Changan Mazda EZ-60: LiDAR-Modelle kosten 12.000 Yuan Aufpreis
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 17:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Changan Mazda, das Joint Venture zwischen Changan Automobile und Mazda, hat die Markteinführung des aktualisierten Modells 2027 EZ-60 in China bekannt gegeben. Das Fahrzeug wird in insgesamt neun Varianten angeboten, wobei der Hersteller erstmals spezifische Ausführungen mit LiDAR-Technologie integriert. Die Einführung erfolgt in einem Marktumfeld, in dem laserbasierte Umgebungserkennung zunehmend zum Standard in der Mittelklasse avanciert.
Preisstruktur und technologische Ausstattung
Die offiziellen Listenpreise für den EZ-60 bewegen sich zwischen 119.900 und 172.900 Yuan. Laut Berichten von Ende September 2026 gewährt das Unternehmen zum Verkaufsstart zeitlich begrenzte Vorzugspreise, die zwischen 113.900 und 166.900 Yuan liegen, was einem Nachlass von 6.000 Yuan pro Modellvariante entspricht.
Besonderes Augenmerk liegt auf den vier neuen LiDAR-Varianten, die preislich jeweils 12.000 Yuan über den Standardversionen angesiedelt sind. So startet das Modell EREV Pro LiDAR bei 151.900 Yuan, während die vollelektrische Top-Variante BEV Max LiDAR für 172.900 Yuan gelistet wird.
Zur technischen Ausstattung gehört ein Hesai ATX LiDAR-Sensor auf dem Fahrzeugdach, der eine Erkennungsreichweite von bis zu 200 Metern bietet. Ergänzt wird das System durch drei Millimeterwellen-Radare, elf HD-Kameras und zwölf Ultraschallsensoren. Die Vorwärtserkennung des Systems liegt laut Unternehmensangaben bei über 250 Metern.
Die Fahrassistenzsysteme arbeiten mit einem End-to-End-Ansatz und unterstützen Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h auf Autobahnen sowie bis zu 80 km/h im städtischen Verkehr. Zudem verfüge das Fahrzeug über 25 aktive Sicherheitsfunktionen und könne mehr als 300 verschiedene Parkplatztypen autonom ansteuern.
Antriebsvarianten und Leistungswerte
Der EZ-60 weist eine Länge von 4.850 mm, eine Breite von 1.935 mm und eine Höhe von 1.620 mm auf, bei einem Radstand von 2.902 mm. Changan Mazda bietet zwei Antriebskonzepte an:
Die Variante mit Reichweitenverlängerer (EREV) nutzt einen 1,5-Liter-Motor mit 70 kW in Kombination mit einem 190 kW starken Elektromotor, der ein Drehmoment von 290 Nm liefert. Ein 31,73-kWh-Akku ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von 200 Kilometern nach dem CLTC-Standard.
Changan Mazda verlangt für die vier neuen LiDAR-Varianten des EZ-60 jeweils 12.000 Yuan Aufpreis — bei 113.900 bis 166.900 Yuan Startpreis zeigt das, wie schnell Laser-Sensorik in der chinesischen Mittelklasse zur Selbstverständlichkeit wird. Wer als Flottenmanager oder Auto-Stratege die eigene Beschaffung plant, braucht jetzt belastbare Zahlen statt Bauchgefühl. Unser kostenloser Report liefert den LiDAR-Kostenvergleich aller relevanten China-Modelle, eine Checkliste der autonomen Fahrfunktionen von Level 2 bis 4 und einen konkreten Flotten-Umstiegsplan. Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern
Die rein batterieelektrische Version (BEV) ist mit einem 77,94-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP) ausgestattet. Bei einer Leistung von ebenfalls 190 kW wird hier eine CLTC-Reichweite von 600 Kilometern angegeben.
Marktumfeld und globale Ausrichtung
Mit dem EZ-60 zielt das Joint Venture auf Wettbewerber wie den Buick Electra E7 und den Nissan NX8 ab. Während das Modell nun in China debütiert, wurde eine Globalversion unter der Bezeichnung CX-6e bereits im Januar auf dem Brüsseler Autosalon präsentiert.
Die Entwicklung ist Teil eines breiteren Branchentrends zur Demokratisierung von LiDAR-Systemen. Zeitgleich wurden in China weitere Modelle mit ähnlicher Technologie vorgestellt.
Geely brachte die vierte Generation des Boyue L auf den Markt, der in der Stadt-NOA-Konfiguration (Navigate on Autopilot) ebenfalls auf LiDAR setzt – eine Ausstattung, die laut Marktbeobachtern bei Benzin-SUVs unter 300.000 Yuan bisher selten war.
Auch das neue Flaggschiff-Elektroauto Li i9 von Li Auto sowie der aktualisierte Geely Galaxy E5 setzen verstärkt auf laserbasierte Sensoren für automatisierte Fahrfunktionen.
Expansion autonomer Mobilitätsdienste
Parallel zur Einführung neuer Serienfahrzeuge zeichnen sich strategische Partnerschaften im Bereich der autonomen Mobilität ab. Der Mobilitätsdienstleister Bolt und die Lucid Group haben eine Kooperation angekündigt, um in den kommenden Jahren mehr als 25.000 vollautonome Fahrzeuge in europäischen Städten einzusetzen.
Die Vorwärtserkennung des EZ-60 liegt laut Hersteller bei über 250 Metern, das System arbeitet mit End-to-End-Ansatz bis 130 km/h auf der Autobahn und bis 80 km/h in der Stadt. Solche Leistungsdaten klingen beeindruckend — doch ohne klare Einordnung bleibt die Frage, welches Level autonomen Fahrens wirklich dahintersteht und welche Haftungs- und Betriebsrisiken Ihre Flotte trifft. Unser kostenloser Leitfaden prüft die Fahrassistenzsysteme chinesischer E-Autos Schritt für Schritt gegen die Level-2-bis-4-Definitionen und zeigt, worauf Sie bei der Beschaffung achten müssen. Leitfaden autonome Fahrfunktionen jetzt sichern
Basis dieser Partnerschaft ist die kommende Midsize-Plattform von Lucid in Verbindung mit der NVIDIA Hyperion-Architektur für autonomes Fahren auf Level 4. Bolt plant, bis zum Jahr 2035 insgesamt 100.000 autonome Fahrzeuge auf seiner Plattform zu betreiben, wobei das Unternehmen den Betrieb, die Wartung und den Kundensupport übernimmt.
