Betrugsbande, Abholer

Betrugsbande: Zwei Abholer wegen 176.000-Euro-Schaden angeklagt

Veröffentlicht am: 23.06.2026 um 20:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Generalstaatsanwaltschaft klagt zwei 22-JĂ€hrige wegen bandenmĂ€ĂŸigen Betrugs an. Sechs Senioren erlitten SchĂ€den von rund 176.000 Euro.

Falsche Polizisten: Anklage gegen junge Abholer erhoben
Eine Àltere Person hÀlt ein Telefon, wÀhrend im Hintergrund eine unscharfe, schattenhafte Figur zu sehen ist. Illustration mit AI erstellt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat nun Anklage gegen sie erhoben – wegen gewerbs- und bandenmĂ€ĂŸigen Betrugs.

Insgesamt sechs Opfer im Alter zwischen 63 und 81 Jahren sind betroffen. Die Taten ereigneten sich in Hessen, Baden-WĂŒrttemberg und Bayern. Der Gesamtschaden liegt laut Ermittlern bei rund 176.000 Euro.

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Eine 81-jĂ€hrige Frau aus dem Bereich der Bergstraße verlor allein diese Summe an die TĂ€ter. Weitere SchĂ€den wurden aus Freiburg (11.000 Euro) und NĂŒrnberg (12.000 Euro) gemeldet. Die Festnahme eines der VerdĂ€chtigen gelang bei einer fingierten GeldĂŒbergabe in Frankfurt.

PrÀvention direkt in der Bankfiliale

Polizei und Sparkassen setzen zunehmend auf AufklĂ€rungsarbeit vor Ort. In Altrip ist fĂŒr den 25. Juni eine gemeinsame Aktion geplant. Das PolizeiprĂ€sidium Rheinpfalz, die Sparkasse Vorderpfalz und der Seniorenrat Ludwigshafen informieren dann zwischen 9 und 12 Uhr in der Filiale in der Ludwigstraße.

Die Experten klĂ€ren ĂŒber gĂ€ngige Betrugsmethoden auf: Enkeltrick, Schockanrufe und falsche AmtstrĂ€ger. Die Idee dahinter: Senioren genau dort erreichen, wo finanzielle Transaktionen stattfinden. Die Polizei betont zudem die Bedeutung von Beratungsangeboten und Hotlines fĂŒr schnelle Hilfe im Verdachtsfall.

Enkeltrick: Seniorin verliert Bargeld und Schmuck

Die aktuelle Gefahr zeigt ein Fall aus Remscheid-Struck. Am 22. Juni ĂŒbergab eine 87-jĂ€hrige Seniorin einem Unbekannten Bargeld und Schmuck. Der TĂ€ter hatte sich am Telefon als ihr Enkel ausgegeben und eine finanzielle Notlage vorgetĂ€uscht. Beschrieben wird er als etwa 40 Jahre alt, 180 cm groß und dunkel gekleidet.

Dass aufmerksames Bankpersonal Leben retten kann, bewies eine Mitarbeiterin in Bremen-Findorff. Am selben Tag verhinderte sie eine GeldĂŒbergabe. Eine 89-jĂ€hrige Kundin wollte aufgrund eines Anrufs eines vermeintlichen Arztes eine hohe Summe abheben. Die Bankangestellte alarmierte die Polizei.

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TÀter tÀuschen mit echter Telefonnummer

Die BetrĂŒger werden technisch immer raffinierter. Sie nutzen Call-ID-Spoofing – damit erscheinen auf dem Display der Opfer offizielle Telefonnummern. In Wolfhagen und Niederelsungen kam es am 21. Juni zu einer Serie solcher Anrufe. Die TĂ€ter nannten sogar die exakten Adressen der Angerufenen, um GlaubwĂŒrdigkeit vorzutĂ€uschen.

In diesen FĂ€llen blieben die Betroffenen skeptisch. Es kam zu keiner Übergabe von Wertsachen. Polizei und Experten raten: Niemals am Telefon Auskunft ĂŒber VermögensverhĂ€ltnisse geben. Bei Forderungen nach Geld oder Wertsachen sofort auflegen und die Behörden ĂŒber den Notruf verstĂ€ndigen.

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