Cannabis-Legalisierung, Opioid-Vergiftungen

Cannabis-Legalisierung: Opioid-Vergiftungen sinken um 15 Prozent

30.05.2026 - 02:00:28 | boerse-global.de

Studie belegt: Cannabis-Legalisierung senkt Opioid-Vergiftungen. Archäologen finden Belege für pflanzliche Narkose im alten China.

Cannabis-Legalisierung: Opioid-Vergiftungen sinken um 15 Prozent - Foto: über boerse-global.de
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Cannabis, hochgiftige Kräuter aus dem alten China und Magnesiumpräparate – die Schmerzforschung liefert überraschende Erkenntnisse. Während moderne Wissenschaft die Wirkung von Cannabis auf die Opioidkrise untersucht, fördern Archäologen Belege für pflanzliche Betäubungsmethoden aus dem Mittelalter zutage.

Cannabis-Legalisierung senkt Opioid-Vergiftungen

Eine aktuelle Studie der University of Kentucky zeigt einen bemerkenswerten Zusammenhang: Die Legalisierung von Cannabis führt zu deutlich weniger nicht-tödlichen Opioid-Vergiftungen. Die im Fachblatt Preventive Medicine Reports veröffentlichte Untersuchung wertete Daten von über 107 Millionen Versicherten aus den Jahren 2011 bis 2021 aus.

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Das Ergebnis: In Regionen mit medizinischen Cannabis-Apotheken sank die Zahl der Opioid-Vergiftungen um 15,47 Prozent. Besonders stark fiel der Rückgang bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 34 Jahren aus – hier betrug der Rückgang sogar 23,27 Prozent. Auch die Freigabe des Erwachsenenkonsums zeigte Wirkung: Die Vergiftungsfälle gingen um knapp zwölf Prozent zurück.

Doch Cannabis kann noch mehr. Eine systematische Überprüfung von sechs Studien mit insgesamt 869 Teilnehmern legt nahe, dass Cannabinoide Krebspatienten im fortgeschrittenen Alter helfen können. Tägliche Dosen von fünf bis zehn Milligramm THC führten bei 17,6 Prozent der Patienten zu einer Gewichtszunahme von mindestens zehn Prozent. Das synthetische Cannabinoid Nabilon verbesserte über sechs Wochen hinweg die Kalorien- und Kohlenhydrataufnahme – und das ohne nennenswerte Nebenwirkungen.

Neuer Vertriebspartner für medizinisches Cannabis in Deutschland

Der Markt für medizinisches Cannabis in Deutschland wächst. Die Vayamed GmbH, eine Tochter der Sanity Group, wurde exklusiver Großhandelspartner für die niederländischen Bedrocan-Produkte. Bereits Anfang des Jahres hatte die Medios AG den Alleinvertrieb übernommen. Im Fokus stehen höher dosierte Produkte wie Bedrocan Forte 25:1 sowie die Erweiterung des bestehenden Portfolios.

Archäologischer Sensationsfund: Giftpflanze als Narkosemittel

Dass pflanzliche Schmerzmittel keine Erfindung der Neuzeit sind, belegt ein spektakulärer Fund aus China. In einem Grab aus der Ming-Dynastie (1368–1644) entdeckten Forscher um Professor Congcang Zhao chemische Spuren von Aconitin auf chirurgischen Instrumenten – darunter Scheren und Pinzetten.

Aconitin ist ein hochpotentes Nervengift aus dem Eisenhut (Aconitum). Der Fund gilt als erster direkter chemischer Beweis dafür, dass bereits vor Jahrhunderten Betäubungsmittel auf Operationsbesteck verwendet wurden. Die Forscher gehen davon aus, dass das Toxin kontrolliert äußerlich aufgetragen wurde, um bei Eingriffen örtliche Schmerzfreiheit zu erzielen. Historische Schriftquellen hatten solche Methoden bereits beschrieben – nun liegen die handfesten Belege vor.

Magnesium-Präparate: Meist überflüssig und oft überdosiert

Nicht jedes pflanzliche oder mineralische Mittel hält, was die Werbung verspricht. Eine Untersuchung der Zeitschrift Öko-Test vom Juni 2026 hat 28 Magnesium-Präparate unter die Lupe genommen – mit ernüchterndem Ergebnis: Für Menschen mit ausgewogener Ernährung sind alle getesteten Produkte überflüssig.

Besonders kritisch: Die Hälfte der Präparate war überdosiert. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt eine Obergrenze von 250 Milligramm pro Tag. Zudem gibt es laut Experten der Goethe-Universität Frankfurt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass Magnesium Wadenkrämpfe bei älteren Menschen verhindert. Bei Dosierungen über 300 Milligramm drohen Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit und Herz-Kreislauf-Probleme.

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Viele Betroffene suchen jenseits klassischer Präparate nach Wegen, Gelenkschmerzen ohne Nebenwirkungen zu lindern. Dieser bebilderte PDF-Guide zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Arthrose-Beschwerden durch gezielte Druckpunkte selbst aktiv mildern können. Kostenlosen Arthrose-Druckpunkt-Guide hier anfordern

Hitze-Warnung: Ibuprofen kann Nieren schaden

Vor den Risiken gängiger Schmerzmittel bei Extremwetter warnen Mediziner. Jörg Latus, Chefarzt in Stuttgart, rät: Bei Hitzewellen sollte man auf Ibuprofen verzichten. Das Mittel könne Nierenschäden verursachen. Stattdessen empfiehlt er, vermehrt zu trinken und auf natürliche Signale wie die Urinfarbe zu achten – statt auf Gesundheits-Apps zu vertrauen.

Digitale Hilfe bei Regelschmerzen: App "femCycle" startet

Zum Tag der Frauengesundheit am 28. Mai 2026 ging in Lübeck eine vielversprechende Neuerung an den Start: Die App "femCycle" wurde als EU-Medizinprodukt zertifiziert und soll Frauen helfen, Menstruationsschmerzen zu lindern.

Die Anwendung wertet persönliche Daten aus – darunter Ernährung, Bewegung, Stimmung und Schmerzintensität – und generiert daraus maßgeschneiderte Selbsthilfe-Vorschläge. Die Pilotphase ist kostenlos, danach ist ein monatliches Abo geplant. Gynäkologen sehen in solchen digitalen Werkzeugen großes Potenzial für einen ganzheitlicheren Umgang mit wiederkehrenden Schmerzen.

Pflegeverbände fordern mehr Kompetenz in der Schmerztherapie

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert, speziell qualifizierte Pflegekräfte verbindlich in die Schmerztherapie einzubinden. Bessere finanzielle Bedingungen und die Anerkennung pflegerischer Aufgaben seien entscheidend, um die Versorgungsqualität und Patientensicherheit nachhaltig zu verbessern.

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