Bodyshaming: Diana Eva Thiel verarbeitet 60 Kilo Gewichtsschwankungen im Buch
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 00:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der aktuellen Ratgeberliteratur und psychologischen Fachpraxis gewinnen Methoden zur Steigerung der psychologischen Flexibilität sowie der kreativen Resilienz zunehmend an Bedeutung. Diese Kompetenzen werden als zentrale Voraussetzungen für das langfristige mentale Wohlbefinden und die Bewältigung moderner Belastungsfaktoren eingestuft.
Mehrere Neuerscheinungen beleuchten derzeit unterschiedliche Ansätze, die von systemischen Modellen über körperorientierte Verfahren bis hin zu Erkenntnissen aus dem Spitzensport reichen.
Systemische Ansätze und körperliche Wahrnehmung
Ein zentraler Aspekt in der Förderung mentaler Widerstandskraft ist die Differenzierung innerer Prozesse. Karin Kelterbaum stellt hierzu in ihrem für den 12. Oktober 2026 angekündigten Buch „Die Bühne der inneren Anteile“ ein Drei-Stufen-Modell vor.
Der im GOLD Verlag erscheinende Ratgeber beschreibt die gezielte Wahrnehmung von Gefühlen, die Beobachtung körperlicher Signale sowie das Erkennen innerer Stimmen.
Ein methodischer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit sogenannten Bodenankern. Diese dienen dazu, die Positionen und Beziehungen verschiedener Anteile innerhalb eines „inneren Teams“ zu visualisieren und dadurch Handlungsspielräume zu erweitern.
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Einen komplementären Weg schlägt Hiekyoung Blanz mit ihrer Methode „IntuiMotion“ vor. In ihrem Werk „Die Kunst, im Hier und Jetzt zu leben“ distanziert sie sich explizit von klassischer psychologischer Analyse, gängigen Selbstoptimierungskonzepten oder spirituellen Glaubenssystemen.
Stattdessen setzt der Ansatz auf die unmittelbare Körpererfahrung durch sanfte Übungen, intuitive Bewegungen und Momente der Stille. Diese Praktiken werden teils durch Musik oder den Aufenthalt in der Natur unterstützt. Ergänzend zur schriftlichen Anleitung bietet Blanz Übungsimpulse über digitale Kanäle wie YouTube und einen eigenen Podcast an.
Lehren aus dem Leistungssport und Kritik an der Passivität
Die Übertragung von Strategien aus dem Hochleistungssport auf den Alltag ist Gegenstand einer Kooperation der ehemaligen Leichtathletinnen Heike Henkel und Heike Drechsler.
In ihrem Werk „Heike & Heike – Zwei Seiten einer Medaille“, das im Mentoren-Media-Verlag veröffentlicht wurde, reflektieren die beiden Olympiasiegerinnen von 1992 über mentale Stärke, Teamarbeit und Veränderungsprozesse. Das 212 Seiten umfassende Softcover ist für 20 Euro im Handel erhältlich (ISBN 978-3-98641-353-8).
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Kritische Töne zur aktuellen Achtsamkeitskultur schlagen Young Ho Kim und Anna Herz in ihrem für den 2. November 2026 geplanten Buch „Dont Go with the Flow“ an. Kim, der seit 25 Jahren in der Yogabranche tätig ist und das Konzept „Inside Flow“ entwickelte, warnt darin vor einer Fehlinterpretation des „Flow“-Begriffs.
Das Autorenduo argumentiert, dass das populäre Credo „Go with the Flow“ in Passivität umschlagen könne. Als Gegenmodell übertragen sie den klassischen Achtgliedrigen Pfad der Yoga-Philosophie auf die Anforderungen des modernen Alltags, um aktives Handeln zu fördern.
Resilienz im Kontext von Identität und Gesellschaft
Weitere Publikationen widmen sich der Resilienz im Kontext spezifischer Lebenssituationen oder allgemeiner menschlicher Eigenarten. Diana Eva Thiel behandelt in ihrem Ende September 2026 erschienenen Erstlingswerk „Survival – Handbuch für Curvy Ladies“ den Umgang mit Bodyshaming und externen Körperbewertungen.
Die Autorin, die selbst von Gewichtsschwankungen in einer Größenordnung von insgesamt 60 Kilogramm berichtet, kombiniert psychologisches Fachwissen mit persönlichen Erfahrungen. Parallel zur Veröffentlichung bietet sie entsprechende Coaching-Dienstleistungen im Raum Augsburg an.
Einen breiter gefassten Blick auf das Menschsein unternimmt Matthias Strolz in seinem bei der Edition Platin erschienenen Werk „Homo Universus“. Auf rund 400 Seiten versucht der Autor, Wege zur Neuentdeckung des Menschseins aufzuzeigen. Rezensionen beschreiben das Buch als gut lesbar und punktuell klug, merken jedoch kritisch an, dass komplexe Fragestellungen teils geglättet würden und die Tiefe hinter dem selbstgesetzten Anspruch zurückbleibe.
Einen experimentellen Ansatz verfolgten Hans-Werner Aschoff, Hergen Schelling und Marco Julius bei der Erstellung des Titels „Tun und Lassen“. In Zusammenarbeit mit einer Künstlichen Intelligenz entstanden 100 Texte zu insgesamt 25 menschlichen Eigenarten, die Themenbereiche vom Wohnen bis zum Spielen abdecken. Das Werk wurde durch Illustrationen von Verena Bornholt-Sieling ergänzt.
