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Blockchain Dead Drops: Nordkorea steuert Malware ĂŒber Kryptoketten

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 12:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Chainalysis dokumentiert mehr Blockchain-BefehlskanÀle von Hackergruppen. Staatliche Akteure prÀgten im zweiten Quartal 2026 rund zwei Drittel.

Chainalysis: Hacker nutzen Blockchains verstÀrkt zur Malware-Steuerung
Ein dĂŒsterer, verlassener Industrieraum mit BetonwĂ€nden und einem einsamen Lichtstrahl, der auf eine leere Werkbank fĂ€llt. Illustration mit AI erstellt.

Staatlich gesteuerte Cyberkriminelle nutzen zunehmend öffentliche Blockchains als verdeckte KommunikationskanĂ€le zur Malware-Steuerung. Wie das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis in einem Bericht vom 18. September 2026 darlegt, setzt die mit Nordkorea verbundene Hackergruppe UNC5342 sogenannte Blockchain Dead Drops ein. Diese Methode dient dazu, kompromittierte GerĂ€te anzusteuern und gezielte Angriffe auf Entwickler von Krypto-Projekten durchzufĂŒhren.

Gezielte TĂ€uschung von Entwicklern

Die Gruppe UNC5342 nimmt vor allem FachkrÀfte aus der Blockchain-Branche ins Visier. Um Schadsoftware auf die GerÀte der Zielpersonen zu schleusen, verwenden die Angreifer gefÀlschte VorstellungsgesprÀche als Köder.

Haben die TĂ€ter auf diesem Weg Systeme infiltriert, greifen sie auf dezentrale Netzwerke zurĂŒck, um Anweisungen an die Schadprogramme zu ĂŒbermitteln. Zu den von UNC5342 genutzten Netzwerken zĂ€hlen TRON, Aptos sowie die BNB Smart Chain.

Bei dieser Technik, die an klassische tote BriefkÀsten aus der Spionage angelehnt ist, speichern Angreifer Befehle direkt in Transaktionsdaten oder Smart Contracts ab. Schadprogramme auf den infizierten Systemen lesen diese EintrÀge eigenstÀndig aus.

Die Steuerung erweist sich fĂŒr die Kriminellen als kostengĂŒnstig und widerstandsfĂ€hig: Bei einem Smart Contract auf der BNB Smart Chain verzeichnete UNC5342 in den ersten vier Monaten ĂŒber 20 Aktualisierungen, die im Schnitt lediglich 1,37 US-Dollar pro Update kosteten.

Deutlicher Anstieg bösartiger Blockchain-EintrÀge

Insgesamt identifizierte Chainalysis ĂŒber 15 Kampagnen mit Blockchain Dead Drops auf fĂŒnf großen öffentlichen Blockchains. Die Auswertung zeigt eine drastische Zunahme dieser Vorgehensweise: WĂ€hrend vor Mitte 2025 durchschnittlich 2,06 bösartige Blockchain-EintrĂ€ge pro Tag registriert wurden, kletterte dieser Wert im Anschluss auf durchschnittlich 11,1 pro Tag.

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Chainalysis stellte fest, dass dieser Anstieg zeitlich auf die Verbreitung chinesischer Open-Weight-LLMs ab dem Jahr 2025 folgte. Ein kausaler Zusammenhang mit kĂŒnstlicher Intelligenz ist laut Jardine jedoch nicht bestĂ€tigt.

Staatliche Akteure dominieren die Taktik

Die Analyse von Chainalysis verdeutlicht zudem die erhebliche Rolle staatlich gelenkter Spionage- und Sabotagegruppen. Staatliche Akteure zeichnen fĂŒr rund die HĂ€lfte aller AktivitĂ€ten im Zusammenhang mit Blockchain Dead Drops verantwortlich. Im zweiten Quartal 2026 entfielen sogar rund zwei Drittel der neu erfassten AktivitĂ€ten auf staatliche Gruppen.

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Neben nordkoreanischen Einheiten greifen auch andere Gruppierungen auf Ă€hnliche Methoden zurĂŒck. Wie aus einem Bericht vom 17. September 2026 hervorgeht, binden mit dem Iran verbundene Akteure gezielt Steuerungsanweisungen in Bitcoin-Transaktionen ein und nutzen das Bitcoin-Netzwerk als Befehlskanal.

Da EintrĂ€ge in öffentlichen Blockchains unverĂ€nderlich sind und nicht ohne Weiteres von einzelnen Anbietern gelöscht oder blockiert werden können, bieten sie Angreifern eine dauerhafte Infrastruktur zur BefehlsĂŒbermittlung.

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