Brustkrebs-Test, BCI

Brustkrebs-Test BCI: Ergebnisse Àndern Therapieempfehlung bei 42 Prozent

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 00:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Genomtest beeinflusste bei 42 Prozent der Patientinnen die Empfehlung zur verlÀngerten Hormontherapie; ein neuer Bericht nennt das 10-Jahres-Rezidivrisiko.

Hologic: BCI-Test verÀndert Therapieempfehlungen bei Brustkrebs
Ein heller, steriler Laborarbeitsplatz mit GlasgefĂ€ĂŸen in einer modernen medizinischen Einrichtung. Illustration mit AI erstellt.

Der Breast Cancer Index (BCI) von Hologic und Biotheranostics steht zunehmend im Fokus der medizinischen Analyse, wenn es um die Individualisierung der Behandlung bei Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem (HR+) Brustkrebs geht.

Aktuelle Daten und erweiterte Berichtsoptionen verdeutlichen den Einfluss genomischer Tests auf die klinische Entscheidungsfindung, insbesondere im Hinblick auf die FortfĂŒhrung oder Beendigung einer verlĂ€ngerten endokrinen Therapie.

Einfluss auf die therapeutische Entscheidungsfindung

Klinische Untersuchungen belegen die signifikante Auswirkung des BCI auf die Behandlungspfade. Laut Daten aus einer Registerstudie am Sarah Cannon Research Institute, die rund 3.000 Patientinnen mit frĂŒhem HR+ Brustkrebs umfasste, fĂŒhrten die Testergebnisse bei 42 % der Patientinnen zu einer Änderung der ursprĂŒnglichen Empfehlung fĂŒr eine verlĂ€ngerte endokrine Therapie.

In zwei Dritteln dieser FÀlle sprachen sich die behandelnden Mediziner nach Vorliegen der BCI-Ergebnisse gegen eine VerlÀngerung der hormonellen Behandlung aus.

Die Relevanz dieser Entscheidungen wird durch eine im September 2026 in JAMA Network Open veröffentlichte Studie unterstrichen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die genomische Analyse eine prĂ€zisere Identifizierung jener Patientinnen ermöglicht, die tatsĂ€chlich von einer ĂŒber fĂŒnf Jahre hinausgehenden Therapie profitieren, wĂ€hrend anderen Patientinnen potenzielle Überbehandlungen erspart bleiben könnten.

Herausforderungen bei der Langzeitbehandlung und Rezidivrisiken

Die Notwendigkeit einer prĂ€zisen Diagnostik ergibt sich aus der klinischen RealitĂ€t der Langzeitbehandlung. Branchenbeobachtungen zeigen, dass zirka 50 % der Rezidive bei HR+ Brustkrebs erst nach mehr als fĂŒnf Jahren auftreten. Gleichzeitig stellt die Therapietreue eine erhebliche HĂŒrde dar: Zwischen 30 % und 50 % der Frauen brechen die endokrine Therapie bereits vor Ablauf der ersten fĂŒnf Jahre ab.

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Bei 42 Prozent der Patientinnen mit frĂŒhem HR+ Brustkrebs fĂŒhrte das Testergebnis zu einer geĂ€nderten Empfehlung zur verlĂ€ngerten endokrinen Therapie — in zwei Dritteln dieser FĂ€lle gegen eine VerlĂ€ngerung. Wer diese Entscheidung im Brustzentrum sauber begrĂŒnden will, braucht die Leitlinien-Einordnung und das 10-Jahres-Rezidivrisiko im Blick. Kostenlosen Praxis-Leitfaden zur BCI-Entscheidung anfordern

Ein wesentlicher Faktor fĂŒr diese Abbruchraten ist die Belastung durch die Medikation. In den vorliegenden Daten berichteten 83 % der Patientinnen ĂŒber Nebenwirkungen wĂ€hrend der Therapie.

Die AbwÀgung zwischen dem Nutzen einer Rezidivvermeidung und der BeeintrÀchtigung der LebensqualitÀt bleibt damit eine zentrale Herausforderung in der Onkologie. Hier setzt der BCI-Test an, um die Wahrscheinlichkeit eines Nutzens durch die Therapiefortsetzung gegen die Risiken und Belastungen abzuwÀgen.

Standardisierung und technologische Erweiterungen

Der BCI-Test hat sich als fester Bestandteil in den klinischen Leitlinien etabliert. Er ist derzeit der einzige Genomtest, der sowohl in den Leitlinien des National Comprehensive Cancer Network (NCCN) als auch der American Society of Clinical Oncology (ASCO) fĂŒr die Entscheidung ĂŒber eine verlĂ€ngerte endokrine Therapie bei HR+/HER2- Brustkrebs aufgefĂŒhrt wird.

Die breite Akzeptanz spiegelt sich in den Anwenderzahlen wider: Mehr als 10.000 Anwender nutzen das Verfahren, und ĂŒber 15.000 Patientinnen wurden bereits in entsprechenden Studien erfasst.

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Zwischen 30 und 50 Prozent der Frauen brechen die endokrine Therapie vor Ablauf der ersten fĂŒnf Jahre ab — 83 Prozent berichten ĂŒber Nebenwirkungen. FĂŒr die Entscheidung ĂŒber eine VerlĂ€ngerung heißt das: Nutzen und Belastung mĂŒssen pro Patientin belegt gegeneinander abgewogen werden. Der Leitfaden zeigt, wie Sie das Rezidivrisiko einordnen und die TherapieverlĂ€ngerung strukturiert begrĂŒnden. Entscheidungshilfe TherapieverlĂ€ngerung jetzt anfordern

Zur kontinuierlichen Verbesserung der diagnostischen Aussagekraft wurden zudem die Berichtsoptionen weiterentwickelt. Seit Juli 2026 ist eine aktualisierte Version des Berichts verfĂŒgbar, die spezifisch ein 10-Jahres-Rezidivrisiko ausweist.

Diese Erweiterung soll Medizinern eine fundiertere Grundlage fĂŒr die langfristige Prognose und die damit verbundene Behandlungsplanung bieten. Die methodische Grundlage fĂŒr diese Entwicklungen bilden unter anderem Forschungsarbeiten wie die von Sanft et al., die im September 2026 publiziert wurden und die Evidenzbasis fĂŒr den Einsatz des Brustkrebsindex weiter festigen.

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