Betrug im Netz: 15,9 Milliarden Dollar Schaden 2025 in den USA
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 20:43 Uhr | Redaktion boerse-global.deVerbraucherschĂŒtzer und Behörden beobachten eine wachsende Gefahr durch betrĂŒgerische Abonnement-Modelle und raffinierte FinanzkriminalitĂ€t. Aktuelle Berichte der BBC sowie internationaler Sicherheitsbehörden verdeutlichen, dass Nutzer zunehmend unberechtigten Abbuchungen und gezielten Betrugsversuchen ausgesetzt sind, die oft mit vermeintlich kostenlosen Testangeboten oder gefĂ€lschten Support-Anrufen beginnen.
EinzelfĂ€lle verdeutlichen finanzielle Risiken fĂŒr Nutzer
Die BBC dokumentierte in jĂŒngster Zeit mehrere VorfĂ€lle, bei denen Verbraucher mit unerwarteten Kosten konfrontiert wurden. Sophie Branscombe, eine 23-JĂ€hrige aus Wirral, konnte eine RĂŒckerstattung in Höhe von 89,99 Pfund Sterling fĂŒr eine Foto-App erwirken, nachdem sie die Funktion zur Problembehandlung von Apple nach einem kostenlosen Testzeitraum genutzt hatte.
In einem anderen Fall wurden Hussein Zaaiter aus West-London BetrĂ€ge von 16 Pfund Sterling und 32 Pfund Sterling abgebucht, woraufhin er seine Karte sperren lieĂ.
Auch Rosalinda Kwafo-Akoto aus den West Midlands geriet in eine Kostenfalle, als sie 9,99 Pfund Sterling pro Monat fĂŒr einen Testzugang eines TV-Dienstes zahlte. Nach einem zeitaufwendigen Kontakt mit dem Kundenservice erhielt sie die Summe zurĂŒck.
Experten raten dazu, sich bei Testabos Erinnerungen zu setzen, das Kleingedruckte aufmerksam zu lesen und nicht davon auszugehen, dass ein Testzeitraum automatisch endet. Zudem sollte jede KĂŒndigung schriftlich bestĂ€tigt werden.
Rekordverluste durch professionelle Betrugsmaschen
Die US-Handelsbehörde FTC meldete fĂŒr das Jahr 2025 Rekordverluste durch Betrug in Höhe von 15,9 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 27 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr entspricht.
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Allein durch sogenannte Imposter-Scams, bei denen sich TĂ€ter als Amtspersonen oder Dienstleister ausgeben, verloren Menschen im vergangenen Jahr 3,5 Milliarden US-Dollar. Ein Beispiel hierfĂŒr ist Jamie Cox aus Dayton, der 13.000 US-Dollar verlor, nachdem er einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten erhalten hatte.
Ein erheblicher Teil der BetrugsfĂ€lle nimmt seinen Anfang in sozialen Medien. Laut FTC-Daten begannen 30 Prozent der Verluste des Jahres 2025 auf diesen Plattformen, was einer Gesamtsumme von 2,1 Milliarden US-Dollar entspricht. Dabei gilt Facebook als die am hĂ€ufigsten genutzte Plattform fĂŒr solche AktivitĂ€ten.
Neue Methoden: QR-Codes und gefÀlschte Support-Anfragen
Kriminelle nutzen verstĂ€rkt technologische Neuerungen fĂŒr ihre Zwecke. So warnen Sicherheitsbehörden vor QR-Code-Betrug, auch âQuishingâ genannt. In Arztpraxen werden Medicare-Patienten gezielt mit gefĂ€lschten QR-Codes angegriffen, deren Daten aus kommerziellen Datenbanken stammen.
In einem Krankenhaus in Totnes verlor eine Frau 146,79 Pfund Sterling an einem manipulierten Parkautomaten; ein weiterer Versuch ĂŒber 849 Pfund Sterling konnte abgewehrt werden.
In Hyderabad verlor ein 64-jĂ€hriger Mann 4,12 Lakh Rupien durch einen gefĂ€lschten Netflix-Support. Die TĂ€ter ĂŒbermittelten eine APK-Datei ĂŒber WhatsApp, die unbefugte Transaktionen auf einer Kreditkarte ermöglichte. Dabei wurden BetrĂ€ge von 74.809 Rupien, 25.000 Rupien und 3.12.443 Rupien abgebucht.
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Empfehlungen fĂŒr mehr finanzielle Sicherheit
Um sich vor derartigen Maschen zu schĂŒtzen, raten Finanzexperten zur stĂ€ndigen Wachsamkeit. Bei E-Mails zur VerlĂ€ngerung von Abonnements sollten Konten direkt ĂŒber die offizielle Webseite geprĂŒft und keine Links oder Telefonnummern aus der Nachricht verwendet werden. Ein Experte von Washington Consumers' Checkbook empfiehlt zudem die Nutzung von Kreditkarten anstelle von Debitkarten, da diese oft einen besseren Schutz bieten.
DarĂŒber hinaus sollten Verbraucher ihre Kreditberichte regelmĂ€Ăig prĂŒfen und bei verdĂ€chtigen Schuldenforderungen eine offizielle Validierung verlangen. Behörden fordern zudem Technologie-Plattformen auf, stĂ€rkere MaĂnahmen gegen Betrugsversuche zu ergreifen. Betroffene werden ermutigt, VorfĂ€lle unmittelbar bei der Polizei oder spezialisierten Anti-Betrugs-Zentren zu melden.
