ChatGPT-Ausfälle: 3.000 Nutzer-Beschwerden am 17. Juni
19.06.2026 - 07:35:17 | boerse-global.de
OpenAIs KI-Assistent ChatGPT erlebt diese Woche gleich mehrere Ausfälle. Nutzer weltweit berichten von Zugangsproblemen und Browser-Fehlern. Doch das Unternehmen arbeitet parallel an wichtigen Plattform-Updates.
Technische Pannen am 19. Juni
Am heutigen Freitag meldeten zahlreiche Nutzer Probleme beim Zugriff auf ChatGPT über den Webbrowser. Betroffene wurden auf eine ungewöhnliche API-Gateway-Domain umgeleitet, die mit 404-Fehlern endete. Während die Desktop-App und der Safari-Browser bei einigen Anwendern funktionierten, bestätigte die OpenAI-Statusseite einen aktiven Vorfall im Zusammenhang mit FedRAMP-Umgebungen.
Anzeige: Wer die jüngsten ChatGPT-Ausfälle am eigenen Leib erfahren hat, weiß: Die Abhängigkeit von einem einzigen KI-Assistenten ist ein Geschäftsrisiko. Dieser Report zeigt, wie Sie mit Backup-Strategien und Alternativen wie Gemini und Claude Ihre Produktivität absichern. Jetzt kostenlosen Backup-Report anfordern
Bereits am 17. Juni hatte es eine größere Störung gegeben. Sie begann gegen 18:00 Uhr MEZ. Auf Downdetector stieg die Zahl der Beschwerden auf bis zu 3.000 Meldungen. Nutzer verloren ihre Chat-Verläufe und bekamen erhöhte Fehlerraten angezeigt. Besonders betroffen waren Anwender in Australien, Neuseeland, Malaysia und Brasilien. OpenAI leitete serverseitige Gegenmaßnahmen ein.
Neue Planungsfunktion für Abonnenten
Trotz der technischen Schwierigkeiten brachte OpenAI am 17. Juni eine neue Funktion an den Start: die „Scheduled“-Seite. Sie richtet sich an Abonnenten der Tarife Plus, Pro, Business und Enterprise. Nutzer können damit Aufgaben automatisieren – etwa regelmäßige Web-Checks oder das Überwachen verbundener Anwendungen. Die automatisierten Tasks laufen bis zu einmal pro Stunde.
Im Zuge des Updates stellt OpenAI die Funktion „Pulse“ ein. Abonnenten haben 14 Tage Zeit, ihre Arbeitsabläufe auf das neue System umzustellen.
Codex-Erweiterung für Europa
Am 16. Juni weitete OpenAI die Verfügbarkeit seiner Codex-Funktionen auf den Europäischen Wirtschaftsraum, Großbritannien und die Schweiz aus. Dazu gehört die „Computer Use“-Funktion, mit der die KI Desktop-Anwendungen steuern kann – im Hintergrund auf macOS, im Vordergrund auf Windows.
Um die europäischen Datenschutzbestimmungen einzuhalten, ist die „Memories“-Funktion für Nutzer in der EU standardmäßig deaktiviert.
Marktanteil unter Druck
Anzeige: Bereits 3.000 Nutzer meldeten am 17. Juni ChatGPT-Probleme – und verloren Chat-Verläufe. Unternehmen, die auf KI-Tools angewiesen sind, brauchen einen Notfallplan. Dieser Leitfaden vergleicht Ausfallraten und liefert eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Wechsel zu Alternativen. KI-Notfallplan jetzt sichern
Die jüngsten Marktdaten zeigen einen Wandel im KI-Assistenten-Markt. Ende Mai 2026 lag ChatGPTs Marktanteil bei 46,4 Prozent – ein deutlicher Rückgang. Die Konkurrenten Gemini und Claude kamen auf 27,7 beziehungsweise 10,3 Prozent. Dennoch nutzen monatlich über 1,1 Milliarden Menschen ChatGPT. Analysten erwarten, dass die weltweiten Konsumausgaben für KI-Anwendungen bis Jahresende 4,2 Milliarden Euro erreichen.
Modell-Roadmap: Abschied von GPT-4.5 und o3
OpenAI bereitet zudem den Abschied zweier Modelle vor. GPT-4.5 wird am 27. Juni aus der ChatGPT-Oberfläche entfernt, das o3-Modell folgt am 26. August. Über die API bleiben beide Modelle weiterhin nutzbar. Die Änderungen folgen auf eine Testphase mit Werbeanzeigen, die OpenAI im Februar 2026 gestartet hatte.
