Brüssel, Neolix

Brüssel: Neolix plant bis Ende 2026 Tests mit fahrerlosen Lieferwagen

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 17:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zwei neue Robo-Vans ergänzen Neolix’ Angebot; eine iMile-Partnerschaft und ein geplanter Brüsseler Testbetrieb erweitern die Einsatzpläne.

Neolix zeigt Xolra 3 und 6 und plant Tests in Brüssel
Eine leere, moderne Wohnstraße bei Dämmerung, die den städtischen Raum für autonome Lieferungen veranschaulicht. Illustration mit AI erstellt.

Auf der Parcel+Post Expo 2026 in London hat der Entwickler autonomer Lieferfahrzeuge Neolix eine Live-Demonstration seiner Robo-Vans gezeigt und zwei neue Modelle präsentiert. Mit den Fahrzeugen Xolra 3 und Xolra 6 erweitert das Unternehmen sein Angebot für den fahrerlosen Warentransport auf der letzten Meile sowie zwischen Logistikknotenpunkten.

Zeitgleich treibt Neolix seine internationale Expansion voran: Neben einer weltweiten Partnerschaft mit dem Logistikdienstleister iMile bereitet das Unternehmen Testeinsätze auf europäischen Straßen vor.

Technische Spezifikationen der Xolra-Serie

Die beiden in London vorgestellten Lieferwagen unterscheiden sich maßgeblich in Kapazität und Reichweite, nutzen jedoch eine gemeinsame Sensorarchitektur. Beide Modelle sind mit zwölf Kameras sowie einem LiDAR-Sensor ausgestattet, um ihr Umfeld im Straßenverkehr autonom zu erfassen.

Das kleinere Modell Xolra 3 bietet ein Ladevolumen von 3 m³ und ist für eine Nutzlast von 520 kg ausgelegt, was rechnerisch Platz für etwa 400 bis 500 Pakete schafft. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h liegt die Reichweite bei 120 km; zudem unterstützt das Fahrzeug einen Batteriewechsel zur Verkürzung von Standzeiten.

Die größere Variante Xolra 6 verfügt über einen Laderaum von 6 m³ sowie eine Nutzlast von 1.000 bis 1.130 kg, wodurch bis zu 800 bis 1.000 Pakete transportiert werden können. Das Modell erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 60 km/h und eine Reichweite von 200 km.

Kooperation mit iMile zur Kostenreduktion

Parallel zu den Neuvorstellungen vereinbarte Neolix laut einem Bericht vom 24. September 2026 eine strategische Partnerschaft mit dem Logistikdienstleister iMile.

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Während der Entwickler Neolix bis Ende 2026 einen Testbetrieb seiner fahrerlosen Lieferwagen im Zentrum von Brüssel vorbereitet, steigt für Logistik-Entscheider der Druck, die eigene Flotte zu automatisieren. Unser kostenloser Leitfaden ordnet ein, welche Fahrzeugklassen für welche Zustellmengen taugen und welche Schritte ein Testbetrieb in der Innenstadt voraussetzt. Kostenlosen Leitfaden zur autonomen Zustellung anfordern

Das Vorhaben zielt auf autonome Lieferungen in Märkten in Europa, Lateinamerika und Australien ab und umfasst Bereiche wie den Onlinehandel, den klassischen Einzelhandel sowie Frische-Lieferketten. Das Netzwerk von iMile erstreckt sich über mehr als 30 Länder in Europa und Lateinamerika.

Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen autonome Fahrzeugflotten direkt mit Verteilzentren koordiniert werden. Geplant sind unter anderem Erprobungen zur nächtlichen Warenauffüllung sowie zu Belieferungen außerhalb der verkehrsreichen Spitzenzeiten. Bei einer späteren Ausweitung des Betriebs könnten die Kosten je Zustellung nach Unternehmensangaben um 30 bis 50 Prozent sinken.

Geplante Einsätze in Brüssel und bestehende Flotte

Neben den globalen Kooperationen bereitet Neolix konkrete Schritte im städtischen Raum Europas vor. Bis Ende 2026 plant das Unternehmen einen Testbetrieb seiner vollelektrischen, fahrerlosen Lieferwagen im Zentrum von Brüssel.

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Fahrermangel und steigende Kosten auf der letzten Meile lassen sich nicht länger aussitzen — geplante Kooperationen wie die zwischen Neolix und dem Logistikdienstleister iMile zielen laut Unternehmensangaben auf 30 bis 50 Prozent niedrigere Kosten je Zustellung bei ausgeweitetem Betrieb. Unser Leitfaden zeigt, wie Sie Robo-Van und Fahrer betriebswirtschaftlich vergleichen, bevor Sie investieren. Jetzt Kostenvergleich Robo-Van vs. Fahrer herunterladen

Die dort vorgesehenen Fahrzeuge bieten Ladevolumina von 3 bis 6 m³ beziehungsweise Kapazitäten für bis zu 1.000 Pakete und sollen flexibel für Warenauslieferungen oder die Abfallsammlung eingesetzt werden. Zuvor hatte Neolix seine Fahrzeuge bereits auf der Branchenmesse IAA Transportation in Hannover präsentiert.

Nach eigenen Angaben verfügt Neolix weltweit über eine Flotte von mehr als 27.000 Fahrzeugen, die je nach Berichtsstand in über 300 bis 320 Städten und rund 15 bis fast 20 Ländern unterwegs sind. Die dabei kumulierte autonome Fahrleistung beziffert das Unternehmen auf mehr als 240 bis 250 Millionen Kilometer.

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