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Boston Dynamics: 25.000 Atlas-Roboter in Hyundai-Werken geplant

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 08:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Boston Dynamics betreibt sein Robotikzentrum in Georgia vollstÀndig. Hyundai plant 25.000 Atlas-Einheiten und einen neuen US-Produktionsstandort.

Boston Dynamics startet RMAC fĂŒr Atlas-Roboter in Georgia
Eine moderne, weitlĂ€ufige Industriehalle mit polierten Betonböden und automatisierten Fertigungsstraßen bei natĂŒrlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Im Vorfeld einer neuen Dokumentation ĂŒber die Weiterentwicklung humanoider Roboter hat Boston Dynamics den Vollbetrieb seines Robotics Metaplant Application Center, kurz RMAC, aufgenommen.

Die Einrichtung befindet sich auf dem GelÀnde der Hyundai Motor Group Metaplant America bei Savannah im US-Bundesstaat Georgia und ging nach einer seit Juni 2026 laufenden Pilotphase nun vollstÀndig an den Start.

Am 30. September erscheint dazu der Film Inside the Robotics Race, den das Robotikunternehmen gemeinsam mit Bloomberg Media Studios produziert hat und der den praktischen Industrie-Einsatz beleuchtet.

Reale Trainingsumgebung fĂŒr humanoide Roboter

In dem neuen Anwendungszentrum durchlaufen die humanoiden Atlas-Roboter von Boston Dynamics Trainingsprogramme unter realen Produktionsbedingungen. Im Fokus stehen dabei vor allem Aufgaben der Logistikvorbereitung sowie die Teile-Sequenzierung fĂŒr die Fahrzeugfertigung. Um die AblĂ€ufe direkt vor Ort zu betreuen, zogen mehrere Mitarbeiter vom bisherigen Entwicklungsstandort in Waltham nach Georgia.

Zack Jackowski, leitender Produkt- und Technologievorstand bei Boston Dynamics, stufte die Initiative als wegweisenden Schritt ein, um physische KĂŒnstliche Intelligenz im industriellen Maßstab zu etablieren.

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Nach den derzeitigen Planungen soll Atlas im Jahr 2028 im Werk der Metaplant America mit der Teile-Sequenzierung beginnen. Bis 2030 ist die Montage von Komponenten vorgesehen, bevor der Roboter zu einem spĂ€teren Zeitpunkt auch monotone und körperlich schwere Hebearbeiten ĂŒbernehmen soll.

FĂŒr das Trainingszentrum ist bereits eine deutliche VergrĂ¶ĂŸerung avisiert: Im Jahr 2027 soll das RMAC in ein neues GebĂ€ude auf demselben Campus umziehen, das ĂŒber die rund zehnfache FlĂ€che verfĂŒgt. Parallel dazu sollen ab 2027 die Datensammlung sowie das Spektrum der erprobten Fertigungsaufgaben erweitert werden.

Hyundais SkalierungsplÀne und innerbetriebliche Spannungen

Boston Dynamics gehört seit Juli als hundertprozentige Tochtergesellschaft zur Hyundai Motor Group. Der sĂŒdkoreanische Automobilkonzern verfolgt ambitionierte PlĂ€ne fĂŒr die Technologie: In den kommenden Jahren plant Hyundai den Einsatz von 25.000 Atlas-Einheiten in den weltweiten FertigungsstĂ€tten von Hyundai und Kia.

ErgĂ€nzend dazu bereitet die Hyundai Motor Group den Bau einer neuen US-ProduktionsstĂ€tte vor, die auf eine JahreskapazitĂ€t von 30.000 Robotern ausgelegt sein soll. Der genaue Standort fĂŒr diese Fabrik wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Der geplante Einzug der humanoiden Roboter in die Werkshallen verlÀuft jedoch nicht ohne Gegenwind. Innerhalb der Hyundai Motor Group regte sich Widerstand der Belegschaft: Im Juli streikte die Gewerkschaft des Konzerns zeitweise gegen die Atlas-PlÀne.

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KundengesprÀche und Ausbau am Stammsitz

Neben der Integration bei Hyundai treibt Boston Dynamics auch Partnerschaften mit anderen Akteuren voran. Zwar liegt der aktuelle Hauptfokus des Unternehmens auf der Hyundai Motor Group und Google DeepMind, dennoch besteht zusÀtzliches Interesse am Markt.

Boston Dynamics fĂŒhrt bereits GesprĂ€che mit bestehenden Anwendern seiner Roboter Spot und Stretch, um ab 2027 auch dort Trainings fĂŒr den Einsatz von Atlas vorzubereiten. Das Spektrum reicht von der klassischen Fertigung ĂŒber Halbleiter, Luftfahrt und Logistik bis hin zur Lebensmittelindustrie und den Biowissenschaften.

Parallel zu den AktivitÀten im US-Bundesstaat Georgia baut das Robotikunternehmen seinen Hauptsitz aus. Im Rahmen einer 100-Millionen-US-Dollar-Expansion plant Boston Dynamics eine zweite Immobilie am Standort Waltham, die bis zum Jahr 2033 insgesamt 1.250 neue ArbeitsplÀtze schaffen soll.

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