BRUNELLO-Studie: Remigromig nach 52 Wochen nicht unterlegen
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 16:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Neue klinische Daten liefern Erkenntnisse zur medikamentösen Behandlung des diabetischen Makulaödems bei Erwachsenen. In der pivotalen Phase-2b/3-Studie BRUNELLO erreichte der Wirkstoff Remigromig des pharmazeutischen Unternehmens Merck den primĂ€ren Endpunkt. Beide untersuchten Dosierungen erwiesen sich nach einem Behandlungszeitraum von 52 Wochen als nicht unterlegen gegenĂŒber dem VergleichsprĂ€parat Ranibizumab in der Dosierung von 0,5 mg.
Studienergebnisse und Nichtunterlegenheit im primÀren Endpunkt
Die Untersuchung stellt die erste von zwei Phase-2b/3-Studien zu Remigromig bei dieser Indikation dar. FĂŒr die BRUNELLO-Studie wurden insgesamt 984 Teilnehmende im VerhĂ€ltnis 1:1:1 randomisiert aufgeteilt.
Im ersten Behandlungsjahr erhielten die Probanden alle vier Wochen eine Injektion von entweder 0,5 mg Remigromig, 0,8 mg Remigromig oder 0,5 mg Ranibizumab.
Den vorgelegten Topline-Ergebnissen zufolge erreichten beide Remigromig-Dosierungen das Ziel der Nichtunterlegenheit beim primÀren Kriterium, der mittleren VerÀnderung der bestkorrigierten SehschÀrfe nach 52 Wochen. Damit konnte die Wirksamkeit beider Dosen im Vergleich zum etablierten Standard Ranibizumab belegt werden.
VertrÀglichkeitsprofil und beobachtete Sicherheitsdaten
Hinsichtlich der VertrÀglichkeit berichtete das Unternehmen, dass Remigromig im Allgemeinen gut vertragen worden sei. Allerdings zeigten sich im Studienverlauf auch differenzierte Sicherheitsaspekte im Vergleich zur Kontrollgruppe. So wurden unter Remigromig höhere Raten an proliferativer diabetischer Retinopathie und Glaskörperblutungen verzeichnet.
Die BRUNELLO-Studie hat nach 52 Wochen den primĂ€ren Endpunkt erreicht: Beide Remigromig-Dosen waren Ranibizumab 0,5 mg bei der mittleren VerĂ€nderung der bestkorrigierten SehschĂ€rfe nicht unterlegen. Unser kostenloser Report fasst die Datenlage zusammen und zeigt, was das fĂŒr Ihre Therapieentscheidungen bedeutet. Jetzt kostenlosen DME-Report anfordern
Zudem kam es in den Remigromig-Armen zu mehr TherapieabbrĂŒchen aufgrund von Nebenwirkungen als in der Gruppe, die mit Ranibizumab behandelt wurde. Um die beobachteten Signale genauer einzuordnen, laufen derzeit noch weitere vertiefende Analysen der Sicherheitsdaten.
NĂ€chste Schritte und strategischer Hintergrund
Die vollstĂ€ndigen Ergebnisse nach einem Behandlungsjahr sollen zeitnah der Fachöffentlichkeit prĂ€sentiert werden. Merck plant die Vorstellung der Jahresdaten fĂŒr den 10.10.2026 auf der Jahrestagung der American Academy of Ophthalmology in New Orleans. DarĂŒber hinaus beabsichtigt das Unternehmen, die Datenbasis mit den zustĂ€ndigen Zulassungsbehörden zu erörtern.
Unter Remigromig wurden höhere Raten proliferativer diabetischer Retinopathie und Glaskörperblutungen beobachtet als unter Ranibizumab â die Sicherheitsdaten werden derzeit noch vertieft analysiert. Unser Leitfaden liefert eine Checkliste fĂŒr das Sicherheitsmonitoring bei Anti-VEGF-Therapie und ordnet die Signale ein. Sicherheits-Checkliste jetzt sichern
Das Entwicklungsprogramm geht auf eine strategische Ăbernahme zurĂŒck: Im Jahr 2024 erwarb Merck das Unternehmen EyeBio gegen eine Vorauszahlung von 1,3 Mrd. US-Dollar. Die damalige Vereinbarung beinhaltet zudem mögliche erfolgsabhĂ€ngige Meilensteinzahlungen von bis zu 1,7 Mrd. US-Dollar, womit die weiteren klinischen Fortschritte des Wirkstoffkandidaten eng an wirtschaftliche Vereinbarungen gekoppelt sind.
