Betrugs-Welle September: Fake-Warnungen locken zu Malware-Apps
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 09:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sicherheitsbehörden und Energieversorger warnen vor einer neuen Welle von Cyberbetrug, bei der Kriminelle gefĂ€lschte Warnungen ĂŒber angebliche Probleme mit Gasrechnungen verbreiten. Die TĂ€ter nutzen dabei Messengerdienste, SMS und Telefonanrufe, um Nutzer zur Installation schĂ€dlicher Software auf ihren Smartphones zu bewegen und anschlieĂend Bankkonten leerzurĂ€umen.
Gezielte TĂ€uschung von Versorgungskunden in Lucknow
Nach Berichten von Mitte September haben mindestens 45 Kunden des Unternehmens Green Gas Ltd in Lucknow Cyberbetrug gemeldet. Die BetrĂŒger kontaktierten die Betroffenen ĂŒber WhatsApp oder SMS und gaben vor, dass dringende Aktualisierungen der ZĂ€hlerdaten, KYC-Dokumente (Know Your Customer) oder des Anschlussstatus erforderlich seien. Dabei wurden die Opfer dazu verleitet, Installationsdateien fĂŒr Android-Anwendungen, sogenannte APK-Dateien, herunterzuladen. Ein Beispiel fĂŒr eine solche schĂ€dliche Datei trĂ€gt den Namen âMeter Update.apkâ.
Ein hochrangiger Polizeibeamter, DCP Anil Kumar Yadav, riet dazu, solche verdĂ€chtigen Nachrichten unter keinen UmstĂ€nden zu löschen. Stattdessen sollten EmpfĂ€nger diese Informationen an die zustĂ€ndigen Hotlines der Kriminalpolizei weiterleiten, um die Ermittlungen zu unterstĂŒtzen.
Hohe finanzielle Verluste in Ahmedabad
Konkrete VorfÀlle aus der ersten SeptemberhÀlfte verdeutlichen das Ausmaà des Schadens. Eine 46-jÀhrige UniversitÀtsangestellte in Ahmedabad verlor durch eine Kombination aus zwei Betrugsmaschen insgesamt 5 Lakh Rupien.
ZunĂ€chst erhielt sie per WhatsApp eine gefĂ€lschte Warnung bezĂŒglich ihrer Gasrechnung und wurde zu einer vermeintlichen Kleinstzahlung von 10 Rupien aufgefordert. Parallel dazu wurde sie mit einer gefĂ€lschten Seite der offiziellen Verkehrs-App mParivahan konfrontiert, um ein angebliches BuĂgeld (Challan) in Höhe von 1.000 Rupien zu begleichen.
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Nachdem sie eine Datei namens âmParivahan.apkâ heruntergeladen hatte, kam es zu unberechtigten Abbuchungen von ihrem Konto in Höhe von 98.000 Rupien, 99.000 Rupien sowie 19.000 Rupien. Die Betroffene erstattete Mitte September Anzeige bei der Polizei.
In einem weiteren Fall Anfang September wurde ein 51-jĂ€hriger GeschĂ€ftsmann aus Ahmedabad Opfer eines Ă€hnlichen Betrugs unter dem Namen von Adani Gas. Obwohl der Mann zuvor eine echte Gasrechnung ĂŒber 1.851 Rupien via Google Pay beglichen hatte, wurde er ĂŒber WhatsApp in eine Falle gelockt.
In der Folge verzeichnete er unautorisierte Abbuchungen von zweimal 5 Lakh Rupien sowie weiteren BetrĂ€gen von 10.000 Rupien und 12.210 Rupien. Unter BerĂŒcksichtigung einer RĂŒckbuchung von 10.000 Rupien belĂ€uft sich der Gesamtschaden in diesem Fall auf 10,12 Lakh Rupien.
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Technische Vorgehensweise und Warnung der Polizei
Die Polizei in Kerala warnt zudem vor einer weiteren Variante dieser Methode, bei der manipulierte Google-Suchergebnisse fĂŒr Krankenhaus-Ambulanzen genutzt werden. Auch hier versenden BetrĂŒger APK-Dateien via WhatsApp unter dem Vorwand von Terminbuchungen oder RĂŒckerstattungen.
Die installierten Anwendungen sind darauf ausgelegt, Einmalpasswörter (OTP) abzugreifen. Dies ermöglicht den Kriminellen den Missbrauch von UPI-Zahlungsdiensten wie PhonePe oder Google Pay.
Besonders tĂŒckisch sei dabei die Nutzung von UPI Lite, da fĂŒr KleinbetrĂ€ge unter 1.000 Rupien keine OTP-Verifizierung erforderlich ist, was den unbemerkten Diebstahl geringerer Summen erleichtert. Sicherheitsbehörden mahnen zur Vorsicht bei App-Downloads auĂerhalb offizieller Stores und verweisen auf nationale Meldeportale fĂŒr CyberkriminalitĂ€t.
