Bluthochdruck, DASH-DiÀt

Bluthochdruck: DASH-DiÀt senkt Sterberisiko um 12 Prozent

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 13:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien zeigen Vorteile von DASH-ErnĂ€hrung, Salzersatz und konsequenter Blutdrucksenkung fĂŒr Herz-Kreislauf-System und Demenzrisiko.

Bluthochdruck senken: ErnĂ€hrung schĂŒtzt Herz, GefĂ€ĂŸe und Gehirn
Frisches GemĂŒse und ein Glas GemĂŒsesaft auf einem Holztisch als Symbol fĂŒr eine herzgesunde ErnĂ€hrung. Illustration mit AI erstellt.

Die Kontrolle des Blutdrucks gilt als eine der zentralen SĂ€ulen in der PrĂ€vention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Laut Daten des Dr. Jacobs Instituts aus dem Jahr 2021 ist Bluthochdruck weltweit fĂŒr jĂ€hrlich rund 8,5 Millionen TodesfĂ€lle verantwortlich.

In Deutschland sind schÀtzungsweise 20 bis 30 Millionen Menschen betroffen. Aktuelle wissenschaftliche Analysen und Expertenempfehlungen unterstreichen dabei die Wirksamkeit der DASH-DiÀt (Dietary Approaches to Stop Hypertension) sowie weiterer gezielter ErnÀhrungs- und Lebensstilanpassungen.

Die Rolle der DASH-DiÀt und pflanzlicher ErnÀhrung

Die DASH-DiĂ€t fokussiert sich auf eine gemĂŒse- und obstreiche ErnĂ€hrung mit reduziertem Fett- und Salzgehalt. Eine groß angelegte US-Studie aus dem Jahr 2017, an der 74.000 Probanden teilnahmen, verdeutlichte das Potenzial dieses Ansatzes: Demnach könne bereits die Umsetzung von lediglich 20 Prozent der DASH-Empfehlungen das Sterberisiko um 12 Prozent senken.

ErgÀnzende Erkenntnisse lieferte eine auf dem 80. Kongress der Japan Society of Nutrition and Food Science im Jahr 2026 vorgestellte Untersuchung des Herstellers Kagome.

In der zwölfwöchigen Studie mit 274 Arbeitern wurde nachgewiesen, dass die Kombination aus Information und dem Konsum von GemĂŒsegetrĂ€nken das Natrium-Kalium-VerhĂ€ltnis im Urin signifikant verbessere. In beiden Interventionsgruppen sei zudem eine Steigerung des GemĂŒsekonsums beobachtet worden.

Salzreduktion und alternative AnsÀtze

Ein kritischer Faktor bleibt die Kochsalzzufuhr. WĂ€hrend die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) eine Höchstmenge von 6 Gramm pro Tag empfiehlt, zeigen Daten der DEGS-Studie, dass 50 Prozent der MĂ€nner und 38,5 Prozent der Frauen in Deutschland mehr als 10 Gramm tĂ€glich konsumieren. Bereits eine einzelne Portion RĂ€ucherlachs könne mit 1,5 bis 2 Gramm Salz einen erheblichen Teil der Tageshöchstmenge abdecken.

Als effektive Alternative zur herkömmlichen Salzzufuhr erwies sich in einer chinesischen Untersuchung mit 21.000 Teilnehmern ein spezielles Blutdrucksalz mit einem Anteil von 25 Prozent Kaliumchlorid. Die Verwendung dieses Ersatzes habe das Schlaganfallrisiko um 15 Prozent reduziert.

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Neue Erkenntnisse zu SĂŒĂŸstoffen und DemenzprĂ€vention

Im Rahmen des Kongresses der European Society of Cardiology (ESC) im Jahr 2026 wurden kritische Beobachtungen zum Konsum von SĂŒĂŸstoffen thematisiert. Eine sechsjĂ€hrige Beobachtungsstudie aus Kanada sowie eine 30-jĂ€hrige Untersuchung aus dem Vereinigten Königreich deuteten auf einen Zusammenhang zwischen hohen Xylitwerten im Blut und einem erhöhten Risiko fĂŒr Herzinfarkte oder SchlaganfĂ€lle hin.

In der kanadischen Kohorte lag das Risiko um 57 Prozent höher, in der britischen um 18 Prozent. Forscher gaben an, dass Xylit möglicherweise BlutplĂ€ttchen aktivieren könne, betonten jedoch, dass die Beobachtungsstudie keinen Beweis fĂŒr eine KausalitĂ€t liefere.

Bereits eine Studie in der Fachzeitschrift Nature Medicine aus dem Jahr 2023 hatte auf erhöhte Risiken durch Erythrit hingewiesen, wenngleich die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) hierzu keinen direkten Kausalzusammenhang bestĂ€tigte.

Einen positiven Effekt einer intensiven Blutdrucksenkung belegte die CRHCP-Studie, die ebenfalls 2026 beim ESC-Kongress prĂ€sentiert wurde. Über einen Zeitraum von sieben Jahren wurden 33.995 Personen in 326 Dörfern untersucht.

Eine Senkung des systolischen Blutdrucks auf einen Zielwert von unter 130/80 mmHg reduzierte das Demenzrisiko um 15 Prozent. Die systolischen Werte in der Interventionsgruppe sanken dabei durchschnittlich um 17,6 mmHg, wĂ€hrend in der Kontrollgruppe lediglich ein RĂŒckgang von 2,4 mmHg verzeichnet wurde.

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PrĂ€ventive Maßnahmen und Richtwerte

Neben der ErnĂ€hrung bleibt die körperliche AktivitĂ€t entscheidend. Experten zufolge könne bereits ein Pensum von 150 Minuten zĂŒgigem Gehen pro Woche das Risiko senken. Die aktuellen ESC-Leitlinien definieren zudem Zielwerte fĂŒr Blutfette: Der LDL-Wert sollte demnach unter 116 mg/dl liegen.

Ein weiterer Aspekt der GefĂ€ĂŸgesundheit betrifft Vitamin K2 (MK-7). Eine zweijĂ€hrige Studie mit 180 Teilnehmern zeigte, dass dieses Vitamin die GefĂ€ĂŸverkalkung um 25 Prozent verlangsamen könne, wobei bestehende Plaques nicht zurĂŒckgebildet wurden. NatĂŒrliche Quellen fĂŒr Vitamin K2 sind unter anderem Natto, Tempeh, Eigelb und Sauerkraut.

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