Bio-Snacks, Aflatoxin-Rückruf

Bio-Snacks: Aflatoxin-Rückruf bei dm und Rossmann betrifft Millionen

20.06.2026 - 11:54:56 | boerse-global.de

Die barefood way GmbH ruft mehrere Bae-Snacks wegen erhöhter Aflatoxin-Werte zurück. Betroffen sind Riegel und Bites bei dm und Rossmann.

Bio-Snack-Rückruf bei dm und Rossmann: Aflatoxine in Bae-Produkten
Bio-Snacks - Nahaufnahme verschiedener Snackriegel und Protein-Häppchen auf einer sauberen Oberfläche, teilweise verdeckt von einer stilisierten Schimmelpilzschicht. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die barefood way GmbH hat am 18. Juni mehrere Produkte ihrer Marke „Bae“ aus dem Handel genommen. Grund: Überschrittene Aflatoxin-Werte in einem Rohstoff.

Betroffen: Riegel und Snacks von dm und Rossmann

Die Sicherheitsmaßnahmen betreffen verschiedene Artikel. Dazu gehören „Bae Bites Cinnamon Roll“, „Creamy Pistachio“, „Vanilla Matcha“ und „Cookie Dough“. Auch die „Bae Soft Haferriegel“ in der Sorte „Cookie Dough“ sind betroffen.

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Die Chargen tragen Losnummern wie 25410 bis 25413 (Cinnamon Roll) oder CD414 und CD415 (Haferriegel). Die Mindesthaltbarkeitsdaten liegen zwischen August und September 2026. Verkauft wurden die Produkte vor allem bei dm und Rossmann.

Der Hersteller verspricht eine unkomplizierte Rückgabe. Kunden erhalten den Kaufpreis auch ohne Kassenbon erstattet.

Was Aflatoxine so gefährlich macht

Hinter dem Rückruf stecken Schimmelpilzgifte, die von Aspergillus-Pilzen produziert werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt: Schon geringe Mengen können gesundheitsschädlich sein.

Die Gifte sind hitzestabil. Normales Erhitzen oder Verarbeiten zerstört sie nicht. Medizinisch gelten Aflatoxine als genotoxisch und krebserregend. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft sie als Karzinogene der Kategorie 1 ein.

Besonders alarmierend: Das Risiko für Leberkrebs steigt. Die Lebensmittelüberwachung verfolgt daher eine Null-Toleranz-Strategie bei Grenzwertüberschreitungen.

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Mehrere Rückrufe im Juni 2026

Der Fall barefood way steht nicht allein. Am 19. Juni rief auch die Willms Fleisch GmbH Schinken-Zwiebelmettwurst bei Aldi Süd zurück – wegen bakterieller Belastung (STEC/VTEC-Erreger). Zeitgleich zog dm Esslernlöffel der Eigenmarke „babylove“ aus dem Verkehr. Grund: mechanische Erstickungsgefahr durch Kleinteile.

Die Häufung zeigt: Lieferketten bleiben verwundbar. Besonders bei international bezogenen Rohstoffen ist die Schimmelpilzbelastung ein Dauerrisiko. Die europäische Kontaminanten-Verordnung setzt hier strikte Grenzen – doch die Kontrolle bleibt eine Herausforderung für die gesamte Branche.

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