Biofeedback-Therapie: IMS & SUM Hospital-2 setzt auf digitale Schmerzbehandlung
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 00:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deModerne Behandlungsansätze in der psychosomatischen und psychiatrischen Versorgung setzen zunehmend auf technologische Unterstützung, um körperliche Reaktionen für Patienten direkt erfahrbar zu machen.
Anlässlich des Welttags der seelischen Gesundheit hat die Psychiatrie-Abteilung des IMS & SUM Hospital-2 in Phulnakhara bei Bhubaneswar ein System für digitale Biofeedback-Therapie in Betrieb genommen, wie Medien am 10. Oktober 2026 berichteten.
Das Verfahren verdeutlicht, wie apparative Rückmeldungen therapeutisch genutzt werden können, um sowohl psychische Belastungen als auch körperliche Schmerzsyndrome gezielt zu behandeln.
Funktionsweise der sensorbasierten Rückmeldung
Die digitale Biofeedback-Therapie ist ein nicht-chirurgisches Verfahren, das physiologische Vorgänge im Körper in Echtzeit sichtbar macht. Über an der Haut angebrachte Elektroden und Pads werden kontinuierlich körpereigene Signale gemessen. Dazu zählen vor allem der Herzschlag und die muskuläre Spannung.
Diese erfassten Daten verarbeitet das System und gibt sie unmittelbar an die behandelte Person zurück. Die Rückmeldung erfolgt in Form von visuellen Graphen auf einem Monitor, akustischen Tönen oder haptischen Signalen. Durch diese direkte Visualisierung lernen Patienten, unbewusst ablaufende Körperprozesse wahrzunehmen und über gezielte Entspannungstechniken aktiv zu regulieren.
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Breites Spektrum von Schmerz bis Stressabbau
Die Einsatzmöglichkeiten der Methode reichen von psychischen Beschwerden bis hin zu funktionellen und neurologischen Krankheitsbildern. Am IMS & SUM Hospital-2 wird das System vor allem zur Bewältigung von alltäglichem Stress, Angstzuständen und Panikstörungen eingesetzt.
Darüber hinaus spielt das Verfahren eine wichtige Rolle in der Schmerztherapie. Ergänzend dient die Technologie der Regulierung des Blutdrucks sowie der Behandlung von Spannungskopfschmerzen und Migräne. Auch in der Rehabilitation findet das System Anwendung: Zu den weiteren Indikationsbereichen zählen das gezielte Muskel-Retraining nach Lähmungen und Sportverletzungen sowie gastrointestinale Beschwerden wie Verstopfung und Reizdarmsyndrom.
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Stellenwert in der klinischen Patientenversorgung
Die Integration digitaler Feedback-Mechanismen gilt in der klinischen Praxis als relevanter Baustein zur ganzheitlichen Therapie. Dr. Lagnajit Dash, Associate Professor für Psychiatrie an der Einrichtung, ordnete die Inbetriebnahme als einen kleinen Schritt in Richtung Innovation ein, der zugleich einen bedeutenden Fortschritt für eine verbesserte Versorgung der Patienten darstelle.
Die Methode erlaubt es Betroffenen, selbstwirksam Einfluss auf chronische Schmerzzustände und vegetative Reaktionen zu nehmen. Indem körperliche Signale verständlich aufbereitet werden, erweitert das Verfahren bestehende psychiatrische und schmerztherapeutische Konzepte um eine nicht-invasive Komponente.

