Brustkrebs-Therapie, Enhertu-Kombination

Brustkrebs-Therapie: Enhertu-Kombination senkt Fortschrittsrisiko um 44%

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 19:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die EU-Arzneimittelbehörde empfiehlt zwei Zulassungserweiterungen für AstraZeneca, darunter eine vielversprechende Brustkrebstherapie.

AstraZeneca: EMA befürwortet neue Brustkrebs- und Asthmabehandlungen
Modernes pharmazeutisches Forschungslabor mit Laborgeräten in einer professionellen, hellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat zwei Zulassungserweiterungen für AstraZeneca befürwortet. Die positiven Voten betreffen eine Brustkrebstherapie und ein Asthmamittel. Damit kommen neue Behandlungsoptionen auf europäische Patienten zu.

Enhertu-Kombination: Deutlicher Fortschritt bei Brustkrebs

Der CHMP empfahl die Kombination aus Trastuzumab-Deruxtecan (Enhertu) und Pertuzumab. Sie soll künftig in der Erstlinientherapie bei HER2-positivem metastasiertem Brustkrebs eingesetzt werden.

Grundlage ist die Phase-3-Studie DESTINY-Breast09. Die Daten zeigen: Das Risiko für Krankheitsfortschritt oder Tod sank um 44 Prozent. Das mediane progressionsfreie Überleben lag bei 40,7 Monaten – in der Vergleichsgruppe waren es nur 26,9 Monate. Die objektive Ansprechrate erreichte 85,1 Prozent (Kontrollgruppe: 78,6 Prozent). Das Sicherheitsprofil blieb demnach stabil.

Triple-Therapie für Asthmatiker

Auch Trixeo Aerosphere (Budesonid/Glycopyrronium/Formoterol) erhielt ein positives Votum. Die Erhaltungstherapie ist für Patienten ab 12 Jahren gedacht, deren Asthma trotz Kombination aus langwirksamen Beta-2-Agonisten und mittleren bis hohen Kortikosteroid-Dosen nicht ausreichend kontrolliert ist.

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Die Studien KALOS und LOGOS belegten eine signifikant bessere Lungenfunktion als bei dualen Therapien. Auch schwere Exazerbationen gingen zurück. Rund 43 Millionen Menschen in Europa leiden unter Asthma – viele davon mit unzureichender Kontrolle.

CHMP-Sitzung: Zwölf neue Medikamente empfohlen

In der Sitzung vom 20. bis 23. Juli sprach der Ausschuss insgesamt zwölf Zulassungsempfehlungen aus. Darunter waren Mittel gegen erhöhte Cholesterinwerte (Ubeslo), altersbedingte Makuladegeneration (Susvimo) und Schuppenflechte (Icotyde). Auch ein Biosimilar (Cavoley) und eine COVID-19-Prophylaxe (Zokovea) bekamen grünes Licht.

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Drei Präparate erhielten negative Voten: KemSu, Meplyffa und Qezzaqar. Die finale Entscheidung trifft nun die EU-Kommission – sie folgt meist den CHMP-Empfehlungen.

An den Börsen reagierten die Aktien verhalten. AstraZeneca notierte in London nahezu unverändert. Der Kooperationspartner Daiichi Sankyo legte in Tokio um 1,6 Prozent zu. Das gemeinsame Onkologie-Joint Venture zeigt: Kollaborative Forschung wird bei Krebstherapien immer wichtiger.

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