Bluthochdruck-Risiko: Fruchtsaft und Softdrinks um 52% gefÀhrlicher
23.06.2026 - 13:42:39 | boerse-global.de
Kinder, die regelmĂ€Ăig Softdrinks oder FruchtsĂ€fte trinken, haben als Erwachsene ein deutlich höheres Risiko fĂŒr Bluthochdruck.
Fruchtsaft ist kein gesunder Durstlöscher
Die im Fachjournal Circulation veröffentlichte Untersuchung lief ĂŒber 25 Jahre. Forscher der UniversitĂ€t Toronto analysierten die Daten von knapp 26.000 Kindern und Jugendlichen. Die Probanden waren zu Beginn im Schnitt 12 Jahre alt, am Ende der Studie 36.
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Das Ergebnis: Kinder zwischen 9 und 16 Jahren, die tĂ€glich zwei oder mehr Portionen zuckerhaltige GetrĂ€nke konsumierten, hatten spĂ€ter ein um 52 Prozent höheres Risiko fĂŒr Bluthochdruck. Eine Portion entspricht dabei etwa 355 Millilitern.
Besonders ĂŒberraschend: Auch Fruchtsaft ist riskant. Schon 1,5 Portionen tĂ€glich (etwa 237 Milliliter) erhöhten das Risiko um 35 Prozent. Bei Orangensaft stieg das Risiko mit jeder zusĂ€tzlichen Portion um rund 20 Prozent.
Ganze FrĂŒchte schĂŒtzen
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Der Austausch der GetrĂ€nke bringt deutliche Vorteile. Wer zuckerhaltige Softdrinks durch ganze FrĂŒchte ersetzt, senkt das Risiko um 22 Prozent. Wird Fruchtsaft gegen frisches Obst getauscht, sinkt es um 19 Prozent.
Auch andere Alternativen helfen: Milch statt Softdrinks reduziert das Risiko um 13 Prozent, Wasser um 9 Prozent.
Die Forscher vermuten: Der fehlende Ballaststoffgehalt in flĂŒssigen Fruchtprodukten könnte der Grund sein. Der Körper verarbeitet Fruchtzucker ohne Ballaststoffe anders â mit langfristigen Folgen fĂŒr das GefĂ€Ăsystem.
