Block, Berd

Block Berd: Open-Source-Agent mit 91 Entwicklern startet

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 05:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Block öffnet Desktop-Agent Berd als Open Source, Doubao erweitert Smartphone-Fernsteuerung und SpaceXAI startet Cloud-basierten Grok Bot in der Beta.

KI-Agenten im Aufwind: Open Source, mobile Steuerung und Cloud-Persistenz
Ein moderner, minimalistischer Arbeitsplatz mit einem Laptop und einem Smartphone auf einem Schreibtisch bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Entwicklung autonomer Agenten für die Arbeitsplatzproduktivität hat mit der Bereitstellung neuer Software-Architekturen an Dynamik gewonnen. Im Fokus stehen dabei Systeme, die komplexe Arbeitsabläufe direkt auf Betriebssystemebene oder über Cloud-Instanzen ausführen können. Ein zentraler Aspekt dieser Entwicklung ist die zunehmende Abkehr von geschlossenen Systemen hin zu offenen Standards und flexiblen Zugriffsmöglichkeiten über Mobilgeräte.

Open-Source-Strategien für Desktop-Agenten

Ein markanter Schritt in diesem Bereich erfolgte am 18. August 2026 durch das Unternehmen Block, das seine Desktop-Applikation Berd unter der Apache-2.0-Lizenz als Open-Source-Projekt zugänglich machte.

Die App, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in der Version 0.6.2 vorlag, wurde von insgesamt 91 Mitwirkenden entwickelt. Berd ist darauf ausgelegt, modell- und harness-übergreifend zu agieren, was eine breite Kompatibilität mit verschiedenen KI-Modellen ermöglichen soll.

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Technisch basiert Berd auf dem Framework Tauri 2 in Verbindung mit React 19. Für die Kommunikation nutzt die Anwendung Goose über das Agent Client Protocol (ACP). Ein wesentliches Merkmal der Architektur ist die lokale Speicherung des Konversationsverlaufs, was Datenschutzanforderungen im professionellen Umfeld adressieren soll.

Zur Identität der Agenten setzt die App auf animierte Charaktere, sogenannte Gloopies. Zudem besteht eine Verbindung zur Anwendung Buzz, um kollaborative Arbeitsprozesse zu unterstützen.

Erweiterte Fernsteuerung und virtuelle Desktop-Umgebungen

Parallel zu den Open-Source-Bestrebungen zeigen Entwicklungen im Bereich der mobilen Computersteuerung neue Wege für die hybride Arbeit auf. Die Plattform Doubao erweiterte Mitte August 2026 ihren bereits seit Juni bestehenden „Work Tasks“-Modus.

Diese Erweiterung erlaubt es Anwendern, lokale Bürorechner direkt über das Smartphone zu steuern. Nach einer Autorisierung über ein identisches Konto können Nutzer Anwendungen öffnen, Workflows ausführen und den Fortschritt der Aufgaben in Echtzeit auf dem Mobilgerät verfolgen.

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Zusätzlich startete Doubao einen virtuellen Desktop für Windows-Systeme. Diese Technologie basiert auf der Erkennung grafischer Benutzeroberflächen (GUI) und ist in der Lage, die Desktop-Oberfläche automatisch zu bedienen, ohne auf Programmierschnittstellen (APIs) oder Plugins angewiesen zu sein.

Das System beansprucht dabei weder die physische Maus noch die Tastatur des Host-Rechners. Als Anwendungsszenarien werden unter anderem die softwareübergreifende Erfassung von Dokumenten und die Verarbeitung von Code genannt. Im Rahmen von Enterprise-Plänen bietet die Plattform zudem MCP-Support und erweiterte Such-APIs mit Filtern für Autoritätsfelder an.

Persistente Agenten-Lösungen in der Cloud

Ein weiterer Ansatz in der Agenten-Technologie betrifft die Bereitstellung von dedizierten Cloud-Ressourcen für KI-Systeme. SpaceXAI veröffentlichte im August 2026 den Grok Bot in einer Beta-Phase.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Chatbots agieren diese Agenten persistent auf eigenen Cloud-Computern. Sie sind in der Lage, mehrstufige Aufgaben autonom über den Browser zu bewältigen, wobei eine direkte API-Integration in die Zielanwendungen nicht erforderlich ist.

Das System unterstützt die Koordination zwischen mehreren Agenten und bietet einen Beobachtungsmodus für die Nutzer. Der Zugriff auf diese Funktionen ist derzeit an spezifische Abonnements geknüpft, darunter SuperGrok Heavy, Cursor Ultra sowie Cursor Teams Premium.

Diese Entwicklung unterstreicht den Trend zu Systemen, die unabhängig von lokaler Hardware agieren und komplexe, browserbasierte Arbeitsvorgänge ohne manuelle Intervention abschließen können.

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