Bluthochdruck: Eine Handvoll Nüsse senkt Risiko um 26 Prozent
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 19:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine umfassende Untersuchung wissenschaftlicher Daten hat neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Herz-Kreislauf-Gesundheit geliefert.
Wie aus einer Anfang August 2026 im Fachmagazin British Journal of Nutrition veröffentlichten Metaanalyse hervorgeht, kann der regelmäßige Verzehr von Nüssen das Risiko für die Entstehung von Bluthochdruck (Hypertonie) maßgeblich reduzieren. Die Auswertung basiert auf den Daten von mehr als 143.000 Teilnehmern aus insgesamt acht verschiedenen Studien.
Umfangreiche Datenbasis aus acht internationalen Studien
Hinter der Untersuchung stehen Forscher der Organisation Plant-Based Health Professionals UK sowie des Imperial College London. Geleitet wurde die wissenschaftliche Auswertung von Shireen Kassam von der Universität Winchester und Dagfinn Aune vom Imperial College London. In die Analyse flossen Informationen von 143.000 Personen ein, von denen 20.665 bereits an einer diagnostizierten Hypertonie litten.
Die Ergebnisse verdeutlichen einen statistischen Zusammenhang zwischen der Menge der konsumierten Nüsse und der Wahrscheinlichkeit, an Bluthochdruck zu erkranken. Den Berechnungen der Forscher zufolge senkt ein regelmäßiger Nussverzehr das allgemeine Risiko für Hypertonie um durchschnittlich etwa 16 Prozent. Dieser Effekt verstärkt sich bei einer konkreten täglichen Zufuhr.
Optimale Verzehrmenge für präventive Effekte
Die Analyse konkretisiert die präventive Wirkung anhand spezifischer Verzehrmengen. Bei einer täglichen Aufnahme von 28 g Nüssen konnte eine Senkung des Risikos um 20 Prozent beobachtet werden. Ein noch deutlicherer Effekt zeigte sich bei einer Menge von 30 g pro Tag: Hier lag das Risiko für Bluthochdruck um 26 Prozent niedriger als bei Personen, die vollständig auf den Verzehr von Nüssen verzichteten.
Wer seinen Blutdruck über die Ernährung positiv beeinflussen möchte, kann neben Nüssen noch weitere gezielte Lebensmittel nutzen. Dieser kostenlose Ratgeber stellt 7 Rezepte vor, mit denen Betroffene ihre Werte auf natürliche Weise regulieren können. 7 Rezepte zur natürlichen Blutdrucksenkung jetzt kostenlos herunterladen
Shireen Kassam und Dagfinn Aune konkretisierten diese Empfehlung dahingehend, dass bereits eine tägliche Handvoll Nüsse – was in etwa einer Menge von 30 bis 35 g entspricht – ausreicht, um das Hypertonie-Risiko um besagte 26 Prozent gegenüber einem Verzicht zu senken.
Die Daten deuten zudem darauf hin, dass eine Steigerung des Konsums über diese Mengen hinaus keinen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen in Bezug auf den Blutdruck erbringt. Die positiven Effekte scheinen demnach bei einer Menge von rund einer Handvoll pro Tag ihr Maximum zu erreichen.
Globale Bedeutung der Hypertonie-Prävention
Die Bedeutung solcher ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse wird durch die weltweiten Krankheitszahlen unterstrichen. Laut den im Rahmen der Studie angeführten Daten sind global mehr als 1,4 Milliarden Menschen von Bluthochdruck betroffen.
Da Bluthochdruck oft unbemerkt bleibt, ist eine frühzeitige Prävention und Information über natürliche Stellschrauben für viele Betroffene entscheidend. Ein renommierter Medizinprofessor zeigt in diesem Spezialreport 7 Tipps auf, wie Sie Ihren Blutdruck dauerhaft und ohne Medikamente in den Griff bekommen. Gratis-Spezialreport: 7 Tipps zur natürlichen Blutdrucksenkung sichern
In Frankreich beläuft sich die Zahl der Betroffenen auf etwa 17 Millionen. Da Hypertonie als einer der wesentlichen Risikofaktoren für schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte gilt, kommt der Prävention durch Lebensstilfaktoren eine hohe Bedeutung zu.
Die Autoren der Metaanalyse weisen darauf hin, dass die statistischen Auswertungen auf Beobachtungsstudien beruhen. Obwohl die Datenlage einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Nusskonsum und der Blutdruckregulation aufzeigt, betonen Fachleute, dass solche Beobachtungen keine endgültigen Beweise für eine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung liefern können, da verbleibende Störfaktoren in den zugrunde liegenden Studien nicht vollständig ausgeschlossen werden können.
Dennoch liefern die Ergebnisse der Forscher des Imperial College London und der Universität Winchester eine fundierte Basis für präventive Ernährungsempfehlungen.
