ChatGPT, Wearables

ChatGPT in Wearables: OpenAI plant universelle KI-Integration

Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 10:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI entwickelt spezielle APIs für tragbare Geräte und startet ChatGPT Health in den USA mit Zugriff auf Krankenakten.

OpenAI treibt ChatGPT-Integration in Wearables mit neuer API voran
Moderne Smart Glasses auf einem Schreibtisch, die die Integration von KI in Wearable-Technologie darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der KI-Konzern treibt die Integration seines Chatbots in Smart Glasses und andere tragbare Geräte voran. Eine neue API soll die Basis dafür liefern.

New York – OpenAI positioniert seinen KI-Assistenten ChatGPT als universelle Schnittstelle für die Wearable-Welt. Das bestätigte Präsident Greg Brockman am heutigen Samstag bei einem Medientermin in New York. „Wir sind sehr daran interessiert, Integrationen für diese Plattformen aufzubauen", so Brockman. Das Unternehmen arbeite derzeit an speziellen Programmierschnittstellen (APIs), die genau auf tragbare Geräte zugeschnitten sind.

Das Ziel: ChatGPT soll als eine Art KI-Allzweckwaffe auf unterschiedlichsten Hardware-Formaten laufen. Brockman stellte jedoch klar, dass das firmeneigene Hardware-Projekt von OpenAI ein anderes, bislang vernachlässigtes Problem lösen solle – und selbst kein Wearable sein werde.

Vom Mikro-Keypad zur Jony-Ive-Partnerschaft

Erst am Freitag brachte OpenAI sein erstes eigenes Hardware-Produkt auf den Markt: das Micro-Keypad. Das in Zusammenarbeit mit Work Louder entwickelte Gerät kostet rund 210 Euro und richtet sich mit programmierbaren Tasten speziell an Entwickler und Power-User, die ChatGPT und Codex effizienter nutzen wollen.

Parallel dazu arbeitet OpenAI weiter an einem spektakulären Hardware-Projekt mit Designer-Legende Jony Ive. Bereits im Frühjahr 2025 hatte OpenAI Berichten zufolge Ives KI-Hardware-Startup für umgerechnet rund sechs Milliarden Euro übernommen. Konkrete technische Details sind rar, doch Gerichtsakten aus dem Sommer 2025 deuten auf ein bildschirmloses Gerät hin – weder Smartphone noch Kopfhörer, sondern eine Art „drittes Kern-Gerät". Branchenkenner rechnen mit einer Markteinführung Ende 2026 oder 2027.

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ChatGPT Health: KI mit Zugriff auf Krankenakten

Ebenfalls am Freitag startete OpenAI in den USA den Dienst ChatGPT Health für alle angemeldeten Nutzer. Die Funktion erlaubt es, medizinische Unterlagen und Apple-Health-Daten direkt mit der KI zu verknüpfen. OpenAI hat dafür Partnerschaften mit großen Gesundheitsdatenanbietern wie Epic, Oracle Health, One Medical und Function Health geschlossen.

Die Zahlen sind beeindruckend: Bereits jetzt beantwortet ChatGPT wöchentlich über 300 Millionen gesundheitsbezogene Anfragen – viele davon außerhalb des speziellen Gesundheitsbereichs. OpenAI verspricht, dass die verknüpften Gesundheitsdaten weder für Werbung noch für das Training der KI-Modelle verwendet werden.

Wettbewerb und rechtliche Hürden

Der Vorstoß in die Wearable-Welt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem auch andere Tech-Giganten massiv aufrüsten. Samsung präsentierte Anfang der Woche auf seiner Galaxy-Unpacked-Veranstaltung gleich zwei Smart-Glasses-Designs mit integrierter KI – der Marktstart ist für Herbst 2026 geplant. Meta hält weiter eine dominante Marktposition und verkaufte im vergangenen Jahr mehrere Millionen Exemplare seiner KI-Brille. Auch Razer mischt mit: Der Gaming-Spezialist stellte Anfang 2026 eine Konzeptstudie für KI-Kopfhörer mit eingebauten Kameras und vorinstalliertem ChatGPT vor.

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Doch die Expansion ist von rechtlichen Auseinandersetzungen begleitet. Erst am Freitag wurde eine Klage eingereicht, die OpenAI vorwirft, durch gefährliche medizinische Ratschläge einen beinahe tödlichen Gesundheitsvorfall verursacht zu haben. Zudem hat Apple OpenAI wegen Verletzung von Geschäftsgeheimnissen verklagt. Ein weiterer Rechtsstreit mit einem Audio-Startup um Markenrechte läuft, und intern kämpft das Unternehmen mit den Folgen eines gemeldeten Rogue-Agent-Vorfalls sowie Verzögerungen beim geplanten Börsengang.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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