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Brain Fog: Warum Sudoku oft versagt und 60-Sekunden-Wortübungen helfen

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 22:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei hormonell bedingtem Brain Fog können zeitbasierte Wortübungen, Flashcards und Zusammenfassungen gezielt den Wissensabruf trainieren.
Ein ruhiger, sonnendurchfluteter Raum mit minimalistischer Einrichtung, der eine Atmosphäre von geistiger Klarheit vermittelt. Illustration mit AI erstellt.

Viele Menschen greifen bei mentaler Erschöpfung und kognitiven Aussetzern, dem sogenannten Brain Fog, zu klassischen Denksportaufgaben. Doch herkömmliche Gehirnjogging-Spiele verfehlen bei diesem Beschwerdebild oft ihren Zweck.

Dr. Rhonda Voskuhl, Neurologie-Professorin an der UCLA und Mitgründerin von Cleopatra RX, wies im September 2026 auf dem Livelong Women's Health Summit in New York darauf hin, dass generische Übungen wie Sudoku oder Zahlenrätsel keine wirksame Hilfe gegen Brain Fog darstellen.

Der Grund liege darin, dass diese Formate vor allem logisches und mathematisches Denken fordern, anstatt die tatsächlich betroffenen kognitiven Funktionen zu aktivieren. Auch ein Bericht von foxnews.com vom 25. Oktober 2026 verdeutlichte, dass allgemeine kognitive Spiele in diesen Fällen weit weniger bewirken als vielfach angenommen.

Kognitive Veränderungen bei hormonellem Wandel

Die Ursachen für Brain Fog liegen häufig in hormonellen Veränderungen, wie sie insbesondere während der Perimenopause und Menopause auftreten. Dr. Rhonda Voskuhl legte dar, dass bei einem Östrogenverlust wesentliche Bereiche der Kognition unverändert bleiben: Sowohl der Intelligenzquotient als auch das grundlegende logische Denkvermögen weisen demnach normale Werte auf.

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Die Einschränkungen konzentrieren sich vielmehr auf die verbale Merkfähigkeit – insbesondere auf das Erinnern von Wörtern und konkreten Namen – sowie auf die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung.

Neurologische Untersuchungen stützen diese Beobachtung. Voskuhl verwies auf Studien und Befunde aus der Magnetresonanztomografie, die eine Atrophie des Hippocampus sowie Probleme bei den funktionellen Verbindungen im Gehirn belegen.

Die Funktionsstörung liege dabei nicht im Abspeichern beziehungsweise der Enkodierung neuer Informationen. Betroffen sei stattdessen der aktive Abruf des Wissens aus dem Speicher. Informationen sind im Gehirn vorhanden, können jedoch in bestimmten Momenten nicht verzögerungsfrei abgerufen werden.

Gezieltes Training statt unspezifischer Denkspiele

Da die funktionellen Hürden primär den Abruf und verbale Prozesse betreffen, greifen zufällige Gehirnspiele zu kurz. Zielgerichtete kognitive Übungen seien laut den Ausführungen von Dr. Rhonda Voskuhl deutlich erfolgversprechender, müssen jedoch präzise auf die jeweilige Schwachstelle abgestimmt sein.

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Konkret empfahl die Neurologin zeitbasierte Wortübungen, die sich in 60-Sekunden-Einheiten absolvieren lassen. Dazu gehören beispielsweise Kategorie-Übungen, bei denen innerhalb einer Minute möglichst viele Wörter eines bestimmten Themenbereichs abgerufen werden müssen.

Ebenfalls wirksam seien das Trainieren mit Flashcards zum gezielten Faktenabruf sowie das unmittelbare, rasche Zusammenfassen von Inhalten, die kurz zuvor gelesen wurden. Derartige Trainingsformen beanspruchen genau jene Netzwerke des Gehirns, die für Sprachabruf und Verarbeitungstempo zuständig sind.

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