British Airways verschÀrft Powerbank-Regeln: Maximal zwei à 100 Wattstunden
30.05.2026 - 10:23:20 | boerse-global.deFeuerwehren und Fluggesellschaften verschĂ€rfen die Regeln fĂŒr Lithium-Ionen-Akkus â nach einer Serie von BrĂ€nden und ZwischenfĂ€llen.
Brennpunkt Alltag: Wenn Akkus zur Gefahr werden
Die Zahlen sind alarmierend: Allein in Toronto registrierte die Feuerwehr im Jahr 2025 insgesamt 90 BrĂ€nde, die auf Lithium-Ionen-Akkus zurĂŒckgingen. Drei weitere gröĂere VorfĂ€lle ereigneten sich innerhalb einer einzigen Maiwoche 2026 â darunter ein Brand in einem Recyclingzentrum und einer in einem E-Bike-Abstellbereich. Torontos Feuerwehrchef Jim Jessop spricht von einem ernsten urbanen Problem.
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Auch in den USA schlĂ€gt die Feuerwehr Alarm. Im Hillsborough County in Florida wurden in den vergangenen Jahren 30 MĂŒllwagenbrĂ€nde dokumentiert, die durch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus ausgelöst wurden. Allein in den ersten Monaten des Jahres 2026 gab es fĂŒnf solcher VorfĂ€lle.
Die gröĂten Risiken beim Laden
Die hĂ€ufigste Fehlerquelle: das Aufladen auf weichen UntergrĂŒnden. LĂ€dt man ein GerĂ€t auf Kissen oder Decken, können Temperaturen von bis zu 600 Grad Celsius entstehen. Die Feuerwehr empfiehlt daher, Akkus ausschlieĂlich auf harten OberflĂ€chen zu laden und sicherzustellen, dass Rauchmelder in den entsprechenden RĂ€umen funktionieren.
Ein weiteres Problem sind minderwerige LadegerĂ€te. Aktuelle Untersuchungen zeigen: Rund 98 Prozent der nachgemachten Marken-Netzteile fallen bei grundlegenden Sicherheitstests durch. Experten raten daher dringend zu zertifizierten LadegerĂ€ten mit USB-IF- oder PD-3.1-Zertifizierung. Diese enthalten Schutzschaltungen gegen Ăberspannung, Ăberstrom und KurzschlĂŒsse.
Schnellladen: Fluch oder Segen?
Hightech-LadegerĂ€te mit Galliumnitrid-Technologie (GaN) gelten als sicherer, da sie weniger WĂ€rme entwickeln. Branchenbeobachter argumentieren sogar, dass 100-Watt-Ladegeschwindigkeiten â wie sie etwa das Oppo Find X7 Ultra bietet â die Sicherheit erhöhen können. Der Grund: Nutzer laden ihre GerĂ€te tagsĂŒber schnell auf und vermeiden so riskante LadevorgĂ€nge ĂŒber Nacht.
Dass die Gefahr real ist, zeigt ein Vorfall vom 28. Mai: Ein Galaxy S25 FE fing wÀhrend des Ladevorgangs Feuer.
So bleiben Akkus lÀnger gesund
Um die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus zu verlÀngern, empfehlen Technikexperten, den Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent zu halten. StÀndiges Aufladen auf 100 Prozent oder vollstÀndiges Entladen auf null Prozent beschleunigt die chemische Alterung der Zellen.
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Moderne Smartphones verfĂŒgen ĂŒber eine âoptimierte Ladefunktion", die bei 80 Prozent pausiert. Auch die Temperatur spielt eine entscheidende Rolle: Direkte Sommersonne oder Temperaturen auĂerhalb des Bereichs von null bis 35 Grad können zu plötzlicher Entladung oder dauerhafter AufblĂ€hung des Akkus fĂŒhren. Wer auf kabelloses Laden setzt, sollte auf Qi2-zertifizierte StĂ€nder mit KĂŒhlfunktion achten â neuere Tests zeigen hier deutlich bessere WĂ€rmeableitung als bei Ă€lteren Modellen.
Strengere Regeln im Flugverkehr
Die Luftfahrtindustrie reagiert auf die wachsende Bedrohung. British Airways hat am 30. Mai 2026 neue Regeln fĂŒr Powerbanks erlassen: Sie dĂŒrfen weder im AufgabegepĂ€ck noch in den GepĂ€ckfĂ€chern ĂŒber den Sitzen verstaut werden. Pro Passagier sind maximal zwei Powerbanks mit einer KapazitĂ€t von jeweils 100 Wattstunden erlaubt. Das Aufladen wĂ€hrend des Fluges ist untersagt.
Der Schritt folgt auf einen Zwischenfall Anfang Mai, bei dem ein EasyJet-Flug nach Rom umgeleitet werden musste, nachdem eine Powerbank im Koffer eines Passagiers entdeckt worden war. Die US-Luftfahrtbehörde FAA verzeichnete fĂŒr 2025 insgesamt 39 batteriebedingte VorfĂ€lle an Bord. Auch die Lufthansa Group hat die Nutzung von Powerbanks wĂ€hrend des Fluges bereits eingeschrĂ€nkt â um das Risiko eines thermischen Durchgehens in der Kabine zu minimieren.
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