Blutdrucksenker, Sartane

Blutdrucksenker: Sartane mit Kalziumblockern senken Abbruchrisiko um 39%

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 06:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Vor Reisen sollten Ältere ihre Blutdruckmedikation prüfen lassen. Eine JAMA-Studie zeigt Vorteile von Sartanen-Kombinationen bei Hitze.

Blutdruck vor Reisen: Neue Studie zu Sartanen und Hitze-Risiken
Ältere Person misst in einem modernen Flughafen-Lounge-Bereich mit einem tragbaren Gerät ihren Blutdruck. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ältere Menschen sollten vor Reiseantritt ihre Blutdruckmedikation überprüfen lassen. Tropenmediziner wie Tomas Jelinek empfehlen im Juli 2026 eine mögliche Dosisreduktion. Grund sind die klimatischen Bedingungen in Urlaubsregionen, die den Kreislauf stark belasten können. Eine zu hohe Dosierung droht sonst in eine Hypotonie zu kippen.

Was Urlauber vor der Abreise klären sollten

Neben der medizinischen Abstimmung zählt auch die Organisation. Fachberater raten zu einer Auslandskrankenversicherung, die für Einzelpersonen zwischen 10 und 30 Euro pro Jahr kostet. Ebenfalls sinnvoll: eine Patientenverfügung – auch wenn sie im Ausland nicht immer rechtlich bindend ist.

Neue Studienergebnisse: Welche Blutdrucksenker besser vertragen werden

Eine Metaanalyse der Fachzeitschrift JAMA mit über 159.000 Probanden aus mehr als 700 Studien liefert klare Ergebnisse: Sartane senken das Risiko eines Therapieabbruchs um 27 Prozent im Vergleich zu Placebo. Noch besser schneidet die Kombination von Sartanen mit Kalziumkanalblockern ab – hier sinkt das Abbruchrisiko um 39 Prozent.

Andere Wirkstoffe schneiden deutlich schlechter ab. Kalziumkanalblocker allein erhöhen das Risiko um 43 Prozent, die Kombination aus ACE-Hemmern und Kalziumkanalblockern um 46 Prozent. Betablocker plus Thiazide steigern es sogar um 58 Prozent.

Der Markt entwickelt sich parallel. Für Losartan wurde 2025 ein Volumen von 1,49 Milliarden US-Dollar verzeichnet, bis 2030 werden 1,83 Milliarden US-Dollar erwartet. Bereits im Frühjahr 2025 ließ die FDA eine flüssige Form von Losartan zu.

Hitze als Gesundheitsrisiko für Senioren

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Wer vor dem Urlaub seine Blutdruckmedikation überprüft, vermeidet gefährliche Kreislaufprobleme. Die neue JAMA-Studie zeigt: Sartane mit Kalziumblockern senken das Abbruchrisiko um 39%. Unser kostenloser Reise-Check hilft Ihnen, Ihre Medikation optimal anzupassen. Reise-Check jetzt anfordern

Die Lagerung von Medikamenten wird bei hohen Temperaturen zum Problem. Das R+V-Infocenter empfiehlt 15 bis 25 Grad Celsius für die meisten Arzneimittel. Bei extremer Hitze können Zäpfchen oder Cremes schmelzen, bei Asthmasprays droht gefährlicher Druckanstieg. Insulin muss in Kühltaschen transportiert werden – ohne einzufrieren.

Forscher von Helmholtz München und der Universität Augsburg warnen zudem vor extremer nächtlicher Hitze. Sie steigert das Schlaganfallrisiko um etwa 7 Prozent, besonders bei Senioren und Frauen. Hitzeperioden führen häufiger zu Herzinfarkten und Vorhofflimmern. Daten des RKI belegen: Bis Ende Juni 2026 wurden bereits mehr als 5.000 Hitzetote registriert.

Rückrufe und regulatorische Maßnahmen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verlängerte das Ruhen der Zulassungen für Irbesartan-Präparate der HEC Pharm bis August 2028. Grund sind Unregelmäßigkeiten bei Studien eines indischen Dienstleisters. Zudem rief der Hersteller 089Pharm im Juli 2026 insgesamt 36 Chargen des Blutdrucksenkers Ramipril (5 mg) zurück – die Bruchfestigkeit der Tabletten war beeinträchtigt.

Neue Studien und Verfahren

Die Radiance-II-Studie (Juli 2026) zeigt: Eine renale Denervation kann den Blutdruck über mindestens zwei Monate senken. Die FIND-CKD-Studie (Juni 2026, NEJM) belegt zudem, dass der Wirkstoff Finerenon den Abfall der Nierenfunktion auch bei Patienten ohne Diabetes verlangsamt.

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Hitzeperioden erhöhen das Schlaganfallrisiko um 7% – besonders bei Senioren. Lagern Sie Ihre Medikamente richtig (15–25 °C) und passen Sie die Dosis vor Reisen an. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihre Blutdrucksenker sicher durch den Sommer bringen. Hitze-Leitfaden sichern

Kreuzfahrt: Corona-Isolation ist kein Reisemangel

Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied im Juli 2026: Eine Isolation in der Kabine nach positivem Corona-Test auf einer Kreuzfahrt stellt keinen Reisemangel dar. Die Richter wiesen die Klage eines Passagiers auf Rückzahlung des Reisepreises ab. Die Maßnahme sei der persönlichen Sphäre zuzurechnen, die Reederei müsse nicht ungefragt eine Ausschiffung anbieten.

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