BetterDisplay 5.0: Mac steuert Fernseher erstmals per HDMI-CEC
Veröffentlicht: 15.07.2026 um 15:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die neue Version der beliebten Display-Software bringt HDMI-CEC-Steuerung auf den Mac – und macht Schluss mit umständlicher Fernbedienung.
Wer seinen Mac an einen Fernseher anschließt, kennt das Problem: Lautstärke regeln, Eingänge wechseln oder das Gerät ausschalten – das alles erfordert meist den Griff zur TV-Fernbedienung. BetterDisplay 5.0, das heute als Preview erschienen ist, will das ändern. Die Software integriert erstmals einen HDMI-CEC-Controller, der kompatible Fernseher direkt über die Mac-Oberfläche steuerbar macht.
Volle Kontrolle per HDMI-CEC
Die neue Funktion nutzt den HDMI Consumer Electronics Control (CEC)-Standard, der in den meisten modernen Fernsehern steckt. Volumenregelung, Ein- und Ausschalten sowie das Umschalten zwischen HDMI-Eingängen sind damit direkt vom Mac aus möglich. Das dürfte vor allem Nutzer freuen, die ihren Rechner regelmäßig an einen TV anschließen – etwa für Präsentationen, Medienwiedergabe oder Gaming.
Noch einen Schritt weiter geht die Automatisierung: BetterDisplay 5.0 kann Bildschirmaktionen an bestimmte Systemereignisse koppeln. Wer etwa will, dass der Fernseher automatisch angeht, sobald der Mac aufwacht, kann das nun einrichten. Branchenbeobachter hatten bereits Anfang der Woche darauf hingewiesen, dass moderne HDMI-CEC-Implementierungen inzwischen deutlich zuverlässiger arbeiten als frühere Versionen.
Nur für Apple Silicon – und mit fairen Lizenzbedingungen
Die neue Version hat allerdings klare Hardware-Voraussetzungen: BetterDisplay 5.0 läuft ausschließlich auf Macs mit Apple Silicon und benötigt macOS 26. Besitzer älterer Intel-Macs bleiben bei Version 4.3.5 – ein Umstieg ist für sie nicht möglich.
Die Preisstruktur bleibt ĂĽberschaubar:
- Die Pro-Version lässt sich 14 Tage lang testen
- Eine Volllizenz kostet rund 20 Euro
- Wer ab dem 1. Januar 2025 eine Lizenz erworben hat, bekommt das Update kostenlos
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Zusätzlich unterstützt die Software nun den Ambient-Light-Sensor des Pro Display XDR – eine sinnvolle Erweiterung für Profis, die auf farbgenaues Arbeiten angewiesen sind.
Der Fernsehmarkt im Wandel
BetterDisplay 5.0 kommt zu einer Zeit, in der sich die TV-Landschaft grundlegend verändert. Zwar steht HDMI 2.2 erst 2027 ins Haus – mit bis zu 96 Gbit/s Bandbreite, unkomprimiertem 4K bei 240 Hz und 8K bei 60 Hz –, doch schon jetzt zeichnen sich neue Standards ab.
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Die 2026er-Modelle vieler Hersteller sind „Calman Ready": Geräte wie der Hisense U8Q, der TCL X11L oder der Sony Bravia 3 II nutzen den MediaTek Pentonic 800-Chip, um Farb- und Helligkeitskalibrierung automatisch per WLAN durchzuführen.
Parallel dazu verabschiedet sich Sony von alten Streaming-Standards: Ab dem 17. November 2026 werden Google Cast und Spotify auf mehr als 70 älteren Geräten eingestellt. Der Branchentrend geht hin zu Matter Casting als offenem Standard – auch wenn die Unterstützung aktuell noch auf wenige Streaming-Dienste beschränkt ist. Wer seine alten Sony-Geräte weiter nutzen will, muss auf externe Streaming-Sticks wie den Google TV Streamer oder Fire TV Stick ausweichen.
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