Bienenprodukte-Boom, Propolis

Bienenprodukte-Boom: Propolis und Manuka-Honig locken Investoren

27.06.2026 - 16:41:50 | boerse-global.de

Natürliche Inhaltsstoffe aus der Imkerei locken Investoren, doch ökologische Risiken wie die Asiatische Hornisse bedrohen die Rohstoffbasis.

Bienenprodukte-Boom: Investoren entdecken Apitherapie-Kosmetik
Bienenprodukte-Boom - Eine Nahaufnahme eines Glases Bienengiftsalbe, umgeben von Honigwaben, einer Biene und grünen Blättern auf Holz. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Bienengift, Propolis und Manuka-Honig stehen hoch im Kurs – und locken Investoren an. Doch ökologische Probleme gefährden die Rohstoffbasis.

Investoren entdecken Apitherapie-Kosmetik

Die deutsche Marke Bedrop hat sich auf Kosmetik aus Bienenprodukten spezialisiert. Ihr Sortiment umfasst Cremes, Salben und Pflegeprodukte mit Propolis, Manuka-Honig und Bienengift. Besonders die sogenannten Bee Creams zur Muskel- und Hautpflege finden Abnehmer.

Das Geschäft ist offenbar lukrativ: Investorin Judith Williams stieg bei dem Unternehmen ein. Verbraucher schätzen vor allem die natürlichen Inhaltsstoffe. Kritik gibt es dagegen an den Preisen und den teils überzogenen Wirkungsversprechen. Fachleute warnen zudem: Bienenprodukte können bei Allergikern heftige Reaktionen auslösen.

Neue Wirkstoffe gegen Haut- und Zahnprobleme

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Neben der Naturkosmetik macht auch die klassische Dermatologie Fortschritte. Medicos Kosmetik stellt seine Marke DERMASENCE Solvinea neu auf. Unter dem Namen SolvineaMed kommen Rezepturen mit Ectoin und Tocopherol auf den Markt. Sie sollen Zellen schützen und Erkrankungen wie aktinische Keratosen vorbeugen.

Auch in der Mundhygiene gibt es Neues. Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft entdeckten einen Wirkstoff, der gezielt Parodontitis-Erreger blockiert. Das Spin-off PerioTrap bringt dazu Zahnpasten und Pflege-Gele auf den Markt. Die Mundflora bleibt dabei intakt – nur die schädlichen Bakterien werden ausgeschaltet.

Wenn die Natur zurückschlägt

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Die Rohstoffbasis für Bienenprodukte ist bedroht. In Hessen hat sich die Asiatische Hornisse ausgebreitet – seit März 2025 offiziell als invasive Art eingestuft. Ein einziges Nest dieser Spezies benötigt für die Aufzucht enorme Mengen an Bestäuberinsekten. Imker schlagen Alarm. Das Hessische Landesamt für Naturschutz beobachtet die Lage, sieht aber noch keine akute Gefahr für die Artenvielfalt.

Das Wetter spielt ebenfalls eine Rolle. Ende Juni führte eine Hitzewelle in Bayern zu einer Grasmilbenplage. Besonders in den Regionen Weißenburg-Gunzenhausen und Ansbach suchten Menschen mit Hautirritationen die Apotheken auf. Antiallergika und beruhigende Hautpräparate waren gefragt wie selten. Lieferengpässe gab es laut Apothekern aber nicht.

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