Brustkrebs, Alkoholmengen

Brustkrebs: Schon kleine Alkoholmengen erhöhen Risiko um 13%

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 19:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Metaanalyse mit 2,5 Mio. Frauen zeigt dosisabhÀngigen Anstieg des Brustkrebsrisikos. Bundesregierung plant höhere Spirituosensteuer ab 2027.

Alkohol und Brustkrebs: Studie belegt Risiko durch geringe Mengen
Brustkrebs - Ein stilisiertes Glas Rotwein, dessen Schatten subtil die Form einer Brustkrebs-Sensibilisierungsschleife annimmt, in einem medizinischen Umfeld. 07.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse bestĂ€tigt: Bereits kleine Mengen Alkohol steigern das Brustkrebsrisiko messbar. Die Studie wertete Daten von ĂŒber 2,5 Millionen Frauen aus 37 Studien aus.

DosisabhÀngiges Risiko bestÀtigt

Die Analyse zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der konsumierten Alkoholmenge und dem Erkrankungsrisiko. Bei geringem Konsum steigt das relative Risiko auf 1,13, bei mĂ€ĂŸigem auf 1,28 und bei hohem auf 1,52.

Überraschend: Die Forscher fanden keinen direkten Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und der RĂŒckfallwahrscheinlichkeit nach einer Brustkrebserkrankung. Bei leichtem bis mĂ€ĂŸigem Konsum zeigte sich sogar ein geringfĂŒgig verbessertes GesamtĂŒberleben. Fachleute betonen jedoch: Einen wissenschaftlich belegten sicheren Grenzwert fĂŒr Alkohol gibt es nicht.

Steuererhöhung als PrÀventionsinstrument

Die Bundesregierung will die Zahl der alkoholbedingten Krebserkrankungen senken. Ein Gesetzentwurf des Finanzministeriums, der im Juli das Kabinett passierte, sieht eine Anhebung der Spirituosensteuer um 20 Prozent vor.

Anzeige

Schon 1 Glas Wein tĂ€glich erhöht Ihr Brustkrebsrisiko um 13 % – das belegt eine aktuelle Metaanalyse. Doch Sie können aktiv gegensteuern: Mit den richtigen Lebensmitteln, einer klaren Risiko-Checkliste und modernen PrĂ€ventionsoptionen. Jetzt kostenlosen PrĂ€ventions-Report anfordern

Betroffen sind harte Alkoholika, Champagner, Sekt, Likörweine und Alkopops. Bier und Wein bleiben ausgenommen. Die Erhöhung soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Ziel ist es, die Zahl der jÀhrlichen Krebsneuerkrankungen um rund 1.000 FÀlle zu reduzieren. Zudem erwartet die Regierung Mehreinnahmen von etwa 455 Millionen Euro pro Jahr.

Weitere Risikofaktoren und PrÀventionsansÀtze

Die Diskussion um Brustkrebsrisiken beschrĂ€nkt sich nicht auf Alkohol. Die Hormonersatztherapie (HRT) erhöht bei lĂ€ngerer Anwendung das Risiko ebenfalls – allerdings geringer als Übergewicht oder regelmĂ€ĂŸiger Alkoholkonsum.

Langzeitbeobachtungen aus England zeigen: Lebensstilfaktoren allein erklĂ€ren den Anstieg der KrebsfĂ€lle bei jĂŒngeren Erwachsenen nicht vollstĂ€ndig. Dennoch bleibt die ErnĂ€hrung ein zentraler PrĂ€ventionsbaustein. Eine Analyse der UK Biobank mit ĂŒber 93.000 Teilnehmerinnen deutet darauf hin, dass flavonoidreiche Kost – etwa mit Tee, Obst und GemĂŒse – das Brustkrebsrisiko um rund 15 Prozent senken kann.

Anzeige

Die Bundesregierung erhöht die Spirituosensteuer um 20 % – doch Bier und Wein bleiben ausgenommen. Dabei gibt es keinen sicheren Grenzwert fĂŒr Alkohol. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Report, wie Sie Ihr persönliches Risiko senken – mit ErnĂ€hrung, Bewegung und medikamentösen Optionen. PrĂ€ventions-Report jetzt sichern

Medikamentöse Risikoreduktion

Auch in der medikamentösen PrĂ€vention gibt es Fortschritte. Aktuelle Auswertungen zu postmenopausalen Frauen zeigen: Eine niedrig dosierte Gabe von Tamoxifen (5 mg pro Tag) senkt die 10-Jahres-Inzidenz fĂŒr Brustkrebs signifikant. In der Untersuchung mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 9,4 Jahren sank die Inzidenz von 24,4 Prozent in der Kontrollgruppe auf 13,2 Prozent bei den behandelten Frauen.

de | wissenschaft | 69716412 |