ChatGPT, Claude

ChatGPT und Claude: Schweden sperrt Browserzugriff seit 26. Oktober

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 15:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Aus Sicherheitsgründen blockiert die Verwaltung den direkten Webzugriff, erlaubt Copilot und kontrollierte KI-Nutzung über genehmigte Plattformen.
Ein modernes Verwaltungsgebäude in Stockholm bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Schwedische Regierungsstellen haben den direkten Browserzugriff auf die KI-Dienste ChatGPT von OpenAI sowie Claude von Anthropic auf den Dienstgeräten von Beschäftigten blockiert. Die neuen Beschränkungen für Regierungscomputer traten am 26. Oktober 2026 in Kraft.

Wie unter Berufung auf interne Angaben und Digitaldirektor Mikael Wetterkranz berichtet wurde, sperrt die Kanzlei der schwedischen Regierung die beiden populären KI-Anwendungen seit diesem Stichtag auf den Arbeitsplätzen des Personals.

Hintergrund der verschärften Richtlinien sind Sicherheitsbedenken im Umgang mit sensiblen Behördendaten. Demnach befürchten schwedische Regierungsstellen, dass vertrauliche Regierungsinformationen bei der Nutzung über herkömmliche Web-Schnittstellen offengelegt oder ohne entsprechende Datenschutzvereinbarungen für das Training künftiger KI-Modelle gespeichert werden könnten. Die unregulierte Nutzung von Diensten ohne vertraglich geregelte Vereinbarungen berge erhebliche Risiken für die staatliche Informationssicherheit.

Microsoft Copilot als geprüfte Ausweichlösung

Ein generelles Verbot von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz bedeutet dieser Schritt für die Verwaltung allerdings nicht. Die Beschäftigten sollen stattdessen angehalten werden, ausschließlich offiziell freigegebene Werkzeuge zu verwenden. Nach einer behördlichen Überprüfung bleibt Microsoft Copilot für schwedische Regierungsstellen weiterhin genehmigt.

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Die Anwendung wird von den Behörden als sicherere Alternative empfohlen. Für den weiteren Einsatz von Copilot wurden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen festgelegt, wobei Einzelheiten zu den konkreten technischen Anpassungen von den Regierungsstellen nicht öffentlich genannt wurden.

Kontrollierter Zugang über gesicherte Behördenplattformen

Gleichzeitig bleibt der Einsatz moderner Sprachmodelle im schwedischen Regierungsapparat nicht vollständig außen vor. Ein begrenzter Zugang zu ChatGPT und Claude ist für ausgewählte Mitarbeiter weiterhin möglich, sofern dieser über eine von der Regierung genehmigte Plattform erfolgt.

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Über solche gesicherten Umgebungen erhalten bestimmte Beschäftigte kontrollierten Zugriff auf Plattformen für GPT- und Claude-Systeme. Damit soll sichergestellt werden, dass der Einsatz von generativer KI im behördlichen Kontext den staatlichen Datenschutzanforderungen und Informationssicherheitsstandards entspricht.

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