ChatGPT: Android-App mit Find-in-Chat und Windows-Fernsteuerung
29.05.2026 - 21:41:13 | boerse-global.deOpenAI rüstet seinen KI-Assistenten mit verbesserten Suchwerkzeugen und plattformübergreifender Steuerung auf.
Der KI-Konzern OpenAI hat eine Reihe von Neuerungen für seine ChatGPT-Mobilapps vorgestellt. Im Fokus stehen eine verbesserte Navigation für Android-Nutzer sowie die tiefe Integration mit der Codex-Umgebung unter Windows. Die Updates sollen die Arbeit mit dem Chatbot deutlich effizienter machen – und ermöglichen erstmals die Steuerung von Desktop-Aufgaben vom Smartphone aus.
Neue Suchfunktion und übersichtlichere Bibliothek
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Eine technische Analyse der aktuellen ChatGPT-Android-App (Version 1.2026.146) vom 29. Mai 2026 zeigt mehrere Funktionen, die die Organisation erleichtern sollen. Herzstück ist die „Find in Chat“-Funktion, mit der Nutzer gezielt nach bestimmten Textpassagen in ihrem Gesprächsverlauf suchen können.
Darüber hinaus wurde das Plugins-Menü neu strukturiert und die Bibliothek grundlegend überarbeitet. Anwender können jetzt zwischen einer Raster- und einer Listenansicht wählen, um ihre gespeicherten Unterhaltungen und Werkzeuge zu verwalten. In der Testphase befindet sich zudem eine „@“-Verknüpfung für Dateianhänge, die das Einbinden externer Dokumente während einer Chat-Sitzung vereinfachen soll.
Diese Anpassungen adressieren langjährige Wünsche der Entwickler-Community, die vor allem eine verbesserte Suchfunktion und eine optimierte Performance bei langen Gesprächen gefordert hatte.
Smartphone als Steuerzentrale für Windows
Ein weiterer Meilenstein: Seit dem 29. Mai 2026 können die ChatGPT-Apps für iOS und Android Codex-Aufgaben auf Windows-Systemen auslösen. Möglich macht dies die Codex-for-Windows-Plattform, die um Computer-Use- und Fernsteuerungsfunktionen erweitert wurde.
Die mobile App dient dabei als Fernbedienung für die Desktop-Umgebung. Die Steuerungsfunktion ist auch mit Codex auf dem Mac kompatibel, der kürzlich Updates für den Fernzugriff im gesperrten Zustand sowie das Appshots-Vorschau-Tool erhalten hat. Branchenbeobachter sehen darin einen klaren Trend zu agentenbasierten Arbeitsabläufen. Unternehmen wie Endava nutzen Codex bereits zur Automatisierung von Anforderungsanalysen und sollen die Bearbeitungszeit so von Wochen auf Stunden reduziert haben.
Neue Dienste und Modell-Anpassungen
Parallel zu den Oberflächen-Updates hat OpenAI neue Verbraucherdienste integriert. Am 29. Mai wurde die Shopping-App Minty in ChatGPT aufgenommen – Nutzer können nun direkt im Chat nach Angeboten und Cashback-Aktionen suchen. Einen Tag zuvor führte OpenAI Appshots ein, eine Funktion zur Vorschau KI-generierter Mini-Apps vor ihrer endgültigen Veröffentlichung.
Auch die zugrunde liegenden Modelle wurden aktualisiert. Ein „Instant Update“ für GPT-5.5 vom 28. Mai brachte zwar stilistische Verbesserungen, führte aber zur Entfernung der Canvas-Funktion. Während neue Versionen priorisiert werden, hat OpenAI die Einstellung älterer Modelle angekündigt: GPT-4.5 wird am 27. Juni 2026 eingestellt, das o3-Modell soll bis Ende August auslaufen.
Technische Störungen und Sicherheitslücken
Die Einführung der neuen Funktionen wurde von einer weltweiten Service-Unterbrechung am 29. Mai überschattet, die sowohl ChatGPT als auch Codex betraf. Während des Ausfalls griffen viele Nutzer auf Alternativen wie Google Gemini, Anthropics Claude oder Microsoft Copilot zurück.
Zudem gab es Ende Mai ein Sicherheitsproblem für Desktop-Anwender: Das macOS-Sicherheitssystem Xprotect blockierte die ChatGPT-Desktop-App als potenzielle Schadsoftware. Hintergrund war ein geändertes Notarisierungszertifikat nach einem Sicherheitsvorfall mit einem Drittanbieter-Tool. OpenAI empfiehlt eine Neuinstallation von den offiziellen Quellen und warnt vor der betrügerischen Website openew[.]app, die angeblich Passwörter stehlende Software verbreitet.
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