Bildertest, Demenz

Bildertest fĂŒr Demenz: Neue Methode verbessert Kommunikation deutlich

18.06.2026 - 22:42:03 | boerse-global.de

Bundesweit reagieren Kommunen mit Veranstaltungen und Beratung auf die wachsende Zahl Demenzkranker. Ein Bildertest soll die Kommunikation fördern.

Demenz: Neue Hilfsangebote und Bildertest fĂŒr bessere Kommunikation
Bildertest - Eine Ă€ltere, faltige Hand hĂ€lt sanft eine jĂŒngere Hand auf einem Holztisch, im Hintergrund ein unscharfes Wohnzimmer. 18.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Allein in Hessen leben etwa 125.000 Erkrankte. Der Landkreis Limburg-Weilburg reagiert mit einer viertÀgigen Veranstaltungsreihe im September.

Vom 22. bis 25. September bĂŒndelt das Sozialamt in Limburg FachvortrĂ€ge und Beratungsangebote. Ein Schwerpunkt: die Wohnraumberatung. Sie findet am 24. September sowohl in PrĂ€senz als auch digital statt. Ziel ist es, die Barrierefreiheit im privaten Umfeld zu verbessern.

Die regionale Alzheimer-Gesellschaft steuert am 23. September FachvortrÀge bei. Den Abschluss bildet am 25. September ein Workshop zur basalen Stimulation. Diese Methode fördert die Wahrnehmung bei Menschen mit kognitiven EinschrÀnkungen. ErgÀnzt wird das Programm durch eine Podiumsdiskussion im Rahmen eines Filmabends.

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Bildertest soll Kommunikation verbessern

Auch die Forschung liefert neue AnsÀtze. An der PÀdagogischen Hochschule Karlsruhe entwickelte Dr. Doris Maria Wartmann einen standardisierten Bildertest. Das Instrument soll das autobiografische ErzÀhlen bei Demenzkranken anregen.

In Testreihen mit 20 Probanden untersuchte die Wissenschaftlerin, wie visuelle Reize die Kommunikation verbessern. Erste RĂŒckmeldungen aus dem Pflegealltag fielen positiv aus. Das Verfahren hilft, die IdentitĂ€t der Patienten durch persönliche Erinnerungen lĂ€nger zu bewahren.

Westfalen-Lippe: 137.000 Betroffene, steigende Tendenz

Die Statistik zeigt die Dringlichkeit solcher Konzepte. In der Region Westfalen-Lippe sind derzeit 137.000 Demenzkranke registriert. Prognosen fĂŒr die nĂ€chsten 35 Jahre erwarten einen drastischen Anstieg.

Da die meisten Betroffenen zu Hause von Angehörigen versorgt werden, steigt der Bedarf an Entlastungsangeboten. Der Kreis Steinfurt reagiert mit einer Premiere: Vom 1. bis 30. September finden erstmals thematische Wochen unter dem Motto Inklusion statt. Den Auftakt macht am 3. September ein Demenzparcours in Emsdetten. Die Schirmherrschaft ĂŒbernimmt Landrat Dr. Klaus Effing.

Kliniken setzen auf Ehrenamt

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Auch KrankenhÀuser stellen sich neu auf. Am Klinikum Wolfsburg ist etwa jeder zehnte Patient von Demenz betroffen. Das belastet den regulÀren Pflegebetrieb erheblich.

Die Lösung: ehrenamtliche Patientenbegleiter. Sie unterstĂŒtzen Betroffene im Klinikalltag, begleiten sie zu Untersuchungen und bieten soziale Interaktion. Das reduziert Desorientierung und Stress.

Parallel rĂŒcken verwandte Themen in den Fokus. In Köln findet vom 22. Juni bis 1. Juli eine Aktionswoche gegen Einsamkeit im Alter statt. Mehr als ein FĂŒnftel der ĂŒber 65-JĂ€hrigen fĂŒhlt sich einsam – ein Risikofaktor fĂŒr kognitiven Abbau. ErgĂ€nzend gibt es spezialisierte Informationsabende zur Palliativversorgung, etwa am 7. Juli in Wesel.

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