Bundesregierung bewertet die Entscheidung der Kultusministerkonferenz zum Abitur positiv
Veröffentlicht am: 26.03.2020 um 07:54 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) zeigt sich mit der gemeinsamen Beschlussfassung der Bundesländer zur Durchführung und Wertung des diesjährigen Abiturs zufrieden. Dass die Länder eine gemeinsame Linie gefunden haben und auf diese Weise die Vergleichbarkeit der Leistungen sicherstellen, trägt zu einer neuen Vertrauensbasis in das Funktionieren unseres Bildungssystems bei, betont Karliczek gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Es ist ein wichtiges Signal an die Lehrer, Schüler und die Eltern, dass wir zusammen diese schwierige Situation durchstehen werden. Die Krise verlangt von uns eine ungeheure Flexibilität und ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Mit dem Beschluss der Bundesländer haben wir jetzt aber Planungssicherheit. Die CDU-Politikerin hebt dabei besonders die Aktion des schleswig-holsteinischen Bildungsministeriums hervor, die den Anstoß zur Lösung der Problematik gegeben habe. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hatte am Dienstag die ersatzlose Streichung der Abiturprüfungen angekündigt und damit eine heftige Reaktion der anderen Bundesländer provoziert. Die sich anschließenden Krisengespräche zwischen den Kultusministerien führten zu einem Widerruf der Entscheidung und einer gemeinsamen Strategie. Die aktuelle Lösung ist praktikabel und gibt auch den Abiturienten ausreichend Zeit sich auch die anstehenden Prüfungen vorzubereiten. Die Bildungspolitiker haben die Aufgabe, in dieser Notsituation eine gerechte Regelung auf den Weg zu bringen. Kein Schüler darf unter den Sonderbedingungen leiden, fordert die Bundesbildungsministerin. Bund und Länder arbeiten an der notwendigen Digitalisierung, um die realen Unterrichtsausfall auszugleichen. Dies bedarf kreativer Lösungen. Wir dürfen keine Schüler verlieren und müssen sie mit diesen neuen Lehrangeboten abholen. Der Aufbau und die Durchführung neuer digitaler Bildungsplattformen soll über Gelder aus dem Digitalpakt Schule finanziert werden, die sofort mobilisiert und abgerufen werden könnten, kündigte die CDU-Politikerin gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix
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