ChatGPT-App: OpenAI steuert Workflows jetzt per Sprache über mehrere Apps
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 03:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das US-Unternehmen OpenAI hat seine mobile ChatGPT-Anwendung um weitreichende sprachgesteuerte Agentenfunktionen ergänzt. Nutzer können damit komplexe Arbeitsabläufe per Sprache steuern und Aufgaben über verschiedene Applikationen hinweg automatisieren.
Wie aus Branchenberichten vom 23. September 2026 hervorgeht, ermöglichen die neuen Funktionen das Auslösen automatisierter Workflows mittels Sprachbefehlen.
Zu den Einsatzszenarien gehören die Erstellung von Dokumenten, das Entwerfen von E-Mails sowie die Zusammenfassung von Nachrichten in Diensten wie Slack. Damit entwickelt sich die mobile Applikation zunehmend zu einem digitalen Assistenten, der aktiv Aufgaben in Drittanbieter-Anwendungen übernimmt.
Erweiterte Funktionen für produktive Arbeitsabläufe
Die neuen Kapazitäten erlauben es Anwendern, sowohl einmalige als auch wiederkehrende, mehrstufige Aufgaben über den Browser und verbundene Apps zu delegieren. In einer praktischen Demonstration zeigte der zuständige Produktleiter für ChatGPT Voice die Vielseitigkeit des Systems auf: Die KI analysierte Ausgaben des Lieferdienstes DoorDash und buchte eigenständig einen Pickleball-Platz für einen Betrag von 5 US-Dollar.
Für Nutzer der Tarife Plus und Pro wurde zudem ein dedizierter „Work“-Tab eingeführt. In diesem Bereich lassen sich Dokumente, Websites und Präsentationen erstellen. Auch der Zugriff auf Finanzbereiche sowie die Nutzung eines Cloud-Browsers sind dort möglich.
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Während die grundlegenden Work-Integrationen bereits im Juli 2026 eingeführt wurden, stellt die nun verfügbare Steuerung per Sprache eine wesentliche Neuerung dar. Nutzer in den Tarifen Free und Go erhalten derweil Zugriff auf Plugins und verbundene Applikationen.
Integration neuer GPT-6-Modelle und Plattform-Kontinuität
Die weltweit verfügbare Sprachfunktion stützt sich auf die Modellreihe GPT-6, bestehend aus Astra, Sol und Luna. Das leistungsfähigste Modell, GPT-6 Astra, war bereits am 3. September 2026 angekündigt worden. Die Varianten Sol (mittlere Größe) und Luna (kleine Ausführung) erfuhren am 22. September 2026 eine Aktualisierung für die Bereiche Work und Codex.
Die Anwendung ist auf plattformübergreifende Kontinuität ausgelegt. Gespräche können mobil begonnen und am Desktop fortgesetzt werden. Zudem unterstützt das System die Nutzung über CarPlay, sodass Aufgaben auch während der Fahrt koordiniert werden können. Zu den unterstützten Aktionen gehört das Durchsuchen von Terminen, das Senden von E-Mails sowie die Identifikation und Stornierung doppelter Abbuchungen in Finanz-Apps.
Sicherheitsaspekte und Anpassungen für Unternehmenskunden
Im Bereich der Datensicherheit betont das Unternehmen, dass Nutzer die Kontrolle über Zugriffe und Freigaben behalten. Administratoren in Enterprise- und Education-Umgebungen können die verbundenen Tools sowie die erlaubten Aktionen zentral verwalten. Zudem besteht die Option, dass bestimmte Aufgaben vor der endgültigen Ausführung eine manuelle Bestätigung durch den Nutzer erfordern.
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Für professionelle Anwender ergeben sich zudem Änderungen in der Gebührenstruktur. Laut den Release-Notes von OpenAI belaufen sich die Kosten für GPT-Live-1 Voice in Business-Premium-Tarifen nun auf 1,25 Credits pro Minute, nachdem dieser Wert zuvor bei 5 Credits gelegen hatte.
Dieser Wert gilt spezifisch für Business-Tarife und stellt keinen allgemeinen Verbraucherpreis dar. Für die Vereinigten Arabischen Emirate wurden bislang weder ein Starttermin noch spezifische Preise bestätigt.
Die Veröffentlichung dieser neuen Funktionen erfolgt unmittelbar im Vorfeld des für die kommende Woche angesetzten DevDay von OpenAI. Die neueste Version der App steht ab sofort zur Verfügung, wobei der Rollout der Work-Funktionen für berechtigte kostenpflichtige Tarife schrittweise erfolgt.
