ihm wird vorgeworfen, rund 60 Opfer um insgesamt ?93 Lakh betrogen zu haben. Er soll gefälschte Regierungsjobs in Aussicht gestellt und für die Abwicklung sogenannte Maultierkonten auf Verkaufsplattformen sowie ein Konto unter dem Namen einer Stiftung genutzt haben. Gegen den Verdächtigen liegen insgesamt 16 gemeldete Fälle vor.

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