Blutdruck-Messung, TÜV

Blutdruck-Messung: TÜV zertifiziert manschettenlose Hilo-Armband

Veröffentlicht am: 23.06.2026 um 12:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Hilo-Armband erhĂ€lt die Klasse-2a-Zulassung fĂŒr manschettenlose Blutdruckmessung. Neue Technologien wie Bioimpedanz und KI verbessern die PrĂ€zision von Wearables.

Hilo-Armband: Medizinprodukt-Zertifizierung fĂŒr Blutdruckmessung
Ein schlankes, futuristisches Wearable am Handgelenk einer Person, das subtil mit Datenvisualisierungen leuchtet. Illustration mit AI erstellt.

Der TÜV SĂŒd gab heute grĂŒnes Licht fĂŒr die manschettenlose Blutdruckmessung am Handgelenk. Die Technologie verspricht eine kontinuierliche Erfassung der Werte im Alltag – ohne lĂ€stiges Aufpumpen.

Der Bedarf ist enorm: Nur 40 Prozent der Deutschen kennen die gĂŒltigen Blutdruck-Grenzwerte. Bei einer aktuellen Umfrage lag der Medianwert der Teilnehmer bei 162/101 mmHg – das entspricht einer schweren Hypertonie.

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Messen per Bioimpedanz und KI

Die klassische Manschette hat ausgedient. Stattdessen setzen die Entwickler auf neue physikalische Verfahren. Ein am vergangenen Sonntag vorgestelltes Konzept nutzt Bioimpedanz-Messung: Ein schwacher Strom durchfließt das Gewebe, Machine Learning und Fluiddynamik berechnen daraus die komplette Blutdruck-Wellenform – nicht nur die systolischen und diastolischen Werte.

ErgĂ€nzend dazu erhielt ein Doppelring-Tensiometer das deutsche Patent AZ 10 2025 002.744. Es behebt methodische Fehler frĂŒherer Ringverfahren durch eine direkte Lösung der Young-Laplace-Gleichung. Das ermöglicht prĂ€zise Messungen mit Probenvolumina unter einem Milliliter.

Wichtig: Die Wearables ersetzen keine Ă€rztliche Therapieentscheidung. Sie dienen der prĂ€ventiven Überwachung und liefern eine Datenbasis fĂŒr Diagnosen. ZusĂ€tzliche Funktionen wie Schritttracking und Schlafanalyse sind meist an Bord.

Wearable-Daten retten Leben

Die Zahlen sprechen fĂŒr sich: Eine Auswertung von 14 Studien mit ĂŒber 1.000 Erwachsenen zeigt, dass Fitness-Tracker die Bewegung von Herzpatienten ankurbeln. Im Schnitt legten sie tĂ€glich 1.100 Schritte mehr zurĂŒck und absolvierten vier Minuten zusĂ€tzliche moderate bis intensive Belastung.

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Seit gestern fließen Wearable-Daten in den Neko Health Scan ein. Die einstĂŒndige Untersuchung berĂŒcksichtigt Schritte, Schlaf und HerzfrequenzvariabilitĂ€t – um frĂŒhzeitig metabolische Erkrankungen oder kardiologische Risiken zu erkennen.

Wie genau sind die Sensoren?

Der Markt trennt sich zunehmend in Lifestyle-Produkte und medizinnahe GerÀte. Die Genauigkeit variiert: Die AirPods Pro 3 messen die Herzfrequenz mit 1,67 Prozent Abweichung vom Referenz-Brustgurt, die Apple Watch Series 11 liegt bei 0,98 Prozent.

Die im Juni eingefĂŒhrte Honor Watch 6 setzt auf 3.000 Nits Displayhelligkeit und bis zu 35 Tage Akkulaufzeit – fĂŒr echte Dauermessung im Alltag.

Parallel forscht die Industrie am nicht-invasiven Diabetes-Management. CE-zertifizierte Systeme wie Dexcom G7 oder FreeStyle Libre 2 und 3 liefern bereits prĂ€zise Werte. Pilotstudien mit textilintegrierten Sensoren in Handschuhen oder Socken erreichen laut Forschungsberichten 99 Prozent Genauigkeit – die behördliche Zulassung steht allerdings noch aus.

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