Bluetooth-Kopfhörer, Kritische

Bluetooth-Kopfhörer: Kritische Sicherheitslücke zwingt 30 Produkte zum Update

20.06.2026 - 17:34:23 | boerse-global.de

Bose und Sonos verbessern ihre Modelle, während Nischenanbieter neue Akzente setzen. Eine kritische Sicherheitslücke in Airoha-Chips betrifft 30 Kopfhörer.

Bose, Sonos & Co.: Innovationsschub und Sicherheitslücke bei Bluetooth-Kopfhörern
Bluetooth-Kopfhörer - A pair of premium wireless over-ear headphones, one black and one white, displayed against a clean, minimalist background. 20.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während die etablierten Hersteller Bose und Sonos mit Design-Kooperationen und Software-Updates aufwarten, drängen Spezialisten wie Noble Audio und Fender mit Nischenprodukten ins Segment. Gleichzeitig schließt die gesamte Branche eine kritische Sicherheitslücke.

Bose setzt auf Kunst und Technik

Bose hat am Donnerstag eine Zusammenarbeit mit dem Design-Label KidSuper bekanntgegeben. Die neuen Editionen der QuietComfort Ultra-Kopfhörer erscheinen in blauen und violetten Farbvarianten mit auffälligen Grafiken. Sie ergänzen die bestehende Palette aus Schwarz, Weiß, Sand und Mitternachtsviolett.

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Die zweite Generation der QuietComfort-Serie bringt handfeste technische Verbesserungen. Erstmals unterstützen die Kopfhörer verlustfreies Audio über eine kabelgebundene USB-C-Verbindung. Der neue Bluetooth-5.4-Chip sorgt für stabilere Verbindungen. Besonders clever: Wer die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) deaktiviert, verlängert die Akkulaufzeit auf rund 45 Stunden.

Pünktlich zum Amazon Prime Day am 23. Juni sollen die Kopfhörer deutlich günstiger werden. Branchenbeobachter rechnen mit einem Preisnachlass von umgerechnet rund 60 Euro – statt knapp 420 Euro wären dann etwa 355 Euro fällig.

Sonos holt bei der Software auf

Sonos treibt die Integration seiner Ace-Kopfhörer ins Heimkino-System voran. Das 312 Gramm schwere Modell kostet rund 420 Euro und hat mit einem Update den TrueCinema-Modus erhalten. Die Funktion nutzt eine Sonos-Soundbar, um den räumlichen Klang an die jeweilige Raumakustik anzupassen. Neu ist zudem die Kompatibilität der TV-Audio-Übertragung mit Beam- und Ray-Soundbars sowie Android-Geräten.

Sonos-CEO Tom Conrad kündigte am Dienstag eine Beta-Version der Sonos-App an. Die Neuerung bringt eine tab-basierte Navigation und verbesserte Lautstärkeregler – eine direkte Reaktion auf die Kritik am umstrittenen Redesign der Plattform.

Die technische Ausstattung kann sich sehen lassen: Bluetooth 5.4, aptX Adaptive und eine Geräuschunterdrückung, die in Tests fast an das Niveau von Bose heranreicht. Die Akkulaufzeit liegt bei über 30 Stunden mit aktiviertem ANC.

Nischenplayer mischen den Markt auf

Innerhalb der letzten zwei Tage haben zwei Spezialisten neue Modelle vorgestellt. Noble Audio bringt den FoKus Artemis für umgerechnet rund 840 Euro auf den Markt. Der Hybrid-Kopfhörer kombiniert dynamische, ausgewuchtete Anker- und planare Treiber – eine Seltenheit in diesem Segment. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 50 Stunden.

Fender setzt mit den Mix Headphones (rund 280 Euro) auf Modularität. Ein versteckter USB-C-Dongle und ein bassbetontes Klangprofil sind die Markenzeichen. Die Akkulaufzeit erreicht beeindruckende 100 Stunden – allerdings nur ohne Geräuschunterdrückung. Tester bemängelten die Transparenz- und Mikrofonqualität im Vergleich zu Sony oder Bose.

Apple hatte im April die zweite Generation der AirPods Max vorgestellt. Für umgerechnet rund 510 Euro bieten sie den H2-Chip und eine 1,5-fach effektivere Geräuschunterdrückung als das Vorgängermodell. Sonys WH-1000XM6 aus dem Sommer 2025 gilt weiterhin als Benchmark – verzichtet aber auf USB-C-Audio, das Bose und Sonos inzwischen bieten.

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Sicherheitslücke zwingt Hersteller zum Handeln

Ein kritischer Sicherheitsmangel sorgt derzeit für Hektik in der Branche. Die Schwachstelle betrifft den RACE-Protokoll in Bluetooth-Chips des Herstellers Airoha. Mit einem CVSS-Score von 8,8 (maximal 10) gilt sie als hochgefährlich: Ein Angreifer in Bluetooth-Reichweite könnte theoretisch das Mikrofon betroffener Geräte anzapfen.

Rund 30 Produkte von Sony, Bose, JBL und Marshall sind betroffen. Die Hersteller haben mit Firmware-Updates reagiert. Apple veröffentlichte bereits am Dienstag einen Patch für die Beats Studio Buds. Auch Sony, Bose und Marshall haben Sicherheitsupdates ausgerollt. Die AirPods Pro 2 und 3 sind nicht betroffen – sie verwenden eigene Chipsätze.

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